Mailings Briefkasten (Bild: Pixabay)

Darum solltest du weiterhin auf haptische Mailings setzen

In Zeiten des Onlinemarketings gelten klassische Dialogpost-Mailings als “oldschool”. Doch das stimmt nicht. Ganz im Gegenteil!

Die DSGVO beeinflusst das Newsletter-Marketing

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), welche am 25. Mai 2018 in Kraft trat, hat auch Auswirkungen auf den Bereich des E-Mail-Marketings. Sie führte zu Änderungen der Regelungen, an welche sich Marketer in Zukunft halten müssen. Unzählige Empfänger von Newslettern können nicht mehr angeschrieben werden, da aufgrund der neuen DSGVO der Nachweis des Double-Opt-In-Verfahrens als verpflichtende Voraussetzung für die Erhebung von Mail-Adressen festgelegt wurde.

Führt dies zur Neuentdeckung des haptischen Mailings? Welche Vorteile gibt es für dich? Wir beantworten diese Fragen und zeigen dir, wie du deine Mailing-Kampagnen zum Erfolg führen kannst.

Die Vorteile der klassischen Dialogpost

Die Verordnungen der DSGVO machen die Vorteile des haptischen Mailings wieder deutlich. Denn bei dieser Methode ist es nicht notwendig, eine vorherige Zustimmung des Mail-Empfängers einzuholen. Die einzige Einschränkung bleibt das Opt-Out-Prinzip: Macht der Empfänger beim Unternehmen den Wunsch deutlich, von diesem keine Mailings mehr zu erhalten, muss dieser Forderung nachgekommen werden.

In Zeiten der neuen DSGVO scheint das Comeback der klassischen Dialogpost eine lohnende Alternative zu Newslettern zu sein, welche sogar große Unternehmen wie Google bereits für sich entdeckt haben. Wie aber können Sie das Direktmailing am effektivsten nutzen und was müssen Sie beachten?

Mit regelmäßigem Post-Mailing den Kunden an sich binden

Der Versand von Dialogpost hat nicht zu jedem Zeitpunkt den optimalen Effekt. Daher ist es hilfreich, die drei unterschiedlichen Motivationsfenster nach Thomas Bottin zu kennen. In jedem dieser Zeitfenster hat der Kunde eine andere Kaufmotivation:

1. Zeitfenster: Status Quo

In dieser Situation ist der Kunde zufrieden, hat kein Interesse an Angeboten und wird sich dein Mailing vermutlich nicht durchlesen oder nur überfliegen. Der Versand der Dialogpost an solche Empfänger, die bereits rundum zufrieden sind, wird sich eher nicht lohnen, da diese höchstwahrscheinlich schnell im Mülleimer der Empfänger landet.

2. Zeitfenster: Betroffenheit

Hier hat der potentielle Kunde ein konkretes Bedürfnis, für das er ein bestimmtes Produkt benötigt. Allerdings sucht er noch nicht aktiv nach Anbietern. Der Versand deines Mailings an einen solchen Empfänger ist besonders effektiv, da er als potentieller Kunde offen für passende Angebote ist und dein Angebot sich nicht in direkter Konkurrenz befindet. Neue und bisherige Kunden lassen sich in diesem Motivationsfenster besonders leicht akquirieren.

3. Zeitfenster: Suche nach Alternativen

Auch in diesem Motivationsfenster hat der Kunde ein bestimmtes Bedürfnis, ist aber schon aktiv auf der Suche nach einer Lösung und passenden Anbietern. Hier können deine Angebote den Kunden zwar ebenfalls ansprechen, jedoch kennt er bereits Alternativen zu deinen und zieht diese ebenfalls in Erwägung. Daher solltest du in diesem Motivationsfenster den Kunden besonders gut überzeugen.

Allerdings werden die Kunden heutzutage von einer regelrechten Informationsflut der verschiedensten Anbieter und Angebote ausgesetzt und haben mehr Möglichkeiten als je zuvor. Aus diesem Grund bleiben Kunden selten nur einem Anbieter treu. Zudem ist es meist so gut wie unmöglich, das aktuelle Motivationsfenster deiner Kunden, welches schnell wechseln kann, schon im Voraus zu kennen und entsprechend zu handeln. Deshalb solltest du im Bewusstsein potentieller Kunden bleiben, indem du regelmäßig Mailings mit ansprechenden und vor allem relevanten Inhalten versendest.

Werbeartikel: Der Schlüssel zum Erfolg deiner Mailing-Kampagne?

Während der elektronische Newsletter kostengünstig ist, sind mit dem Druck und dem Versand der haptischen Mailings erhebliche Kosten verbunden. Um das auszugleichen, ist laut Harald Mahlich, Geschäftsführer von SOURCE GmbH, Werbung mit nachhaltiger Wirkung unverzichtbar. „Mit haptischer Werbung kannst du eine hohe Akzeptanz beim Kunden erzielen und dadurch die Abmeldequote verringern. Das Besondere aber ist vor allem, dass sich die Empfänger durch Werbeartikel lange an dich und deine Werbebotschaft erinnern, auch wenn die Dialogpost schon lange entsorgt worden ist. Es reichen also schon wenige Mailings mit Werbeartikeln aus, um einen gleich guten Effekt zu erzielen”, so der Experte für Werbemittel.

So erfolgreich sind Werbeartikel als Mailingbeilage

Ein effektives Post-Mailing ist vor allem dann nachhaltig wirksam, wenn es zusätzlich einen guten Mailing-Werbeartikel beinhaltet. Hochwertige und relevante Artikel mit Mehrwert für den Kunden hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck und positive Assoziationen mit deinem Unternehmen.

Im Gegensatz zur Ansicht vieler Marketer haben Werbeartikel eine durchaus einflussreiche Wirkung auf den Empfänger. Dies bestätigen auch die Studien des GWW (Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft e.V.). Erkentnisse daraus sind:

  • Werbeartikel werden, anders als andere Werbe-Medien, von 91% der Beschenkten genutzt und von der Mehrheit der Empfänger positiv aufgenommen.
  • Rund 75% behalten ihren geschenkten Werbeartikel länger als ein halbes Jahr.
  • Werbeartikel erreichen am Tag durchschnittlich 85% der Bevölkerung ab einem Alter von 14 Jahren und damit mehr Menschen als andere Werbe-Medien.
  • 59% Prozent der Empfänger können sich lange an den Marken- oder Unternehmensnamen erinnern, von dem sie den Werbeartikel erhalten haben. Damit ist die Werbeerinnerung bei Werbeartikeln im Vergleich zu anderen Medien doppelt so hoch und die Wahrscheinlichkeit, dass der Beschenkte durch deine Werbebotschaft Kontakt mit dir bzw. deinem Unternehmen aufnimmt, umso höher.

Durch passende Werbeartikel entsteht also ein nachhaltiger Effekt auf den Kunden. Zugleich können sie die Bekanntheit deines Unternehmens steigern und dein Unternehmensimage verbessern, der durch einen qualitativen Werbeartikel mit hohem Nutzwert reflektiert wird. Vor allem wenn der Kunde im entsprechenden Motivationsfenster bereits nach Alternativen gesucht hat, kannst du dich so mit ansprechenden Werbeideen von der Konkurrenz abheben.

Was macht den perfekten Werbeartikel aus?

Ein Werbeartikel erzielt jedoch nur dann seine höchstmögliche Wirkung, wenn er auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten ist. Preis und Qualität sind jedoch unbedeutend, wenn der Artikel zufällig ausgesucht wurde und nicht die Unternehmensmarke oder Werbekampagne widerspiegelt.

Was macht also einen Werbeartikel aus, der eine positive Wirkung auf den Kunden hat und zu einer stärkeren Verbindung zum Unternehmen führt? Laut dem GWW sind folgende Aspekte ausschlaggebend:

  • Wie groß die Werbefläche ist und wo sie platziert ist
  • Welchen Nutzwert der Werbeartikel für den Kunden hat
  • Wie hoch seine Qualität ist
  • Wie originell der Artikel ist

Der Versand von Werbeartikeln lohnt sich jedoch nur dann, wenn die Portokosten nicht höher sind als das dafür zur Verfügung stehende Budget für die Mailing-Aktion. Der Werbeartikel sollte also auch optimal zu versenden und daher so leicht, flach und kompakt wie möglich sein. Hier zwei gute Beispiele:

Idee 1: Eispulver im Portionsbeutel 

Das Eispulver von Wellnuss ist nicht nur der perfekte Werbeartikel für einen heißen Sommer, sondern eignet sich durch seine Verpackung im kompakten Portionsbeutel auch perfekt für ein Mailing. Bei der Herstellung vom selbstgemachten Eis wird der Kunde stark miteinbezogen. So bleibt dein Unternehmen mit diesem Werbemittel bestimmt lange in Erinnerung.

Idee 2: Der 4in1 GripCleaner®

„Das Mikrofasertuch 4in1 GripCleaner® nimmt zurzeit die Spitzenposition unter Werbeartikeln für Mailings ein”, erklärt Harald Mahlich. “Es lässt sich als Displaytuch, Displayschutz, Mousepad oder Brillenputztuch verwenden und beweist durch diese vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten einen hohen Wert für den Kunden bei einem günstigen Preis von ca. 1€. So lassen sich auch ideal zum Produkt passende Werbesprüche finden.“

Auch das Anschreiben zählt

Der Werbeartikel stimmt, die Print-Beilagen auch – aber auch das Anschreiben sollte mit Achtsamkeit entworfen werden! Das Anschreiben ist der Teil eines Mailings, der den Kontakt zwischen dir als Unternehmen und deinen Mailing-Empfängern als potentiellen Kunden ausmacht.

Auch die Intention, die hinter dem Mailing steckt, und dein Angebot werden dem Empfänger über das Anschreiben mitgeteilt. Deshalb solltest du bei der Formulierung eines Anschreibens folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Schneller Überblick: Der Empfänger sollte dem Anschreiben sofort entnehmen können, aus welchem Grund er das Mailing erhält. Und er sollte dazu motiviert werden, es sich näher anzusehen, anstatt es sofort zu entsorgen.
  • Die Handlungsaufforderung: Dein Anschreiben muss mit einem deutlichen Call-to-Action enden und dem Empfänger zu einer bestimmten Handlung nach der Auseinandersetzung mit deinem Mailing aufgefordert werden. Ein Call-to-Action kann der Besuch deiner Website, eine persönliche Kontaktaufnahme oder das Annehmen des im Mailing genannten Angebots sein.
  • Das Postskriptum: Den letzten Satz deines Anschreibens, das Postskriptum (PS), solltest du ebenfalls gewissenhaft verfassen. Denn als erstes wird der Briefkopf, dann der Betreff und schließlich der Nachsatz hinter dem PS vom Leser wahrgenommen. Im Postskriptum solltest du also die wichtigsten Informationen deines Anschreibens nennen und gegebenenfalls gesondert hervorheben.

Fazit: Mit postalischen Mailings zum maximalen Erfolg

Auch wenn das Versenden von Newslettern per E-Mail ein günstiges Marketing-Instrument darstellt, erschwert die neue DSGVO das Sammeln von Empfängern für Newsletter deutlich. Deshalb kann das klassische Mailing per Post, trotzt seiner höheren Kosten, wieder sinnvoll für viele Unternehmen werden.  Mit dem regelmäßigen Versand des haptischen Mailings zusammen mit dem passenden Werbeartikel als Mailing-Beilage erreichst du Aufmerksamkeit und damit eine nachhaltig enge Verbindung zum Empfänger.

Bild: Pixabay

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