Print Werbung (Bild: designenlassen.de)

Darum ist Print-Werbung lebendiger denn je

Broschüren, Flyer, Jutetaschen oder Plakate: Mit Print-Produkten können StartUps nachhaltig Werbung machen.

Ein Gastbeitrag von Kathrin Kellner

Ist Print wirklich tot?

Zwei sich widersprechende Slogans geistern immer wieder durch die Medien: Einerseits die vernichtende Ansicht „Print ist tot“ und andererseits das verlockende Versprechen „Print wirkt“. Nicht nur für Mitarbeiter von StartUps sind diese konträren Aussagen verwirrend.

Was stimmt denn nun und für welche Variante soll man sich entscheiden? Soll man sich tatsächlich nur auf das Onlinemarketing konzentrieren oder doch auf eine Print-Ausstattung setzen? Gibt es eine Möglichkeit, beides sinnvoll miteinander zu verbinden? Diese Fragen und mehr werden in diesem Beitrag geklärt!

Print vs. Online

Als Existenzgründer muss man schlicht und ergreifend auf sich aufmerksam machen. Onlinemarketing verspricht hier schnelle und günstige Lösungen. Der Vorteil für StartUps ist hierbei sicherlich nicht von der Hand zu weisen, da man durchaus mit cleveren Maßnahmen wie Ambient-Marketing Reichweite, Aufmerksamkeit und Responsequoten erreichen kann.

> Wie funktioniert Ambient-Marketing?

Doch auch beim Onlinemarketing ist es notwendig, sich im Vorfeld Gedanken über seine Ziele zu machen und vorab bereits auf ein gutes Corporate-Design samt Logo für seine Firma zurückgreifen zu können – alles andere wirkt leider schlicht unprofessionell.

> Was bedeutet eigentlich … Corporate Design?

Mit einer durchdachten Online-Kampagne, zum Beispiel in den sozialen Medien, erreicht man sicherlich viele potentielle Kunden. Doch die digitale Welt ist schnelllebig und mit einer einmaligen Aktion ist es nicht getan, da der Effekt schnell verpufft und die User-Karawane zum nächsten interessanten Werbe-Hype weiterzieht.

Inzwischen spricht man sogar von einer “Bannerblindheit” bei Online-Nutzern, denn bewusst nimmt kaum noch jemand die ständig blinkenden Anzeigen wahr. Oder sie werden wegen installierter Werbeblocker erst gar nicht gesehen.

Ja, Print wirkt!

Wer eine langfristige Werbung für sein StartUp möchte, die tatsächlich im Gedächtnis haften bleibt, sollte tatsächlich auf Print setzen. Nicht nur, weil man mit einem gedruckten Produkt in wahrsten Sinn etwas Handfestes hat, sondern weil Print die Menschen viel mehr auf emotionaler Ebene erreicht.

Nicht ohne Grund erlebt die Druckbranche – trotz der Allgegenwärtigkeit von Smartphones, Tablets & Co. – derzeit ein Comeback. Zum einen gibt es viele günstige Online-Druckereien, zum anderen setzen viele Firmen auf das Besondere – und auf personalisierte sowie veredelte Druckprodukte. Hierbei kann man sich besonders kreativ austoben und sich vom digitalen sowie unpersönlichen Marketing abheben.

Wenn ein StartUp seine Werbung mit Stanzungen, Laminierungen, Hochglanzlackierungen oder Kaschierungen aufwertet, ist ihm Aufmerksamkeit garantiert. Natürlich sind diese Druck-Medien teurer als eine digitale Kampagne, doch langfristig zahlt es sich aus, sich von den Mitbewerbern durch einen individuellen Stil abzugrenzen.

Am Anfang steht das Logo. Ein gutes Logo sagt dem Betrachter bereits alles, was er über das Unternehmen wissen muss. In welcher Branche ist das StartUp angesiedelt? Welche Philosophie soll vermittelt werden? Welche Zielgruppe will man ansprechen?

Sind all diese Fragen durch das Logo beantwortet, ist unbedingt darauf zu achten, dass es auch auf allen Medien – online sowie offline – reproduzierbar ist. Ein Logo muss schließlich überall funktionieren: Von Shirts über Social-Media-Kanäle bis hin zum Fax und zur Fensterbeklebung sollte es immer optimal und nicht verzerrt aussehen.

> Logo-Design: Tipps für Gründer

Was braucht man noch?

Im Bereich Print gibt es unendliche Möglichkeiten, Geld auszugeben. Aber braucht man als Gründer am Anfang wirklich eine gigantische Fahne vor dem Büro oder viele Aufkleber? Vielleicht, wenn das StartUp damit eine pfiffige Kampagne verbindet.

Wichtiger ist es jedoch, Grundlegendes in Angriff zu nehmen. Etwas, das im Firmen-Alltag zwar unwichtig erscheint, aber eine enorme Außenwirkung hat: Einheitlich gestaltete Visitenkarten sowie dazu passendes Briefpapier, Firmenstempel und Klingelschild.

Darüber hinaus gibt es für StartUps weitere sinnvolle Investitionen in Sachen Print-Produkte. Nämlich:

Prospekte

Ein Prospekt bzw. eine Broschüre kann sowohl optisch als auch inhaltlich interessant gestaltet werden. Hier haben nicht nur Fakten Platz, sondern auch Image-fördernde sowie atmosphärische Bilder, die im Zusammenspiel mit den harten Daten bei potentiellen Kunden nachwirken.

Ein gut gemachter Prospekt kann zudem auch als PDF-Download auf der Homepage von Nutzen sein, so dass man hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt.

Flyer und Plakate

Nach wie vor ziehen Plakate den Blick unweigerlich auf sich, wenn sie pfiffig designt sind und eine außergewöhnliche Aussage haben. Auch die „kleine Schwester“ des Plakats, Flyer, wirken ähnlich und haben zudem den Vorteil, dass sie in hoher Stückzahl unter die Leute gebracht werden können.

> So gestaltet man interessante Flyer

Firmenkleidung

Macht eine Firmenkleidung Sinn? Das kommt natürlich auf die jeweilige Branche an: StartUps in der Gastronomie oder im Einzelhandel sollten auf einheitliche und freundliche Klamotten setzen, so dass die Mitarbeiter immer mit dem Produkt assoziiert werden.

> Arbeitskleidung in StartUps

Werbemittel

Der Fantasie ist bei Werbemitteln keine Grenze gesetzt. Um Kunden zu binden, kann man sie reichlich beschenken. Ob Bonbons, Feuerzeuge, Kalender, Jutebeutel, Kugelschreiber, Tassen, Taschen oder USB-Sticks: Mittlerweile kann man (fast) alles mit seinem Logo bedrucken lassen. Das steigert im besten Fall den eigenen Bekanntheitsgrad.

> So wirken Werbemittel auf deine Kunden

Fazit

Print-Werbung ist vielleicht anspruchsvoller und teurer als Online-Werbung, rentiert sich allerdings langfristig. Das Haptische spielt in unserem digitalen Zeitalter immer noch eine große Rolle und sollte nicht unterschätzt werden!


Über die Autorin:

Kathrin Kellner arbeitet bei designenlassen.de. Ihre Leidenschaft ist Kommunikation auf allen Kanälen. Sie schreibt unter anderem im firmeneigenen Blog zu unterschiedlichen Themen rund um Design für Gründer und Kleinunternehmen.

 

Bilder: designenlassen.de

Kommentar verfassen