Freelancer (Bild: Pixabay)

100.000 Euro und mehr: So verdienst du als Freelancer sechsstellig

Mit diesen vier Tipps kannst du deinen Verdienst als Freelancer nach oben schnellen lassen. Doch ein hohes Einkommen ist nicht alles, was du anstreben solltest!

Ein Gastbeitrag von Thomas Maas

Freelancer sein und viel Geld verdienen: Warum nicht?

Berufliche Selbstverwirklichung ist für viele Beschäftigte ein großes Lebensziel. Jedoch weilen die meisten Menschen noch immer im sicheren Hafen der Festanstellung. Du dagegen hast als Freelancer schon einen großen Schritt in Richtung berufliche Erfüllung gemacht. Zudem kommt mit der Selbstständigkeit nicht nur Flexibilität, sondern auch die Aussicht auf lukrative Verdienste in der IT-Branche.

Laut dem “Freelancer-Kompass 2019” haben 31 Prozent aller Selbstständigen ein monatliches Nettoeinkommen von knapp 7.000 Euro, Tendenz steigend. Wie du bald sogar sechsstellig verdienen (könntest), zeigen dir folgende Ratschläge.

Tipp 1: Trau dich ins Scheinwerferlicht – Spiele eine Hauptrolle

Eine Grundvoraussetzung für ein attraktives Monatseinkommen ist die Position, die du in einem Unternehmen innehast. Freiberufler, die einer Beschäftigung als Berater nachgehen, verdienen im Durchschnitt 6.700 Euro netto. Der zu erwartende Monatsverdienst steigt, sobald du eine Führungsrolle übernimmst.

So kannst du als Projektleiter schon circa 7.050 Euro im Monat verdienen. Um allerdings die obersten Stufen der Einkommensleiter zu erklimmen, solltest du am besten als Manager arbeiten, denn hier sind dir durchschnittlich 7.900 Euro monatlich sicher.

Tipp 2: Lerne nie aus – Sammle Erfahrung und schließ die Uni ab

Auf dem Weg zum Top-Einkommen solltest du Ausdauer sowie eine gute Bildung mitbringen. Du wirst belohnt, wenn du dir möglichst viel Wissen während deiner Laufbahn aneignest, bevor du dich in das Leben als freier Mitarbeiter stürzt.

Der durchschnittliche Freelancer hat bereits über 15 Jahre Erfahrung als angestellter Arbeitnehmer gesammelt, bevor er oder sie sich in die Selbstständigkeit begibt. Auch eine gute Bildung zahlt sich – wie so oft – aus, denn neun von zehn Freelancern haben einen Abschluss von einer Universität oder Hochschule in der Tasche.

Tipp 3: Sei mutig – Begreife den Fachkräftemangel als Chance

Wie bereits eine Studie des Institut der deutschen Wirtschaft aufzeigt, herrscht in Deutschland ein Mangel an Fachkräften – nutze diese Notsituation für dich! Händeringend wird Personal in der Beratung, im Management, in der IT und im Ingenieurswesen gesucht. Um qualifizierte Mitarbeiter anzuziehen, locken Unternehmen in diesen Bereichen mit Spitzen-Verdiensten.

Besonders lukrativ sind hier IT und andere technische Berufe. Bereits in den vergangenen Jahren freuten sich Freelancer über eine Steigerung der Stundensätze. Und auch in der Zukunft rechnen sie mit hohen Honoraren: Dank der Digitalisierung werden die Einkünfte weiter ansteigen und IT-Profis können sich weiterhin einer starken Verhandlungsposition sicher sein.

Tipp 4: Think big – Schaue dich bei großen Unternehmen um

Auch wenn die Arbeit in einem kleinen Team vielen Freelancern organisatorische Hürden nimmt, kann ein Wechsel ins Großraumbüro für eine große Einkommenssteigerung sorgen. Arbeitest du in kleineren Betrieben mit unter 1.000 Mitarbeitern, wirst du mit durchschnittlich 5.760 Euro monatlich entlohnt. Wenn du deinen Kontostand merklich aufbessern willst, lohnt sich eine Beschäftigung in einer Firma mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Hier kannst du dich über 7.420 Euro freuen.

100.000 Euro machen nicht immer glücklich – Work-Life-Balance schon!

Neben all diesen Tipps, die deine Einkünfte in die Höhe treiben können, zählen jedoch vor allem die fundamentalen Tugenden eines erfolgreichen Selbstständigen: Ein ausgeprägtes Verständnis für Strategie, ein großer Wissensschatz sowie eine Menge Fleiß sind Grundvoraussetzungen für ein hohes, vielleicht sogar sechsstelliges Einkommen. Aber auch wenn ein attraktiver Monatsverdienst dein Leben erheblich erleichtert, solltest du nicht aus den Augen verlieren, dass eine ausgewogene Work-Life Balance und genügend Freizeit dein Leben wirklich erfüllen.

Die meisten Selbstständigen sind mit einem Brutto-Jahresverdienst von 60.000 Euro vollkommen zufrieden, da ein Honorar dieser Höhe oft reicht, um die meisten finanziellen Bedürfnisse abzudecken. Nutze deine Freiheiten und Flexibilität als Selbstständiger, um eine für dich passende und zufriedenstellende Work-Life-Balance zu schaffen, statt ständig auf das nächsthöhere Einkommen zu schielen.


Über den Autor:

Bevor Thomas Maas 2011 als Projektleiter bei freelancermap einstieg, war er bei Immowelt unter anderem im Produktmanagement tätig.
Heute setzt er sich als CEO von freelancermap mit großer Leidenschaft dafür ein, dass sich auf der Plattform professionelle Freelancer, Freiberufler, Selbstständige und Unternehmen für die Arbeit an spannenden Projekten zusammenfinden können.
Bild: Pixabay

2 Kommentare

  1. Sehr gute Übersicht und knackige Punkte. Ich bin zwar noch nicht bei 100k, aber nahe daran (als Angestellter). Den letzten Punkt sehe ich als absolut wichtigsten: Work Life Balance. Gerade mit Familie wird einem irgendwann klar, dass die Zeit, die man mit seinen Kindern nicht verbringen kann, nie mehr zurück bekommt. Da kann dann auch ein Sportwagen oder eine teure Uhr nicht drüber hinwegtrösten.
    Darum habe ich mir zur Maxime gemacht, NIE mehr als 40h die Woche zu arbeiten, aber durch Weiterbildung (hab nen Uni Abschluss, lerne aber nie aus) und Job-Hopping mein Stundengehalt immer höher zu schrauben.

  2. Was Stefan sagt, kann ich bestätigen. Die Zeit optimal nutzen habe ich mir auf die Fahne geschrieben. Es ist ein großer Irrtum, dass mehr arbeiten reich macht. Clever arbeiten ist der Schlüssel. Und man kann sein Einkommen optimieren, wenn man das kann, was andere nicht können, aber der Markt danach verlangt.
    Der Ratschlag, den man in der Schule bekommt, das zu tun, was einem Spaß macht, kann auch nur von Beamten kommen, die einen sicheren Job haben und nie am Markt kämpfen mussten.

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