Arbeitsvertrag (Bild: Pixabay)

Arbeitsvertrag: Das musst du darüber wissen

Wenn du Mitarbeiter einstellst, musst du das Arbeitsverhältnis mit einem Arbeitsvertrag regeln. Das sind die wichtigsten Punkte. Inklusive Muster-Vorlage zum Herunterladen.

Darum ist eine Festanstellung mit Arbeitsvertrag sinnvoll

Deine Idee kommt an, die ersten Umsätze lassen die Kasse klingeln, dein StartUp wächst – das ist ein herrliches Gefühl. Doch wie heißt es so schön: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. Das bedeutet, in einem (jungen) Unternehmen gibt es niemals einen Stillstand, das Rad dreht sich ständig weiter. Gerade StartUps müssen mit großen Schritten gehen, um am Ball bleiben zu können.

Mit jedem Schritt und jedem Erfolg solltest du eine Professionalisierung und Optimierung deiner Strukturen und Prozesse anstreben. Dazu gehört auch, dass du gute Freelancer, Praktikanten oder Studenten, die zum Erfolg deiner Unternehmung beitragen, an dich bzw. dein StartUp binden solltest. Nur so kannst du wichtige Leistungsträger und ihr KnowHow erhalten, um weiter wachsen zu können.

An den StartUp binden bedeutet übersetzt: Du musst Personal fest einstellen. Das klingt einfacher als es ist, gerade in Deutschland musst du einige Hürden meistern. Dazu gehört zum Beispiel, dass du deinen fest angestellten Mitarbeitern gewisse Dinge bieten musst – ein geregeltes Gehalt, Urlaub, bezahlte Krankheitstage, Beiträge für die Rentenkasse und andere Versicherungen, Fortbildungsmaßnahmen und so weiter. Das alles wird möglichst in einem Arbeitsvertrag geregelt.

Wie muss ein Arbeitsvertrag verfasst sein?

„Grundsätzlich gilt das Prinzip der Vertragsfreiheit, das heisst, die Parteien können den Inhalt des Vertrages frei bestimmen“, sagt Peter Kitzmann. Was ziemlich frei klingt, wird allerdings eingeschränkt. Der Fachanwalt für Arbeitsrecht erklärt weiter: „Diese Vertragsfreiheit erfährt jedoch durch zwingendes Gesetzesrecht, Tarifrecht und durch die Rechtsprechung entwickeltes, sogenanntes Richterrecht, zahlreiche Einschränkungen.“

Anders ausgedrückt bedeutet das: Du kannst nicht einfach irgendwas in den Arbeitsvertrag schreiben! Stattdessen musst du dich an gewisse Vorgaben und Gesetze halten.

Was muss ein Arbeitsvertrag beinhalten?

Es gibt Punkte, die gehören laut der Rechtsprechung zu den Mindestanforderungen eines Arbeitsvertrages. Zudem gibt es inhaltliche Aspekte, die haben sich mittlerweile als Standard etabliert. Zusammenfassend sollte ein Arbeitsvertrag diese Dinge klären:

  • Name und Anschriften des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers
  • Beginn des Arbeitsverhältnisses
  • Dauer der Probezeit
  • Tätigkeitsbeschreibung
  • Arbeitsvergütung bzw. Lohn
  • Vereinbarte Arbeitszeit
  • Urlaubsanspruch in Tagen pro Jahr
  • Leistungen im Krankheitsfall
  • Verschwiegenheitspflicht: Wahrung der Betriebsgeheimnisse
  • Meldung von Nebentätigkeiten
  • Mögliche Vertragsstrafen
  • Die Kündigungsfrist (Probezeit / Festanstellung)
  • Verfall- / Ausschlussfristen
  • Zusätzliche / individuelle Vereinbarungen
  • Vertragsänderungen und Nebenabreden

Arbeitsvertrag: Muster-Vorlage als Download

Obwohl es nie schaden kann, einen Fachanwalt zu beauftragen, damit er einen rechtssicheren Arbeitsvertrag gestaltet, kannst du dich auch mit einem Muster an die Materie wagen. Zum Beispiel bietet die IHK Frankfurt einen Standard-Arbeitsvertrag als kostenlose Word-Datei an.

> Download: Muster-Arbeitsvertrag zum Herunterladen

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