Webseite erstellen (Bild: Pixabay)

In 7 Schritten zur eigenen Webseite

Firmenhomepage benötigt? Dieser Leitfaden verrät dir, wie du Schritt für Schritt eine Website für dein Unternehmen erstellst.

Ein Gastbeitrag von Ann-Kathrin Gräfe

Webseite umsetzen: Das ist zu beachten

Wer eine Website erstellen möchte, wird von Anbietern überflutet. Vor allem Anfänger laufen dann schnell Gefahr, den Überblick zu verlieren. Das Thema „Website erstellen“ muss allerdings nicht zur ungeliebten Aufgabe mutieren – denn nötig sind dafür weder große Vorkenntnisse noch viel Budget.

Das sind die sieben wichtigsten Schritte:

1) Der Name der Website

Jeder Website braucht eine Adresse, unter der sie im Netz erreichbar ist. Den Namen für deine Website solltest du mit Bedacht wählen – schließlich entscheidet er bereits darüber, ob potentielle Kunden die Seite gerne aufrufen oder nicht. Die wenigsten Menschen haben Lust, einen langen oder erklärungsbedürftigen Namen in ihren Browser zu tippen. Und merken können sie ihn sich schon gar nicht.

Viele besser eignen sich kurze und einprägsame Internetadressen wie beispielsweise www.seo-spezialisten.berlin. Sie verrät nicht nur auf den ersten Blick, was in ihr steckt – mit ihrer spezifischen Endung hebt sie sich außerdem deutlich von der Vielzahl der .de– und .com-Adressen ab und ist damit besser sichtbar.

.berlin ist übrigens nicht die einzige geographische Internetendung in Deutschland: Registrieren kannst du auch Adressen mit den Endungen .hamburg, .koeln/.cologne, .nrw, .ruhr, .saarland oder .bayern. Sie alle haben den zusätzlichen Vorteil, dass unter ihnen viele aussagekräftige Internetadressen noch frei sind, die unter länger bestehenden Endungen wie .de und .com schon vergeben sind.

 2) Das Ziel der Website

Bevor du loslegst und deine Inhalte ins Netz packst, solltest du dir eine Frage stellen: Was will ich mit meiner Website erreichen? Die Antwort darauf hat nämlich Einfluss auf die Gestaltung, Struktur und Inhalte deiner Seite.

Möchtest du etwa neue Kunden gewinnen, bestehende Kunden binden oder in einem Shop deine Produkte verkaufen? Hier ist es auch hilfreich, sich inspirieren zu lassen. Schau dir die Websites deiner Konkurrenz an und überlege, welche Ziele sie erreichen wollen.

Auf welchen Websites bist du selbst öfter unterwegs – und warum? Nie schaden kann auch ein Blick von außen: Frage deine Freunde, Verwandten oder auch die (potentiellen) Kunden selbst, wie sie sich einen zielführenden Internetauftritt vorstellen und berücksichtige ihre Antworten für die Erstellung deiner eigenen Website.

3) Aufbau und Struktur

Anschließend geht es an den Aufbau deiner Website. Überlege, welche Informationen dein Internetauftritt enthalten soll und wie du sie auf die entsprechenden Unterseiten verteilen kannst. Lege außerdem fest, wie viele Unterseiten deine Website haben soll und wie du sie so gruppieren kannst, dass sie zusammenpassen.

Typische Menüpunkte für eine Unternehmenswebsite sind neben der Startseite beispielsweise „Über uns“, „Produkte“, „News“ oder „Kontakt“ – wobei dieses Gerüst je nach Angebot ausbaufähig ist. Für eine optimale Struktur deiner Website kannst du sie vorab bildlich in einem Organigramm aufzeichnen.

Findet jeder Besucher von der Startseite aus kommend problemlos die Information, nach der er sucht? Ist die Website vollständig und mit allen notwendigen Inhalten gefüllt? In einem Organigramm hast du den gesamten Aufbau bildlich vor dir – so deckst du eventuelle Schwächen schnell auf.

4) Website erstellen

 Du weißt jetzt, wohin die Reise geht: Den perfekten Namen für deine Website hast du gefunden, kennst deine Ziele und hast Aufbau und Struktur festgelegt. Jetzt musst du deine Inhalte nur noch ins Netz bekommen – und dafür gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten.

Zum einen kannst du deinen Internetauftritt komplett in die Hände eines Dienstleisters geben. Das würde dir zwar jeglichen weiteren Aufwand ersparen, ist oft jedoch auch teuer. Zum anderen kannst du deine Website selbst programmieren.

Wenn du allerdings keine Kenntnisse in einer Programmiersprache wie HTML oder CSS besitzt, kommst du nicht weit. Dann ist ein Homepage-Baukasten oder Content-Management-System die bessere Wahl.

Homepage-Baukasten

Ein Homepage-Baukasten ist die einfachste Variante, eine Website zu erstellen. Alles was dafür benötigt wird, ist hier praktisch in einem Paket zusammengeschnürt. Verschiedene Vorlagen bieten das passende Grunddesign, dass du anschließend mit eigenen Texten und Bildern bestückst. Im Prinzip kannst du dir den Vorgang so ähnlich vorstellen wie das Anlegen eines Facebook-Profils – von jeglicher Technik bleibst du nämlich komplett verschont.

Zu den bekanntesten Anbietern von Homepage-Baukästen gehören Jimdo und Weebly, aber auch 1&1 oder Strato bieten eigene Baukästen-Systeme an. Viele von ihnen sind bereits für kleines Geld zu haben. Der einzige Haken: Nicht alles, was im Web möglich ist, kannst du mit einem Homepage-Baukasten umsetzen. Ein neues Amazon oder eBay wirst du also nicht bauen können; trotzdem reichen die Funktionen für eine ordentliche Unternehmenswebsite allemal aus.

Content Management System

Content-Management-Systeme – kurz CMS – sind Redaktionssysteme für Websites, mit denen du Inhalte neu erstellen und verwalten kannst. Wie auch die Homepage-Baukästen stellen Content-Management-Systeme verschiedene Design-Vorlagen zur Verfügung. Außerdem bringen sie Editoren mit, mit deren Hilfe du Texte erstellst, formatierst und veröffentlichst.

Wenn du noch keine Erfahrung im Umgang mit Content-Management-Systemen hast, ist WordPress für dich die erste Wahl. Das System ist schnell installiert und bringt eine riesige Bibliothek an Designs und Erweiterungen mit, so dass du deine Website ganz nach deinen Wünschen umsetzen kannst. Ebenso gut für Einsteiger geeignet ist Joomla. An Typo3 solltest du dich aber beispielsweise nur herantrauen, wenn du Lust darauf hast, viel Neues zu lernen.

Der Unterschied zwischen Homepage-Baukästen und Content-Management-Systemen ist, dass bei ersterem alle Lösungen unter einem Dach stecken. Entscheidest du dich für ein CMS, musst du dich zusätzlich kümmern – etwa um Speicherplatz und die Registrierung deiner Internetadresse. Dafür hast du aber auch mehr gestalterischen Spielraum.

5) Inhalte für die Website

Eine „nackte“ Seite lockt keine Besucher an, deswegen musst du anschließend für die passenden Inhalte sorgen. Theoretisch bietet so ein Internetauftritt natürlich jede Menge Platz, trotzdem möchte sich kein Mensch durch endlose Textblöcke kämpfen. Präsentiere deine Informationen also so ausführlich, dass jeder versteht, worum es geht, sei aber trotzdem nicht zu ausschweifend.

Deine Leser können sich leichter orientieren, wenn du die Texte auf deiner Seite mit (Zwischen-)Überschriften und Absätzen auflockerst; für den richtigen Blickfang sorgen außerdem Fotos. Wenn möglich, greife dafür auf deine eigenen Bilder zurück. Fotos aus Bilddatenbanken lassen deine Website schnell beliebig wirken.

6) Hosting – Anbieter und Pakete

Jetzt musst du deine Website nur noch veröffentlichen. Wenn du sie nicht mit einem Homepage-Baukasten erstellt hast, brauchst du dafür ein Hosting-Paket. Anbieter von Hosting-Paketen sind beispielsweise Strato, 1&1, Alfahosting oder united-domains. Dort bekommst du Speicherplatz für die Daten, die du online stellen willst und in den du dann deine Website lädst, um sie im Internet zu präsentieren.

Bei den Hosting-Paketen hast du die Qual der Wahl. Es gibt nämlich viele verschiedene Pakete, die jeweils unterschiedlich viel Speicherplatz mitbringen. Gemessen wird der Speicherplatz für Websites in Megabyte (MB). Wie viel Speicherplatz du benötigst, hängt von den Inhalten deiner Seite ab. Eine Website mit vielen Fotos braucht beispielsweise viel mehr Speicherplatz als eine Website, die nur Text enthält.

7) Google aufmerksam machen

Es kann eine Weile dauern, bis Google deine Website findet. Du kannst aber auch selbst aktiv werden und Google informieren, dass du im Netz präsent bist. Dazu erstellst du ein Google-Konto und meldest deinen Internetauftritt kostenlos unter https://google.com/webmasters an. Anschließend nimmt Google ihn in den Suchindex auf.

Nicht schaden kann außerdem, wenn du bei Google Maps auftauchst. Melde dich dazu bei Google My Business an – wenn du schon ein Google-Konto hast, kannst du das gleich dafür nutzen. Unter https://www.google.de/intl/de/business hinterlässt du Adresse, Wegbeschreibung oder Öffnungszeiten, und die Suchmaschine nimmt diese Informationen anschließend in Google Maps auf. Suchen potentielle Kunden nun nach dem passenden Stichwort in Kombination mit dem Ort, an dem du dich befindest, sehen sie in den Suchergebnissen eine Karte, die unter anderem deinen Eintrag enthält. Du kannst ihn nachträglich noch ergänzen, zum Beispiel um Fotos, Grafiken oder Videos von deinem Unternehmen.

Zusammenfassung

Na, alles bedacht? Folgende Infografik fasst alle hier genannten Punkte zusammen:

Infografik Webseite erstellen (Bild: dotBerlin)


Über die Autorin:

Ann-Kathrin Gräfe studierte Literaturwissenschaften und ist anschließend beim Thema Internet gelandet: Sie arbeitet bei dotBerlin, der Betreiberin der Top-Level-Domain .berlin sowie punktHamburg, der Betreiberin der Top-Level-Domain .hamburg. Regelmäßig schreibt sie Fachbeiträge rund um Internetadressen und Websitegestaltung.

 

Bilder: Pixabay, dotBerlin

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