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So lernst du die Sprache deiner Kunden sprechen

Du hast tolle Produkte im Portfolio, betreibst fleißig Marketing, trotzdem bleibt der Erfolg aus. Warum? Weil du vielleicht nicht die Sprache deiner Kunden sprichst.

Was ist mit “Sprache der Kunden sprechen” gemeint?

Damit ist nicht die Sprache an sich gemeint. Sondern die Art und Weise, wie deine Zielgruppen bestimmte Produkte und Dienstleistungen benennen. Drei Beispiele hierfür:

  • Heißt es Schraubenzieher oder Schraubendreher? In Fachkreisen wird letztgenannter Begriff verwendet, im Volksmund redet man allerdings vom Schraubenzieher.
  • Die Bezeichnung Kühl-Gefrier-Kombination beschreibt zwar technisch genau das Produkt, doch für die meisten Endkunden sind alle Varianten – mit oder ohne Gefrierfach – lediglich Kühlschränke.
  • Noch größere Unterschiede gibt es zwischen gesprochenem Deutsch und verklausuliertem Beamten-Deutsch. Was allgemein als Ampel bekannt ist, wird bei Beamten oder Juristen als Lichtzeichenanlage bezeichnet.

Verstanden, was mit der Sprache der Kunden gemeint ist?

Wie kann man lernen, wie die Zielgruppe denkt und redet?

Wenn du wissen möchtest, wie deine potentiellen Kunden reden, musst du mehr über sie herausfinden. Nutze hierfür folgende Möglichkeiten:

  • Befragen direkt deine Kunden, beispielsweise mit Umfragen auf Facebook, welche Begriffe sie für gewöhnlich verwenden
  • Rede mit deinen Kollegen im Vertrieb und Kundenservice, wie eure Kunden sprechen
  • Werte Mails, Social-Media- und Blog-Kommentare aus
  • Schau dir die Suchanfragen auf deiner Webseite bzw. deinem Onlineshop genau an
  • Nutze Webseiten wie synonyme.de, openthesaurus.de oder synonyme.woxikon.de, um Synonyme für deine Fachbegriffe herauszufinden
  • Gib die Suchbegriffe und die Synonyme in Google und Bing ein, um zu sehen, wie oft sie in den Suchmaschinen verwendet werden
  • Nutze professionelle SEO-Tools zur Keyword-Recherche wie den Google Keyword Planner, Keywordtool.io oder Ubersuggest
  • Recherchiere mit Google Trends, wie angesagt deine Begriffe im zeitlichen Verlauf aussehen

Extra-Tipp: Denke an die Customer Journey deiner Kunden. Welche Fragen beschäftigen sie hierbei? Googeln sie gleich nach “Joggingschuhe”? Nein. In der Regel stellen sie sich (und der Suchmaschine) vorher andere Fragen, zum Beispiel: “Wie kann man abnehmen?”, “Wir kriegt man seinen Winterspeck los?” oder “Was hilft gegen Rückenschmerzen?”.

Was nach der Recherche zu tun ist

  • Finde das wahre Potential der Begriffe speziell für deine Zielgruppe heraus, zum Beispiel mit A/B-Test. Schalten hierfür unter anderem mit Google AdWords identisch klingende Anzeigen und verändere hierbei nur die Begrifflichkeiten (bspw. Kühlschrank anstatt Kühl-Gefrier-Kombination). Achte bei der Auswertung nicht nur auf den Traffic (Einblendungen und Klicks), sondern auch auf die Conversion Rate – zum Beispiel in deinem Onlineshop.
  • Beobachte deine Mitbewerber. Welche Begriffe und Synonyme setzen diese ein? Verändern sie diese im Lauf der Zeit?
  • Achten auf Trends. Manche Begriffe werden im Laufe der Zeit durch modernere ersetzt. Beispielsweise redet heutzutage keiner mehr von „Telespielen“, sondern von „Games“ oder „Computerspielen“.

Fazit

Nur wenn du weißt, wie deine Zielgruppen denken und reden, kannst du ihnen bessere und für sie maßgeschneiderte Produkte anbieten. Also: Lerne deinen Kunden kennen!

Bild: Pixabay

 

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