Steuern (Bild: Stockvault)

Diese 5 Steuer-Fehler sollten Gründer vermeiden

Wenn du ein Unternehmen gründest, machst du zwangsläufig einige Fehler. Bei der Steuer lassen sich aber viele Probleme leicht umgehen.

Stress mit dem Finanzamt ist ärgerlich – und vermeidbar

“Success is not built on success. It’s built on failure. It’s built on frustration. Sometimes its built on catastrophe.” Diesen Satz sagte der US-Unternehmer Sumner Redstone. Das Zitat passt bestens zu StartUps. Deren Gründer betreten oft komplett neues Terrain.

Somit gehören Fehler zum Gründer-Alltag dazu. Hierbei gibt es allerdings Fehler, die sich auch komplett vermeiden lassen – zum Beispiel der Ärger mit dem Finanzamt.

Typische Steuer-Probleme, die du als Existenzgründer vermeiden solltest

Wenn du dich als Solo-Unternehmer selbstständig machst oder ein StartUp gründest, musst du dich um unzählige Dinge kümmern. Dazu gehören auch die Steuer-Angelegenheiten. Da es sich hierbei meist um langweiligen und komplizierten Papierkram handelt, werden die Sachen fürs Finanzamt gerne vernachlässigt – das kann im Nachhinein teuer für dich werden. Denn ob du es willst oder nicht: Früher oder später musst du Steuern zahlen!

> Übersicht: Steuern für Unternehmen

Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gibt es fünf typische Fehler, die Existenzgründer in Sachen Steuern begehen.

Steuer-Fehler Nr. 1: Die Wahl der falschen Rechtsform

Soll das Unternehmen als GbR, UG oder als GmbH gestartet werden? Eine Frage, die oft mit “GmbH” beantwortet wird. Diese Rechtsform hat aber einen Nachteil: Obwohl das junge Unternehmen in den ersten Jahren eventuell noch gar keine Gewinne erzielt, musst du für das Geschäftsführergehalt Lohnsteuer abgeben.

Steuer-Fehler Nr. 2: Die Steuervorauszahlungen sind zu niedrig

Erst rund zwei Jahre nach Gründung eines Unternehmens liegt der erste Einkommensteuerbescheid vor. Hast du in dieser Zeit höhere Umsätze und Gewinne erzielt, als entsprechende Vorauszahlungen geleistet, kommt es zu einer Nachzahlung. So etwas kann einen Existenzgründer in finanzielle Nöte bringen.

Deswegen ist es ratsam, dass du bei sprudelnden Einnahmen die Vorauszahlungen freiwillig nach oben anpasst. Zudem solltest du dir von Anfang an ein kleines finanzielles Polster aufbauen.

Steuer-Fehler Nr. 3: Mangelhafte Belege und schlechte Buchführung

Wenn du Waren für dein Unternehmen kaufst, kannst du die Vorsteuer abziehen. Das geht aber nur, wenn du ordnungsgemäße Belege beim Finanzamt einreichst. Achtest du beispielsweise nicht darauf, ob die Mehrwert- bzw. Umsatzsteuer richtig ausgewiesen ist, wird der entsprechende Vorsteuerabzug aberkannt.

Auch Mängel in der Buchführung  führen dazu, dass du Probleme bei den Umsatzsteuer-Zahlungen bekommst. Um diese zu vermeiden ist es unerlässlich, dass du deine Unterlagen und Belege richtig sortierst. Für Ordnung können unter anderem ordentlich beschriftete oder bedruckte Aktenordner und deutlich erkennbare Registerblätter sorgen.

> 5 Tipps für eine bessere Buchhaltung

Steuer-Fehler Nr. 4: Keine Verträge mit Familienangehörigen

Viele junge Unternehmen können nicht ohne die tatkräftige Unterstützung der Familie überleben. Das geht in Ordnung. Allerdings solltest du mit allen Familienmitgliedern einen Vertrag abschließen. Denn bei der Einkommensteuer hat jedes Familienmitglied eine ganze Reihe persönlicher Freibeträge, die oft ungenutzt verfallen.

Und: Stellen dir Familienangehörige ihre Räumlichkeiten zur Verfügung? Oder leihen sie dir Geld? Auch das solltest du schriftlich festhalten. Es ist steuerlich von Vorteil, Miet- und Darlehensverträge abzuschließen.

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Steuer-Fehler Nr. 5: Verschobene Umsatzsteuer-Zahlung

Die Frist zur Voranmeldung der Umsatzsteuer lässt sich dauerhaft verschieben, was einige Gründer gerne nutzen. Du auch? Allerdings werden so auch deine möglichen Vorsteuer-Erstattungen nach hinten geschoben.

Bild: Stockvault

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