Google Trends (Bild: Pixabay)

Was ist gerade angesagt? Finde es mit Google Trends heraus!

Google Trends hilft dir bei der Suche nach StartUp-Trends und bei der Analyse von angesagten Themen. So funktioniert das Tool, und das sind seine Nachteile.

Welche Themen liegen im Trend? Google sagt es dir

Wer Marketing und PR betreibt, muss ständig am Puls der Zeit bleiben. Das, was gestern total angesagt war, ist morgen vielleicht schon längst wieder überholt. Wie bleibst du “up to date”, um Hypes für die Entwicklung und Vermarktung deiner Produkte nutzen zu können?

Es gibt viele Wege. Zum Beispiel, indem du auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Netzwerken aktiv bist, um mitzubekommen, über was gerade geredet und diskutiert wird. Ein weitere recht gute Möglichkeit ist das kostenlose Online-Tool Google Trends.

Was ist Google Trends? Wie funktioniert es?

Google Trends ist alles andere als neu, es wurde bereits 2004 gestartet und 2012 mit Google Insights for Search verschmolzen. Wie es der Name besagt, soll Google Trends die aktuellen Trends und ihre Popularität im zeitlichen Verlauf anzeigen. Die erhobenen Daten basieren auf den Suchanfragen, welche die Nutzer regional oder international bei Google eingeben.

Das Tool besteht zwei essentiellen Bestandteilen. Der erste wichtige Bestandteil ist die Startseite, die du über https://trends.google.de/trends/ erreichst. Hier siehst du auf einen Blick, welche Personen, Meldungen und andere Dinge in den letzten Stunden, Tagen oder Wochen am häufigsten bei Google gesucht wurden.

Startseite von Google Trends (Screenshot: Google)

Darüber hinaus pickt Google einzelne Top-Themen heraus (zum Beispiel Sport-Events, Wahlen oder angesagten TV-Shows wie Germany’s Next Top Model) und reichert diese mit weiteren Inhalten an.

Google verrät mit seiner Trend-Analyse unter anderem, wie hoch das Interesse im zeitlichen Verlauf war, welche Suchanfragen es dazu gab und in welchen (Bundes-)Ländern diese am meisten gefragt waren. Zudem bietet Google Trends Hintergrundberichte in Form von Links zu großen Nachrichten- und Entertainment-Portalen.

Fast alle angebotenen Informationen von Google Trends sind anklickbar. So kannst du dich in tiefere Ebenen “drillen”, um genauer zu verstehen, warum manche Suchanfragen zum Trend wurden, oder warum die Menschen sich gerade dafür interessieren.

Vorteile: Google Trends ist ein gutes Tool für die eigene Themen-Recherche

Möchtest du selbst auf die Suche nach (möglichen) Trends gehen, um damit dann deine PR-, Content-Marketing-, SEO– oder Produktstrategie zu verbessern? Kein Problem, das ist mit dem zweiten wichtigen Bestandteil von Google Trends möglich: der freien Suche.

Gib hierzu im Suchfeld ganz oben (mit “Themen erkunden” beschriftet) ein Schlagwort ein, das dich interessiert, beispielsweise “Fintech” oder “Fidget Spinner”. Sofort erhältst du die passenden Auswertungen der Trendanalysen: Du siehst das Interesse der Google-Nutzer im Verlauf der letzten Monate, in welchen Ländern danach am meisten gesucht wurde sowie eine Auswahl an verwandten und ähnlichen Suchanfragen.

Um mal ein Beispiel aufzugreifen: Der Fidget-Spinner-Hype hatte laut dem Trend-Tool seinen Höhepunkt zwischen dem 14. und 20. Mai 2017, danach fiel das Interesse wieder steil ab – das besagt die schnelle Analyse mit Google Trends. Unter allen weltweiten Anfragen landete Deutschland auf Platz 17, die Fidget-Spinner-Manie war laut den gebotenen Zahlen am höchsten in Neuseeland (Platz 3), Schweden (Platz 2) und Dänemark (Platz 1).

Trends miteinander vergleichen – so geht’s

Die Themenrecherche von Google Trends bietet ein Feature, das man bald nicht mehr missen möchte: den Vergleich von verschiedenen Schlagworten. Gib’ hierzu, nachdem du bereits nach einem Thema gesucht hast, im oberen Bereich weitere Keywords ein – am besten zu artverwandten Themen. Darauf hin zeigt dir Google Trends die Suchbegriffe im direkten Vergleich an, auch wieder ganz anschaulich als Diagramm dargestellt.

Was bringt das?

Ein weiteres Beispiel: Dein StartUp bietet spezielle Reisen in beliebte Urlaubsziele an. Eine Frage, die du dir bei der Vermarktung sicherlich stellst, ist: Wann ist der beste Zeitpunkt, um deine Marketing-Aktivitäten für Trips nach Mallorca, in die Türkei oder nach Ibiza hoch zu fahren? Google Trends kann dir helfen, eine Antwort zu finden, indem du verschiedene Keywords miteinander vergleichst.

So sieht zumindest die Theorie aus. In der Praxis solltest du bei der Nutzung des kostenlosen Google-Tools allerdings etwas Vorsicht walten lassen.

Die Nachteile und Schattenseiten von Google Trends

Wenn du denkst, dass Google dir mit Google Trends das ultimative Werkzeug für eine saubere Nachfrage-Recherche gibt, müssen wir dich leider enttäuschen. Denn: Die Auswertungen sind zwar grundsätzlich sehr interessant und inspirierend, doch leider kannst du sie nicht immer für bare Münze nehmen.

Was du bei Google Trends siehst, ist leider nicht so, wie es erscheint. Oder um es mit anderen Worten zu sagen: “Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!”

Warum? “Der Mechanismus ‘Ich gebe zwei Begriffe in Google Trends ein und sehe, welcher populärer ist’ funktioniert so einfach nicht”, sagt Tom Alby in seinem Blog. Wie er zu dieser Aussage kommt, erklärt er in folgendem Beitrag:

> 5 Gründe, warum du Google Trends falsch verstehst

Fazit

Nein, du solltest nicht alles glauben, was dir Google Trends an Zahlen und Informationen vorsetzt. Die Erhebungen sind teilweise ziemlich intransparent und es werden stellenweise Äpfel mit Birnen verglichen.

Um jedoch ein Gespür für (vermeintliche) Trends und Themen zu erhalten, ist das kostenlose Werkzeug sehr gut geeignet. Es zeigt dir, wonach die Menschen suchen und wofür sie sich tendenziell interessieren. Diese groben Erkenntnisse kannst du für deine Marketing-Strategie und für kurzfristige Aktionen nutzen.

Bilder: Pixabay, Google

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