SEO Trends 2019 (Bild: Pixabay)

SEO-Trends 2019: Diese Herausforderungen erwarten dich

Wir zeigen dir die wichtigsten SEO-Trends des Jahres und sagen dir, wie du diese am besten angehst.

Ein Gastbeitrag von Florian Kolbe

Die wichtigsten Aspekte bei der Suchmaschinenoptimierung

Das Jahr 2019 verspricht im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) einige grundlegende Veränderungen. Durch die stetig wachsende Popularität von Sprachassistenten wie Alexa, Siri oder Google Assistant steht uns durch die “Voice-Search” der größte Wandel seit der Einführung der Panda- (2011) und Penguin-Updates (2012) bevor.

Das sind somit die wichtigsten SEO-Trends des Jahres:

Voice-Search wird zunehmend kommen

Als einziger von allen Punkten ist Voice-Search eine Neuheit unter den heißesten SEO-Trends. Viele Webseiten-Betreiber halten die Sprachsuche via Smartphone oder Sprachassistenten und damit die Voice-Search allerdings für eine zeitlich begrenzte Modeerscheinung, die sich wieder verflüchtigen wird. Sie glauben nicht, dass das System im großen Umfang genutzt wird. Sie weigern sich deshalb, Ressourcen in die Optimierung der eigenen Webpräsenz hinsichtlich Voice-Search zu investieren und ignorieren diesen Punkt unter den SEO Trends 2019.

Dabei werden jedoch zwei Punkte übersehen: Erstens drängt Google mit Macht darauf, die sprachgesteuerte Suche populär zu machen. Mit Google Home hat der Suchmaschinen-Gigant sogar eine Hardware veröffentlicht, die ausschließlich per Sprachsteuerung arbeitet. Diese Entwicklung zeigt, dass auch Google auf Voice Search setzt.

Im Umkehrschluss wird er diese auch zunehmend von von Webmastern fordern, um die Entwicklung voran zutreiben. Entsprechend lohnt es sich für Webseiten-Betreiber, die Voice-Search-Optimierung vorzunehmen. Google wird dies sicherlich positiv bewerten, allein aus Sicht der User Experience. Zweitens sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Schon 2020 sollen mehr als 50 Prozent aller Suchanfragen gesprochen sein. Der Trend geht also eindeutig in die Richtung der Sprachsuche.

Die gute Nachricht lautet, dass Voice-Search-Optimierungen relativ leicht umgesetzt werden kann. Hierzu ist es nötig, die sogenannten Conversational Keywords (= gesprochene Schlüsselwörter) in die Inhalte zu integrieren. Schlicht und einfach solltest du die gesprochenen Fragen auch in den Inhalten verwenden und entsprechend semantisch als “speakable” auszeichnen.

Eine gute Möglichkeit sind beispielsweise Überschriften und W-Fragen. Recherchieren lassen sich diese beispielsweise via “Answerthepublic”, “Google Suggest” oder anderen Tools. Aktuell ziehen die Sprachassistenten ihre Antworten häufige aus Featured Snippets. Diese werden oft bei den genannten W-Fragen oder Conversational Keywords ausgespielt.

Multidimensionaler und hochwertiger Content

Hochwertige Inhalte sind seit Jahren der wichtigste Trend im Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Auch unter den SEO-Trends 2019 finden sie sich wieder. Allerdings sind die Anforderungen höher als früher. Der Quality Content muss multidimensional ausgerichtet sein. Bestimmte und wichtige Inhalte sind deswegen beispielsweise semantisch auszuzeichnen.

Zudem sollte auf deinem Plan stehen, das sogenannte Content-Clustering umzusetzen. Hochwertige Inhalte dürfen nicht mehr gesammelt an einer Stelle stehen, sondern müssen über die gesamte Customer Journey verteilt werden. Das bedeutet, dass der Kunde überall dort, wo er gerade ist, ausschließlich die Inhalte vorfindet, die ihm hier am meisten nützen. So informierst du deine Nutzer zuerst über ein Problem oder lieferst allgemeine Informationen zu einem bestimmten Thema.

Im nächsten Schritt müssen deine Inhalte die Nutzer davon überzeugen, warum sie deine Dienstleistung nutzen oder bei dir shoppen sollten. Nach dem Kaufprozess oder einer Conversion kannst du über weitere Inhalte deine Kunden ansprechen. Deine Inhalte sollten sich immer an der Position deiner Nutzer im Conversion-Funnel orientieren und so den Nutzer bestmöglich abholen.

Im Bereich des Quality Contents kommt auch den Snippets eine größere Bedeutung zu. Generell ist ein Snippet ein Treffer in den Suchergebnissen bei Google. Ein “Rich Snippet” ist mit Zusatzinformationen wie Bewertungen, Öffnungszeiten oder der Adresse versehen. Als “Featured Snippets” bezeichnet Google Ergebnisse in Suchanfragen die bereits in kurzen Ausschnitten beantworten werden. Sie sind meist über allen anderen Suchergebnissen platziert und stechen sofort ins Auge. Sie besitzen sozusagen die Position null.

Damit du die Chance hast in den Suchergebnissen mit diesen Features zu erscheinen, solltest du deine Inhalte entsprechend semantisch auszeichnen. Ein Möglichkeit dazu ist die Auszeichnung nach schema.org. So werden die Inhalte für die Suchmaschinen besser lesbar und interpretierbar gemacht.

Nicht vergessen: Mobile First

Seit einigen Jahren fordern die Suchmaschinen-Betreiber die Webseiten-Betreiber dazu auf, ihre Präsenzen vor allem für Mobilgeräte zu optimieren. Diesbezüglich gibt es allerdings nach wie vor großen Nachholbedarf, weshalb “Mobile First” auch noch zu den SEO-Trends 2019 zählt.

Google indexiert zahllose Seiten seit dem vergangenen Jahr mobil. Dies bedeutet, sie werden vor allem auf ihre Tauglichkeit für Mobilgeräte hin bewertet. Beispielsweise wurde die mobile Ladezeitso zu einem relevanten Ranking-Faktor. In Zukunft soll der mobile Index den aktuellen Desktop-Index komplett ablösen. Um hier keine Nachteile zu erhalten, ist eine stetige mobile Optimierung deiner Webseite unabdingbar.

Hierzu solltest du dir folgende Fragen stellen: Sind deine Inhalte “snackable”? Lassen sich strukturierte Daten einsetzen? Passt die interne Verlinkung auf der mobilen Seite? Wie sieht es mit der Nutzung neuer Technologien aus? Kannst du Googles AMP (Accelerated Mobile Page) sinnvoll nutzen oder zu einer Progressive Web App (PWA) wechseln?

Was den Mobilbereich angeht, so stellt 2019 ein Schlüsseljahr dar: Google ist endgültig nicht mehr bereit, schlecht oder gar nicht mobil optimierte Seiten als gut zu bewerten. Der verstärkten Nutzung von Smartphones trägt der Konzern schlicht und weg Rechnung. Unter allen SEO-Trends 2019 solltest du dir deshalb “Mobile First” als besonders wichtig anstreichen, wenn du diesbezüglich Nachholbedarf hast.

User-Intent als verbesserte User-Experience

Es ist das Ziel jedes Webseiten-Betreibers, dass ein Besucher sich gut auf der Webseite zurechtfindet und schnell zum Ziel kommt. Der User-Intent und die User Experience rücken mehr und mehr in den Fokus. Überraschend häufig misslingt dieses Vorhaben jedoch. Google hat deshalb eine Änderung in der internen Bewertung vorgenommen, die sich in den SEO Trends 2019 niederschlagen: Der User-Intent ist fortan entscheidend.

Es geht also darum, was der Nutzer möchte bzw. beabsichtigt, welches Ziel er verfolgt. Google misst dies mittels der Verhaltensmesswerte wie Absprungrate, Sitzungsdauer oder daran, wie viele Aktionen ein Besucher auf deiner Seite durchführt. Eine geringe Absprungrate deutet beispielsweise auf einen erfüllten User-Intent hin.

Die Verhaltensdaten werden also wichtiger für die eigenen Rankings und den damit verbundenen Traffic. Eine gute Usability und Technik sind die Grundlage für eine gute User Experience. Ansprechend gestalteter und an den richtigen Touchpoint platzierter Content hilft dabei den User-Intent zu erfüllen. Insgesamt spielen viele der oben genannten Punkte hierbei eine Rolle.

Fazit

Insgesamt gilt für die SEO-Trends 2019: Verstehe deine Nutzer ganzheitlich. Was wollen sie und auf welche Art suchen sie? Anschließend kannst du deine Webseite gezielt optimieren und so deine Zielgruppe erreichen.


Über den Autor:

Florian Kolbe ist bei der Online Solutions Group als Online Marketing Manager tätig. Nachdem Studium der Wirtschaftswissenschaften begann er seine Laufbahn als Trainee. Zu seinen Aufgaben gehören die strategische und operative Betreuung von Projekten in den Bereichen SEO und SEA.

Bild: Pixabay

Ein Kommentar

  1. Da ist mit Voice-Search ein Thema dabei mit dem ich mich bisher noch gar nicht befasst habe. Das ist definitiv etwas, was ich 2019 in Angriff nehmen muss. Das Problem liegt vielleicht auch darin, dass ich absolut kein Anwender dieser Technologie bin (noch nicht). Obwohl ich mit dem Smartphone längst Suchanfragen per Voice eingeben könnte…

    Jedenfalls danke für den Denkanstoss!

    Cheers!

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