Google auf dem Tablet (Bild: Pixabay)

Mehr SEA-Erfolg mit attraktiven Adwords-Anzeigen

Wenn du Suchmaschinen-Anzeigen schaltest, solltest du nicht nur die entsprechenden Tools verstehen. Ebenso wichtig ist es, gute Werbetexte zu schreiben. So gelingt dir das.

Das sind die Besonderheiten von Suchmaschinen-Anzeigen

Wenn man von Suchmaschinen-Marketing redet, ist damit in aller Regel Google gemeint. Kein Wunder: Die Suchmaschine hat in Deutschland einen Marktanteil von über 90 Prozent. Somit ist SEM bzw. SEA gleichbedeutend mit Google-Werbung. Und damit ist Google Adwords bzw. Google Adwords Express das Tool zur Erstellung von Textanzeigen in der Web-Suche.

Bevor du planlos loslegst und Werbetexte schreibst, solltest du dir zuerst über ein paar Besonderheiten bewusst sein:

  • Die Anzeigen bestehen nur aus Text, es gibt keine Bilder oder Videos. Damit sehen Sie wie normale Suchtreffer aus, lediglich ein „Anzeige“-Icon macht auf den Unterschied aufmerksam.
  • Nur bei passenden Suchanfragen werden deine Werbebuchungen angezeigt. Hierfür musst du vorher unter anderem die Keywords, also passende Schlagworte, definieren (Hotel buchen, Schuhe kaufen, Party Infos …)
  • Die Google Ads bieten extrem wenig Platz, somit musst du dich bei deinem Werbetext kurzfassen.
  • Anzeigen, die sich gut klicken, werden öfters eingeblendet. Somit ist es wichtig, dass deine Ads von Anfang an „rocken“.

So kannst du den knappen Platz in Google-Adwords-Anzeigen besser nutzen

  • Schreibe Zahlen nicht aus, sondern verwende Ziffern. Also: „4 Wochen Wellnessurlaub“ anstatt „Vier Wochen Wellnessurlaub“.
  • Kürze ab: „MwSt.“ statt „Mehrwertsteuer“, „versch.“ statt „verschiedene“, „spez.“ statt „speziell“, „inkl.“ statt „inklusive“ oder „5-7“ anstatt „fünf bis sieben“.
  • Setze ein langes Wort ans Ende der ersten Werbetext-Zeile und trenne es so, dass du es in der 2. Zeile weiterschreiben kannst.

Das musst du bei den Anzeigentexten noch beachten

  • Der Text und die verlinkte Seite müssen jugendfrei sein.
  • Der Anzeigentext soll einen Sinn ergeben.
  • Nutze nicht zu viele Ausrufezeichen.
  • Es dürfen nicht mehrere Großbuchstaben hintereinander folgen. Bezeichnungen wie „PKW“ sind nicht möglich. Stattdessen heißt es dann „Pkw“.
  • Die Aussage der Werbung darf nicht unvollständig oder abgeschnitten wirken.
  • Deutsche Rechtschreibung ist wichtig.

5 Tipps für gute Adwords-Anzeigentexte

Hinter fast jeder Google-Suchanfrage steckt eine Frage oder ein Bedürfnis. Der User benötigt hierauf eine Antwort oder eine Lösung – und das möglichst schnell und treffend. Deswegen solltest du dir immer überlegen, was der potentielle Kunde will und was du ihm dafür anbieten kannst. Formuliere hierfür zielgenaue Texte, um den potentiellen Kunden sofort anzusprechen.

So schaffst du das:

Tipp 1: Stelle eine Frage in der Anzeige

  • Fühlst du dich zu dick?
  • Haben Sie Halsschmerzen?
  • Seitensprung gesucht?
  • Zeit für einen Tapetenwechsel?

Wichtig: Greife die Frage auf und biete bereits in der Anzeige eine mögliche Lösung an. Das könnte so aussehen:

  • Fühlst du dich zu dick? Wir bieten Abnehmkurse an.
  • Haben Sie Halsschmerzen? Günstige Medikamente jetzt bestellen.
  • Seitensprung gesucht? Bei uns gibt es anonyme Flirt-Möglichkeiten.
  • Zeit für einen Tapetenwechsel? Buche hier ein Wellness-Wochende für 99€.

Tipp 2: Spreche die Sprache deiner Zielgruppe

Wie reden deine Kunden? Sind es Profis in einem Fachgebiet oder eher Otto-Normal-Verbraucher? Und: Wie suchen sie im Internet? Sucht deine Zielgruppe nach Beamern oder Projektoren? Heißt es Handy, Smartphone oder Mobiltelefon? Schraubenzieher oder Schraubendreher?

Welche Wortwahl ist besser bzw. bringt dir größere Erfolge? Werde dir darüber bewusst. Am besten startetst du eine entsprechende Recherche.

Tipp 3: Werbe mit verlockenden Angeboten

Bietet deine Webseite gerade besondere Rabatte? Gibt es gute Paket-Angebote? Sind die Angebote vielleicht nur kurzfristig erhältlich? Ja? Dann sage das auch in deiner Anzeige! Setzen hierbei attraktive Wörter wie „kostenlos“, „günstig“ oder „kostenlos“ ein.

Tipp 4: Call to Action!

Auch wenn der Platz knapp ist: Vergiss nicht, bei deiner SEA-Kampagne die potentiellen Kunden direkt anzusprechen und zu einer Handlung aufzufordern. Ein entsprechender Call to Action könnte „Jetzt testen“, „Sofort buchen“ oder „Kostenlos bestellen“ sein.

Tipp 5: Konzentriere dich auf eine Nische

Manche Suchbegriffe und Zielgruppen sind hart umkämpft. Wer Schuhe online verkauft oder für ein Gratis-Konto werben will, wird aufgrund der hohen CPC-Preise schnell arm. Deswegen kann es sinnvoll sein, sich auf eine kleine, aber feine Randgruppe zu konzentrieren. Eben eine Nische, die deine Mitbewerber nicht im Blick haben. Picke dir hierfür einen USP heraus.

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Wenn du beispielsweise einen Pizza-Lieferdienst betreibst, weißt du, dass alle Konkurrenten mit günstigen Preisen werben. Was könnte dein Alleinstellungsmerkmal sein? Vielleicht bietest du glutenfreie Pizza oder Pizzen für Vegetarier an? Schreibe das in deinen Anzeigentext bzw. starte eine spezielle Adwords-Kampagne nur dafür!

Weitere Text-Tipps für Google Adwords Anzeigen

Wusstest du schon, dass man in Adwords-Anzeigen einen Zeitstempel einbauen kann? Der sogenannte Countdown-Timer erlaubt es, dass in deiner Werbung automatisch der aktuelle Monat in der Headline angezeigt wird.

Wie du diesen Countdown verwendest, erklärt Unbounce.com:

> Wie du Adwords-Anzeigens schreibst, die richtig abheben

Möchtest du mehr über Google-Ads wissen?

Bei uns gibt es weitere Ratgeber und Info-Texte zum Thema:

> Mehr zum Thema Google Adwords bei StartUpWissen.biz


prpraxisHinweis:

Bei diesem Beitrag handelt es sich um die gekürzte und leicht veränderte Fassung eines Artikels, der zuerst im Fach-Magazin PRPraxis veröffentlicht wurde. PRPraxis erscheint 33 Mal im Jahr über den  Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG.

 

Bilder: Pixabay, PR Praxis

Ein Kommentar

  1. Schöne Tipps habt ihr zusammengestellt. Die helfen einem wirklich weiter wenn man mal wieder nicht Performance hat die man erwartet. Ich finde aber, dass es nicht immer ein Call to Action sein muss. Man kann die Leute auch anders ansprechen und zum Klicken animieren. Ich habe gemerkt, dass die Position der Leute im Kaufprozess eine entscheidende Rolle spielt. Das sollte man bei der Gestaltung der Anzeigentexte beachten.

    Wird z.B. erstmal nach Produkten gesucht und recherchiert, können die USPs im Anzeigentext auch sehr gut funktionieren. Man sollte daher mehrere Anzeigentextformate testen und analysieren welche am besten funktionieren. Dementsprechend können dann auch neue Keywords eingebucht und weniger relevante Keywords ausgeschlossen werden. Das verbessert die Performance und auch den Qualitätsfaktor der Anzeigen. Der Qualitätsfaktor hat ja einen hohen Einfluss auf die Position der Anzeige. Bei diesem Punkt gibt es viel Optimierungspotential. Ich habe diesen Blogartikel (https://www.onlinesolutionsgroup.de/blog/verbesserung-des-adwords-qualitaetsfaktor/) gelesen, der eniige gute Vorschläge zur Verbesserung bereithält. Das sollte man auch mit in die Erstellung der Anzeigentexte einfließen lassen.

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