Eine eigene Zahnarztpraxis: Strategien für den Erfolg

Wer ein abgeschlossenes Studium der Zahnmedizin vorweisen kann, verfügt bereits über die Grundvoraussetzung für die Eröffnung einer eigenen Praxis. Doch für einen erfolgreichen Weg in die Selbstständigkeit gilt es auch, sich den unternehmerischen Herausforderungen zu stellen. Welche strategischen Überlegungen sind hierbei wichtig?

Konzept erarbeiten: Standort, Finanzierung, fachliche Ausrichtung

Der Schritt in die Selbstständigkeit birgt für Mediziner immer ein größeres Risiko als ein Angestelltenverhältnis in einer Klinik oder einer gut besuchten Praxis. Doch wer sein eigener Chef ist, kann frei bestimmen: über die Praxiszeiten, die Anzahl der Patienten, das Marketing-Konzept, die Zusatzleistungen und die Behandlungsschwerpunkte.

Um das Risiko möglichst gering zu halten, sollte man daher vorab ein in sich stimmiges Konzept ausarbeiten. Dazu gehört zunächst die Suche nach einem geeigneten Standort. Praktische Hilfe dabei leistet zum Beispiel das Online-Portal Plurastart mit zahlreichen nützlichen Informationen und einer Praxisbörse, in der man freie Objekte finden kann. Die Wahl des richtigen Standorts sollte sich vor allem nach der örtlichen Konkurrenzsituation richten. Auch die Übernahme einer bereits vorhandenen Praxis und damit auch des Patientenstamms ist eine attraktive Möglichkeit für angehende Praxiseigner.

Neben dem passenden Standort spielt die Finanzierung eine wichtige Rolle für einen erfolgreichen Praxisbetrieb. Die Kosten für die Miete, das eigene Gehalt und die Gehälter der Angestellten und für die technische Ausstattung sollten realistisch geplant werden. Für eine Kreditvergabe verlangen Banken außerdem einen sorgfältig durchdachten Businessplan. Dazu zählt auch die Festlegung auf das angebotene Leistungsspektrum. Die Behandlungsschwerpunkte – wie zum Beispiel die Kieferchirurgie -sollten sich nach der Fachausbildung der behandelnden Angestellten richten.

Patienten gewinnen und Ängste ernst nehmen

Wer eine neue Praxis eröffnet, benötigt für langfristigen Erfolg einen festen Patientenstamm. In jedem Fall sollte die Praxis über eine suchmaschinenoptimierte Website (= SEO) verfügen. So sind Informationen zum Team, zu den Leistungen und den Sprechzeiten für Patienten zu jeder Zeit abrufbar und leicht zu finden. Für die Erstellung einer Website engagiert man am besten einen Experten, um den Internetauftritt möglichst ansprechend zu gestalten. Eine persönliche Ansprache, eventuell auch von den Mitarbeitern, erzielt gerade bei Angstpatienten eine große Wirkung. Es fördert das Vertrauen der Patienten nämlich ungemein, wenn die Praxismitarbeiter die Angst vor einer zahnärztlichen Behandlung wahrnehmen und bestimmte Behandlungsmethoden gegen die Angst einsetzen.

Mit Hilfe des Internets können die Patienten auch online Termine vereinbaren, was sicher für viele Menschen einen Mehrwert darstellt. Doch auch die Gelben Seiten sind nach wie vor ein wichtiges Medium für die Information. Nicht immer hilfreich sind die Online-Portale für Ärzte, in denen Patienten ihre Bewertung abgeben können. Denn viele verlassen sich auf diese Aussagen, wenn sie sich für eine neue Praxis entscheiden. Ein regelmäßiger Blick auf die Patientenkritiken ist daher empfehlenswert, um einzuordnen, welche Art von Aussagen hier getroffen werden.

Bild: ©istock.com/yoh4nn

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