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4 Dinge, die man als Selbstständiger nicht unterschätzen darf

Wer als Selbstständiger überleben möchte, muss viele Hindernisse überwinden. Manche davon sind essentiell.

Nicht ohne Plan loslegen!

Wer den Sprung ins eiskalte Becken der Selbstständigkeit wagt, muss unzählige Herausforderungen meistern. Marketing, Konkurrenzbeobachtung, Fortbildungen, Papierkram … es gibt mehr als genügend zu tun.

Das Allererste, was vor dem Start einer Selbstständigkeit steht, ist die Planung. Ohne sie geht gar nichts! Wer sich planlos und ohne Konzept auf den Markt wagt, wird sehr schnell untergehen.

Es gibt allerdings nicht _den_ Plan. Für jede Idee und für jeden Menschen eignen sich unterschiedliche Herangehensweisen. Einen essentiellen Baustein benötigen allerdings alle Selbstständigen: einen Businessplan.

Der Businessplan konzentriert sich zunächst auf das Produkt oder die Dienstleistung, welche angeboten werden soll. Im Anschluss folgen Marktanalyse und Konzepterstellung. Dabei zeigt sich schnell, ob es bei einer realistischen Kalkulation möglich ist, finanziell nachhaltig zu wirtschaften und dabei laufend Gewinne zu erzielen.

Wer sich selbstständig machen möchte, findet hier weitere wichtige Informationen rund um den Businessplan:

> Businessplan: die Struktur

> Businessplan: kostenlose Vorlagen

Das Startkapital muss stimmen

Die Theorie ist eine Sache, die Praxis eine andere. Wie viel Kapital ein Selbstständiger benötigt, unterscheidet sich je nach Konzept und Branche ganz deutlich.

Wer seine Selbstständigkeit im IT- und Medienbereich startet, hat sehr gute Voraussetzungen, sein Startkapital zusammen zu kriegen. Die benötigten Arbeitsmittel wie Smartphones, Notebooks oder Server lassen sich heutzutage günstig finanzieren.

Doch in einigen Branchen ist es schwer möglich, den gesamten Kapitalbedarf aus der eigenen Tasche zu decken. Zum Beispiel müssen Gründer im Handwerk tief in die Tasche greifen, um neue Maschinen zu kaufen und diese in einer angemieteten Halle unterbringen zu können. Dementsprechend sollten unbedingt unterschiedliche Finanzierungsarten durchdacht und unter Umständen ausprobiert werden.

> 8 Möglichkeiten, um ein StartUp zu finanzieren 

Die Selbstorganisation muss beherrscht werden

Sind die Formalitäten einer Gründung erledigt, so stehen Selbstständige vor weiteren großen Aufgaben. Sie müssen beispielsweise in der Lage sein, Chef und Angestellter in einer Person zu sein.

Denn: Einerseits muss die Arbeit an sich erledigt werden, um für den benötigten Umsatz zu sorgen. In diesem Punkt ist der Selbstständige quasi der Angestellte in seiner Ein-Mann-Firma. Andererseits gilt es, neue Aufträge an Land zu ziehen, strategisch zu planen, die Finanzen im Blick zu haben und die Arbeitskraft richtig einzuteilen. Hierfür schlüpft der selbst und ständig Agierende in die Rolle des Chefs, der stets ein wachsames Auge auf die Unternehmung hat.

Auch finanziell spiegelt sich diese Aufgabenteilung im Alltag der Selbstständigen wieder. Er muss nicht nur als Boss und Arbeitnehmer zugleich handeln, sondern auch als Unternehmen und Privatmensch. Experten empfehlen dafür stets die Trennung zwischen dem betrieblichen und privaten Vermögen. So kommt es zu keiner Vermischung von Einnahmen und Ausgaben.

Bei den Steuern richtig durchblicken

In einer Selbstständigkeit geht es nicht nur darum, die Auftraggeber zufrieden zu stellen. Auch Behörden, wie zum Beispiel das Finanzamt, gehören zu den ständigen Kontakten. Je nach Art der Selbstständigkeit sind unterschiedliche Formalitäten einzuhalten und diverse Steuern wie Gewerbesteuer, Umsatzsteuer und Einkommenssteuer zu zahlen.

> Übersicht: Steuern für Unternehmer

Selbstständige, die mit den Steuer-Formalitäten überfordert sind, sollten unbedingt einen Steuerberater hinzuziehen. Denn Ärger mit dem Finanzamt kann nicht nur Zeit und Nerven rauben, sondern auch ziemlich teuer werden. Im schlimmsten Fall steht die Selbstständigkeit und damit die eigene Existenz auf dem Spiel!

Fazit

Planung, Finanzen, Management und Steuern: Das sind die vier Kernthemen einer Selbstständigkeit. Sie müssen gemeistert werden, um das eigentliche Ziel verfolgen zu können – die Umsetzung von erstklassigen Dienstleistungen oder Produkten.

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2 Kommentare

  1. Der Beitrag spricht mir aus der Seele! Ein Punkt, den man als Selbstständiger niemals vergessen darf, ist all der Papierkram. Schrecklich, gerade in Deutschland!
    Ich verbringe gut 10 Stunden pro Monat nur mit Papierkram – natürlich unbezahlt. Das muss man unbedingt bei seinem Stundensatz bedenken!!!

  2. Ich finde, das wichtigste Gut ist die (Frei)Zeit. Damit gehen viekle Selbstständigen viel zu lapidar um und lassen sich ausbeuten. Daran muss gedreht werden!

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