Versicherung (Bild: Pixabay)

Versicherungen für StartUps: Welche braucht man (nicht)?

Für die optimale Absicherung: Welche Versicherungen benötigt man als Selbstständiger und StartUp-Gründer?

Wie sichert man sich als Selbstständiger richtig ab?

Als angehender oder frisch gebackener Unternehmer musst du an unzählige Dinge denken. Eine Sache darfst du dabei nicht vergessen: die richtige Absicherung deiner Person, deiner Familie, deiner Mitarbeiter und deines Unternehmens.

Von A wie Autoversicherung über K wie Krankenzusatzversicherung bis P wie Pflegeversicherung: Es gibt unzählige Arten von Versicherungen, die du als Selbstständiger oder StartUp-Geschäftsführer abschließen kannst. Welche davon sind unerlässlich, welche solltest du in Erwägung ziehen, und welche kannst du getrost vergessen? Darauf die passende Antwort zu geben ist gar nicht so einfach.

Zuerst einmal muss man unterscheiden, ob eine Person oder ein Unternehmen versichert werden soll. Und bei Personen gilt es zu betrachten, ob du selbst oder deine Angestellten damit gemeint sind. Es gibt nämlich Versicherungsarten, bei denen das Unternehmen die Beiträge ganz oder zu Teilen übernimmt.

Diese Versicherungen solltest du als Unternehmer abschließen

Gleichgültig, ob du selbstständig oder fest angestellt bist: ohne Krankenversicherung geht es in Deutschland nicht! Dabei kannst du wählen, ob du dich über eine gesetzliche oder private Krankenkasse versicherst. Welche Vor- und Nachteile die GKV und PKV besitzen, erfährst du in unserem Krankenversicherungs-Ratgeber:

> Gesetzliche Krankenkasse versus private Krankenkasse

Zusätzlich zur Krankenkasse gibt es einen weiteren Pflichtbeitrag, den du entrichten musst: die Pflegeversicherung. Sie schließt du zusammen mit deinem Krankenkassen-Tarif ab.

Da jeder von uns so schwer krank werden kann, dass er vor seiner Rente die Arbeit niederlegen muss, gilt eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) als ein Must-Have – auch wenn der Gesetzgeber dir eine solche Absicherung nicht vorschreibt. Zu deiner eigenen Absicherung solltest du aber frühestmöglich eine BU abschließen.

Nicht vergessen: An die Rente denken!

Als Selbstständiger musst du nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen – aber du darfst es, wenn du gewisse Voraussetzungen erfüllst. Zum Beispiel, wenn du vor deiner Selbstständigkeit fest angestellt und somit über die Deutsche Rentenversicherung versicherungspflichtig warst.

Ob die gesetzliche Rente wirklich so sicher ist, wie es einst Norbert Blüm versprach, gilt als ungewiss. Was aber mittlerweile jedem klar sein dürfte: Die staatliche Rente reicht bei vielen Menschen nicht für einen schönen Lebensabend aus. Deswegen solltest du dich zusätzlich um eine private Rentenversicherung kümmern, die vom Staat unterstützt wird (Stichwort: Riester- bzw. Rürup-Rente).

Weitere Versicherungen für StartUp-Gründer

Als Unternehmer musst du dich zudem mit einer gesetzlichen Unfallversicherung beschäftigen, um die Arbeitsunfälle von Angestellten abzusichern. Hast du einen Geschäftswagen oder einen Fuhrpark, ist eine passende Autoversicherung ein Muss. Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung gehören ebenfalls zu den Versicherungen, über die du dich informieren solltest.

Darüber hinaus haben die Versicherungsunternehmen zahlreiche Angebote in petto, die auf spezielle Branchen und Situationen zugeschnitten sind, beispielsweise Glas-, Maschinen-, Elektronik- und Ertragsausfall-Versicherungen. Manche Versicherungen bieten Policen an, die verschiedene Arten von Absicherungen bündeln, wozu unter anderem die Unternehmenssicherungspolice (USP) gehört. Was es damit auf sich hat, erklärt dieses Video der AachenMünchener:

Welche Versicherungen machen Sinn?

Neben den oben erwähnten Pflichtversicherungen (z.B. Krankenversicherung) und den empfohlenen Versicherungen gibt es eine Vielzahl an zusätzlichen Möglichkeiten, um dich, deine Frau und Kinder sowie deine Selbstständigkeit bzw. dein StartUp abzusichern.

Bei Foerderland.de und Gruenderszene.de erfährst du mehr zum Thema:

> Versicherungen für Selbstständige und Gründer

> Diese Versicherungen brauchen StartUps

Fazit

Da das Thema Versicherungen sehr komplex ausfällt, die Angebote breit gefächert sind und sich die Tarife teilweise deutlich unterscheiden, solltest du dich mit einem unabhängigen Versicherungsberater zusammensetzen. Der Fachmann erörtert, welche Versicherungen und Tarife zur dir passen, welche du wirklich benötigst und welche eher „nice to have“ sind.

Unser Tipp: Hole dir am besten noch eine Zweitmeinung von einem zusätzlichen Versicherungsberater oder einem anderen Experten ein!

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