Was kostet Werbung (Bild: Pixabay)

Von Flyer bis TV-Spots: Was kostet Werbung?

Gibt es Marketing zum Schnäppchenpreis? Kannst du für kleines Geld Werbung machen und damit erfolgreich sein? Wir erklären dir, was Werbung wirklich kostet.

Wie viel muss ein StartUp für Werbung ausgeben?

“Wir schalten einfach ein paar Facebook-Ads, schon läuft die Sache!” Dies ist eine Aussage, die wir schon von mehreren StartUps gehört haben. Das Ergebnis: Der Erfolg blieb aus.

Warum? Weil Marketing nicht so einfach ist, wie du es vielleicht denken magst! Marketing besteht aus viel mehr Aufgaben als nur das Schalten von Anzeigen. Zudem gestaltet sich das Schalten von Anzeigen – also Werbung zu machen – alles andere als easy. Auch wenn das von Unternehmen wie Facebook und Google suggeriert wird.

Richtig Werbung zu machen kostet Zeit und Geld. Gerade zweiteres solltest du nicht unterschätzen. Damit du eine grobe Übersicht bekommst, haben wir hier mal ein paar Preisschilder an mehrere bekannte Werbeformen gehängt.

Flyer

Flyer sind eine altbekannte, immer noch wirksame und zudem auch günstige Art, um Werbung zu machen. 100 Stück bekommst du bei Online-Druckereien für rund 30 Euro, 1.000 Stück kosten nur ein paar Euro mehr. Das Teuerste an Flyer-Werbung ist nicht das Drucken, sondern das attraktive Flyer-Design durch einen Grafiker sowie das Verteilen (das kostet Zeit).

Buswerbung

Werbung auf Busse – das ist bestimmt ziemlich teuer, oder? Nein, nicht unbedingt. Die kannst schon für ein paar hundert Euro die Heckfläche oder einen ganzen Bus mit deiner Botschaft bekleben lassen. Zudem gibt es oft auch die Möglichkeit, Plakate und Flyer in den Bussen zu platzieren.

Leuchtschriften

Besitzt du ein Ladengeschäft oder ein Büro? Dann solltest du diese Präsenz für eine auffällige Form der Werbung nutzen: für Leuchtschriften. Diese fertigen Spezialisten in verschiedenen Formen, Farben, Größen und Beleuchtungsarten an. Auch hier bist du in der Regel mit ein paar hundert Euro dabei. Den genauen Preis kannst du bspw. mit dem Kalkulator von leuchtbuchstabenled.de berechnen lassen.

Facebook Ads

“Du kannst X Personen erreichen, wenn du deinen Beitrag mit Y bewirbst”: Diese Aufforderung siehst du bei Facebook ständig. Sie klingt verlockend. Doch wie schon eingangs erwähnt, bringt diese Art der Billig-Werbung wenig.

Um mit Facebook erfolgreich Werbung zu machen, benötigst du ein ordentliches Budget von mehreren hunderten oder gar tausenden Euro im Monat. Zudem musst du genau wissen, was im Facebook Anzeigenmanager einzustellen ist. Ansonsten werden deine Ads an unpassende Zielgruppen ausgespielt, was Geldverschwendung ist.

Google Ads

SEA (Search Engine Advertising), also das Schalten von Anzeigen in Suchmaschinen wie Google, ist heutzutage ein wichtiger Weg, um Marketing zu betreiben. Das Gute daran ist: Für das Schalten der Anzeigen bezahlst du kein Geld. Nur wenn Suchende auf deine Ads klicken, kostet das.

Dieses sogenannte CPC-Modell (Cost per Click) ist fair, kann aber auch sehr teuer sein. Es gibt zwar viele Keywords, für die du nur wenige Cent pro Klick bezahlst, doch für heiß begehrte Suchbegriffe sind 10, 20 oder mehr Euro zu berappen.

Wenn du SEA betreibst, benötigst du wie bei den Facebook Ads ein Budget von mindestens mehreren hundert Euro pro Monat. Zudem solltest du einen Profi zu Rate ziehen. Das Schalten von Google Ads fällt kompliziert aus und kann dich bei den falschen Einstellungen unnötig viel Geld kosten.

SEO

Eine ebenfalls sehr wichtige Marketing-Disziplin ist SEO, die Search Engine Optimization. Hierbei wird deine Webseite oder dein Onlineshop so verbessert, dass einzelne Seiten besser bei Google und anderen Suchmaschinen gefunden werden.

Für die Suchmaschinen-Optimierung benötigst du einiges an Fachwissen, das du dir zum Beispiel über unsere SEO-Ratgeber aneignen kannst. Oder du holst dir einen Profi. Der kostet für StartUps einige hundert Euro pro Monat. Da SEO eine langfristige Marketing-Maßnahme ist, solltest du den SEO-Experten dauerhaft engagieren.

Sponsored Posts

Werbebanner nerven, deswegen ist Content Marketing gerade “in”. Eine Form des Content Marketings sind sogenannte Advertorials oder Sponsored Posts. Das bedeutet, du platzierst Ratgeber-Texte o.ä. auf Webseiten oder Blogs. Das kostet dich pro Platzierung je nach Reichweite und Bekanntheit einen zwei- bis dreistelligen Betrag.

Ein Beispiel: Bei uns kannst du schon ab 129 Euro einen Sponsored Post platzieren. Damit erreichst du mehrere tausende Leser. Und das über viele Monate hinweg, da die bezahlten Beiträge online bleiben und über Suchmaschinen gefunden werden.

Outdoor-Werbung

Wie schon beschrieben, solltest du darauf achten, die Marke deines StartUps bekannt zu machen – online wie offline. Neben Leuchtschriften ist die Outdoor-Werbung im allgemeinen ein guter Weg, gerade wenn dein junges Unternehmen in direktem Kundenkontakt steht, zum Beispiel über ein Ladengeschäft.

Was Outdoor-Werbung ist? “Hierunter verstehen wir Werbemittel, die im Außenbereich oder auch innerhalb Ihres Firmengebäudes angebracht werden, aber einer besonderen Haltbarkeit hinsichtlich der Lichtempfindlichkeit oder mechanischer Beanspruchung aufweisen müssen”, erklärt intersign.de. Outdoor-Werbung kostet dich mindestens einen hohen dreistelligen Betrag, in der Regel aber liegen die Preise in einem vierstelligen Bereich.

Fernsehwerbung

Werbung im TV zu schalten, das ist die Premiumklasse des Marketings. Das Senden eines Spots kostet – je nach Sender – zwischen wenigen Tausenden und mehreren Zehntausenden Euro. Zu einer attraktiven Sendezeit, zum Beispiel während einer Fußball-WM, kann ein einzelner Spot auch gerne mal 200.000 Euro und mehr kosten.

Wenn du Fernsehwerbung machen möchtest, benötigst du ein Millionen-Budget. Denn nicht nur das Senden ist teuer, sondern auch die professionelle Erstellung des Spots. Nichts für StartUps in der Anfangsphase!

Fazit

Werbung zu machen ist weder einfach, noch billig. Das solltest du im Businessplan deines StartUps unbedingt bedenken. Um erfolgreich zu werden, benötigst du ein ordentliches Marketing-Budget sowie (ebenfalls nicht ganz günstige) Experten, die dir unter die Arme greifen.

Bild: Pixabay

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