Outsourcing (Bild: Pexels)

Outsourcing: Die Vorteile und Nachteile

Wenn es an Fachpersonal mangelt, kannst du deine Arbeiten auslagern. Doch das Outsourcing besitzt auch ein paar Stolpersteine.

Darum ist Outsourcing für StartUps sinnvoll

Viele junge Unternehmen werden heutzutage als StartUp bezeichnet, obwohl diese Bezeichnung für sie eigentlich falsch ist. Was unter anderem ein echtes StartUp ausmacht, sind die Flexibilität, die Agilität und die Möglichkeit, das innovative Geschäftsmodell zu skalieren.

Um diese Punkte möglich zu machen, schwören StartUp-Profis wie Tim Ferriss (Autor des Buches Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben) und Günther Faltin (Kopf schlägt Kapital) auf Outsourcing. Denn das Auslagern von anfallenden Arbeiten besitzt mehrere Vorteile, dazu gehören zum Beispiel:

  • Das StartUp erhält je nach Bedarf die Expertise von Fachleuten
  • Die fixen Personalkosten werden überschaubar gehalten
  • Es ist möglich, schneller auf Veränderungen reagieren
  • Das Unternehmen kann sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren

Gerade der letzte Punkt ist für StartUps extrem wichtig: Wenn lästige Arbeiten wie die Steuererklärung oder die Telefon-Hotline an externe Dienstleister abgegeben werden, kann sich das Team auf das fokussieren, was es am besten kann. Durch Outsourcing bleibt ein junges Unternehmen agil und flexibel, weil es sich nur auf seine Kernthemen konzentriert und nicht durch Papierkram oder ähnliche “Showstopper” ausgebremst wird.

Diese Dinge kann/soll ein StartUp outsourcen

Nicht jeder kann und muss ein Meister in allen Fachgebieten sein – das vergessen viele Gründer gerne. Sie versuchen, Geschäftsleitung, Programmierer, Marketing-Manager und Steuerfachmann in einer Person zu sein. So etwas führt zu einem fragmentierten und unkonzentrierten Arbeiten, der Fokus des StartUps leidet darunter.

Deswegen sollten gerade kleine Unternehmen darauf achten, alle Dinge, die nicht zu ihren Fachbereichen gehören, an Freelancer, Dienstleister oder Agenturen auszulagern.

Fürs Outsourcing eignen sich zum Beispiel:

  • Buchhaltung
  • Steuerangelegenheiten
  • Programmierung
  • Grafik/Design
  • Texte (Werbetexte, Firmenblog, etc.)
  • IT-Infrastruktur
  • Support
  • Marketing und PR

Outtasking, Nearshoring und Offshoring

Outsourcing ist nicht gleich Outsourcing. Gibt dein StartUp nicht ein ganzes Projekt, sondern nur einzelne Aufgaben ab, spricht man von Outtasking.

Lagert ein Unternehmen gewisse Tätigkeiten oder Projekte ins nahe gelegene Ausland aus, wird das Nearshoring genannt. Offshoring dagegen bezeichnet die Verlagerung der Aufgaben in weiter entfernte Länder.

Die Vorteile von Nearshoring liegen auf der Hand: “Die Verlagerung in osteuropäische Staaten (Nearshoring) bringt durch die niedrigeren Lohnkosten das entsprechende Einsparpotential. Die geringere Entfernung im Gegensatz zu Indien oder China (Offshore-Regionen) und die identische Zeitzone, bietet die Möglichkeit des intensiveren Kontaktaustausches. Die kulturellen Unterschiede sind gering und die Arbeitsmoral und die finalen Resultate sind oft sogar besser als in Deutschland”, erklärt NX Digital. Das IT-Unternehmen, das für seine Softwareentwicklung in Berlin und München bekannt ist, erklärt weiter: “Die Gründe für das Nearshoring sind verschieden, doch die häufigsten Auslöser sind die mangelnden Fachkräfte im IT Bereich in Deutschland und die teilweise ausgesprochen günstigen Rahmenbedingungen, die sich im Ausland bieten”.

Die häufigsten Gründe, warum Outsourcing scheitert

Outsourcing ist gut und nötig. Geht man aber das Auslagern der Tätigkeiten falsch an, kann das schnell zu Chaos sowie einem unnötigen Verbrennen von Zeit und Geld führen.

Ein Beispiel: die Kommunikation. “Bereits intern ist es keine leichte Aufgabe, sich verständlich, präzise und korrekt zu verständigen. Bei einer Auslagerung von Aufgaben an einen externen Kooperationspartner wird es sogar noch schwieriger. Vor allem, sobald sich Gesprächspartner nur übers Telefon oder das Internet austauschen”, so Christopher Kiel von Digitaler-Mittelstand.de.

Ein großes Problem bei der Kommunikation ist die Sprache. Wobei damit nicht nur echte Sprachen wie Deutsch und Englisch gemeint sind, sondern auch die Art und Weise, wie unterschiedliche Menschen miteinander kommunizieren. Wie schon in unserem Beitrag “Zusammenarbeit mit externen Entwicklern: Das gibt es zu beachten” erläutert, sprechen beispielsweise auch Programmierer und Markting-Experten ihre eigene Sprache – nämlich die jeweilige Fachsprache.

Darüber hinaus gibt es weitere Stolpersteine beim Outsourcing: unklare Zielsetzungen, schwammig definierte Meilensteine, Vertragsformulierungen … und so weiter. Insourcing-Outsourcing.net zeigt mit folgender Infografik auf, woran Outsourcing-Projekte oft scheitern:

Infografik Warum Outsourcing scheitert (Bild: Insourcing-Outsourcing.net)

 

Bilder: Pexels, Insourcing-Outsourcing.net

3 Kommentare

    1. Sehr gut recherchierter und informativer Artikel. In einem anderen Artikel wird, den ich gelesen habe, wird auf die Vor- und Nachteile von Outsourcing vs Offshoring eingegangen. Durch Offshoring sind oft ähnliche Einsparmöglichkeiten gegeben, jedoch arbeitet man mit einem eigenen Team zusammen. Auch wenn dieses Team in einem weit entfernten Land sitzt, ist die Identifikation mit dem Unternehmen stärker als beim Outsourcing. Die eigenen Mitarbeiter arbeiten eher kundenorientiert und sind nur auf ein Projekt konzentriert. Deines. Outsourcing-Unternehmen arbeiten häufig an mehreren Projekten gleichzeitig. Darunter leidet oft die Qualität der Produkte.

  1. Hallo,
    möchte mich für den Beitrag bedanken, ein sehr informativer und ausführlicher Artikel über Outsourcing und dessen Vorteile bzw. Nachteile. Wie wir Wissen gibt es Outsourcing immer häufiger. Sie haben wichtige Gründe genannt auf die man achten sollten damit das Outsourcing nicht schon am Anfang scheitert. Es gibt es in verschiedenen Branchen aber am häufigsten in der Call Center Branche. In der heutigen Zeit ist das Call Center Outsourcing nicht mehr weg zu denken. Es ist auch eine Frage der Kosten. Vor allem für Startups ist es wichtig, dadurch bekommen sie mehr Zeit für wichtige Aufgaben. Durch das verlagern, hat man viel mehr Zeit sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und man bekommt gutes fachliches abgestimmtes Personal mit hohem Kommunikationsgrad wie auch hier https://groe.me/call-center-outsourcing-vergleich/ beschrieben worden ist. Wer wenig Erfahrung in der Call-Center Branche hat, ist besser beraten mit Call-Center Outsourcing. Ich denke aber, dass die ganzen Vorteile von Outsourcing überwiegen die kleinen Nachteile des Outsourcing.

    Mit freundlichen Grüßen
    S.Otto

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