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Mitarbeiter-Benefits: Das wünschen sich Arbeitnehmer wirklich

Geld ist nicht alles! Mit speziellen Benefits können StartUps junge Fachkräfte überzeugen. Interessant: Es gibt es regionale Unterschiede.

Ein Gastbeitrag von Maria Rabe

Der Wettkampf um die Fachkräfte

Vor 20 Jahren kam der Begriff des „War for Talents“ das erste Mal in der Fachpresse auf. Er beschreibt den Kampf von Unternehmen um geeignetes Fachpersonal. In Deutschland merken wir, wie Stellen immer länger unbesetzt sind. Wir sehen den steigenden Bedarf insbesondere in MINT-Berufen und spüren das fehlende Personal in der Gesundheitsbranche.

Gerade StartUps haben es schwer im War for Talents gegen die Großen wie Siemens oder Bosch anzukommen, wenn es darum geht, kluge Köpfe für sich zu gewinnen – und zu halten. Die Frage ist also: Wie kann sich David gegen Goliath durchsetzen?

Motivation und Vergütung getrennt sehen

Im „Krieg“ um Talente müssen Gründer Schlachten suchen, die sie gewinnen können. Wie wahrscheinlich ist es, dass ein jüngst gegründetes Unternehmen mit den Vergütungsleistungen eines Großkonzerns mithalten kann? Neben einem üppigen Festgehalt sprechen wir hier auch von Boni, Altersvorsorge-Beiträgen oder ähnlichen monetären Anreizen, denen als Business-Neuling kompetitiv kaum zu begegnen ist.

Je kleiner ein Unternehmen ist, desto mehr muss es finanzielle Leistungen kompensieren. Zum Beispiel mit Motivationsfaktoren wie Anerkennung, Verantwortung oder der Möglichkeit von persönlichem Wachstum. Oder Leistungen wie Flexibilität, Home Office, Company Lunchs und mehr.

Begeisterung durch “New Work” Mitarbeiter-Benefits

“New Work”, die neue Arbeitswelt, hat viele Gesichter. Grundlegend beschreibt es eine Transformation hin zu neuen Strukturen, Vernetzungen und Einstellungen. Einstellungen auch deshalb, da umworbene Talente zunehmend Ansprüche an ihren Arbeitsplatz stellen können.

Neben einer guten finanziellen Basis und einer ordentlichen Portion Motivation streben „Young Talents“ nach einer Work-Life-Balance und anderen Out-of-the-Box-Benefits, die abwechslungsreich, bequem und spannend sind. Eine aktuelle Web-Studie, die auf der Auswertung von Google-Suchanfragen basiert, zeigt dabei die Anforderungen der Bewerber:

Die gesamte Studie gibt es bei SEMrush

Den Ergebnissen der Studie zufolge wird zum Beispiel am häufigsten in Berlin nach dem Begriff „Bürohund“ bei Google gesucht. Baden-Württemberg dagegen hat mit Abstand das höchste Suchvolumen bei „Heimarbeit“. Solche Studien-Ergebnisse können StartUps einen Einblick darin geben, welche Benefits eine hohe (regionale) Nachfrage haben.

Learnings aus dem „War for Talents“ für den Rekrutierungsprozess

Im Kampf um Talente wird die Rekrutierung zu einer echten Priorität. Dass Arbeitgeber zunehmend zu Bewerbern werden, zeigt bereits das vermehrte Aufkommen des Active Sourcings. StartUps, die demzufolge ihre Rekrutierung priorisieren, sollten auch die Gründer mit in den Prozess einbeziehen.

Bei StartUps, die dedizierte HR-Mitarbeiter haben, müssen die Gründer nicht das erste Bewerber-Screening durchführen. Aber es ist sinnvoll, wenn sie in den verheißungsvollen Bewerbungsgesprächen anwesend sind und darüber sprechen, warum sie das Unternehmen gegründet haben. So können sie die Bewerber mit ihrer Begeisterung und Motivation anstecken.

Fazit

Es erwartet niemand, dass ein StartUp direkt mit Boni-Zahlungen konkurrierende Großkonzerne ausstechen oder mit Googles bekannter, kostenloser Sushi-Bar für Mitarbeiter mithalten kann. Aber kreative Mitarbeiter-Benefits und das vermittelte Gefühl, dass jeder eine wichtige Rolle in der Vision eines Unternehmens spielt, können StartUps einen wichtigen Vorteil im War for Talents verschaffen.


Über die Autorin:

Maria Rabe (Bild: Peak Ace)Maria Rabe arbeitet als Content Marketing Manager bei der Peak Ace AG. Dort erlebt sie selbst, wie gut sich kostenloses Mittagessen und ein Pool Office auf Zypern anfühlen können. Die Ergebnisse ihres Beitrags beruhen auf einer vom Marketing-Toolkit Anbieter SEMrush durchgeführten Suchanfragen-Analyse von über 800.000 Datensätzen

Bilder: Pixabay, Peak Ace

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