Rueckenprobleme Arbeitsplatz (Bild: Pixabay)

Büro-Arbeit: So vermeidest du Rückenprobleme

Selbst junge Leute beklagen sich heutzutage schon über Rückenschmerzen. Ein häufiger Grund ist die Arbeit im Büro. Dabei kann man auch hier auf seine Gesundheit achten.

Rückenprobleme sind allgegenwärtig

80 Millionen. So viele Arbeitsunfähigkeitstage gibt es jedes Jahr in Deutschland nur aufgrund von Rückenproblemen. Und Tausende Menschen landen jährlich in der Berufsunfähigkeit, weil sie wegen Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates ihren Job nicht mehr ausüben können.

Durch Rückenprobleme entsteht also ein immenser volkswirtschaftlicher Schaden. Für kleine Unternehmen wie beispielsweise StartUps sind die Folgen meist direkt spürbar: Wenn Mitarbeiter ausfallen, fehlen sie bei wichtigen Tätigkeiten oder Projekten.

Warum leiden wir unter Rückenschmerzen?

Die moderne Lebens- und Arbeitsweise führt dazu, dass wir zunehmend von Rückenproblemen geplagt werden. Der typische Deutsche sitzt im Durchschnitt rund fünf bis acht Stunden pro Tag, nicht selten sind es sogar neun Stunden und mehr. Das fängt morgens im Auto, in Bus oder Bahn beim Pendeln an und endet abends auf der Couch. Und dazwischen verbringen wir unsere Zeit im Büro vor dem Computer.

Infografik Bewegungsmangel (Bild: Ergotopia)

Diese Lebensweise ist alles andere als gesund!

3 Tipps, wie du deinen Rücken beim Arbeiten entlasten kannst

Achte darauf, dich fit zu halten! Wie das geht, zeigen dir folgende Ratschläge:

Tipp 1: Sitzen und Stehen am Arbeitsplatz

Eine App programmieren, ein Konzept in Powerpoint erstellen oder lange Meetings mit den Kollegen: Wir verrichten die meisten Tätigkeiten im Sitzen. Das ist Gift für jeden Rücken!

Deshalb sollte jeder Arbeitsplatz aus bequemen und ergonomisch geformten Stühlen bestehen, auf denen du aufrecht sitzt und arbeitest. Noch besser ist es, wenn du einen Schreibtisch hast, an dem du auch im Stehen arbeiten kannst. Höhenverstellbaren Schreibtische lassen sich meist elektrisch in die Höhe bringen, welche du gerade am angenehmsten empfindest. So ist ein ständiger Wechsel zwischen Stehen und Sitzen kein Problem.

Bürostühle, Tische, Tischaufsätze (z.B. für den Monitor) und mehr sollten optimal auf dich abgestimmt sein. Was ist optimal, was nicht? Ein sehr guter Ansprechpartner für solche Fragen sind in der Regel Büro-Fachgeschäfte und Spezialeinrichter, die anhand deiner Körpergröße und anderen Faktoren dir nützliche Ratschläge geben.

Tipp 2: Zwischendurch mal abschalten

Seine Arbeit nur im Sitzen zu verrichten schadet dem Rücken – und auch deinem Geist. Wenn du über lange Zeit hinweg hochkonzentriert bist oder Stress hast, verkrampfst du dich. Unterbewusst nimmst du dann eine Körperhaltung ein, die deinen Gelenken und Muskeln schadet. Solch eine Fehlhaltung kann auch durch Top-Büromöbel kaum ausgeglichen werden.

Deshalb ist es wichtig, dass du regelmäßig Pausen einlegst. Stehe beispielsweise auf, gehe in die Kaffeeküche und halte mit deinen Kollegen ein kurzes Schwätzchen.

Tipp 3: Bewege dich so viel wie möglich

Die moderne Welt ist bequem, man kann fast alles von seinem Arbeitsplatz aus erledigen. Doch genau das solltest du nicht tun. Nutze jede Gelegenheit, um dich von deinem Bürostuhl oder Stehtisch zu lösen. Versuche so viel Bewegung wie möglich in deinen Arbeitsalltag einzubauen.

Wenn du mit Kunden telefonierst, kannst du das auch im Stehen machen. Hast du eine Frage an einen Kollegen, dann gehe bei ihm vorbei – auch wenn er zwei Gebäude und vier Stockwerke entfernt sitzt. Oder halte Präsentationen nur im Stehen.

Zudem ist es empfehlenswert, wenn du kleine Sport-Übungen in deinen Büro-Alltag einbaust. Bei der Büro-Gymnastik dehnst und streckst du dich, spezielle Fitnessgeräte werden hierzu nicht benötigt.

Infografik Büro Fitness (Bild: Allianz)

Fazit

“Sitzen ist das neue Rauchen” – diesen Spruch hört man immer wieder. Und er stimmt.  Unsere Welt wird zunehmend digitaler und die Arbeit deutlich bewegungsärmer. Das wirkt sich negativ auf den Rücken aus.

Also: Vermeide Rückenprobleme so weit wie möglich. So ersparst du dir viele Schmerzen und unnötige Arbeitsausfälle.

Bilder: Pixabay, Ergotopia, Allianz

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