FinTech (Bild: Pexels)

Was bedeutet eigentlich … FinTech?

Enormes Potential: FinTech-StartUps mischen den Finanz- und Bankensektor mit digitalen Produkten und Dienstleistungen auf.

StartUps bringen die Finanzbranche ins Schwitzen

Echte StartUps können für einen radikalen Umbruch sorgen. Diese sogenannte Disruption wird von einzelnen Unternehmen oder im extremsten Fall von ganzen Branchen befürchtet. Ein Sektor, der gerade zittert, ist die Finanzbranche.

Warum? FinTech-StartUps brechen Jahrzehnte alte Strukturen auf und bringen so kleine wie auch große Banken in Zugzwang.

FinTech: Bedeutung und Definition

Der Begriff FinTech setzt sich im Englischen aus den Begriffen “financial services” und “technology” zusammen, im Deutschen ist es eine Abkürzung für Finanztechnologie. Vereinfacht gesagt ist FinTech laut Wikipedia “eine neue Finanzindustrie, welche Technologie verwendet, um finanzielle Aktivitäten zu verbessern”.

FinTech-Unternehmen sind in verschiedenen Bereichen tätig. Sie haben innovative Konzepte und Produkte für folgende Dinge:

  • Beratung
  • Bezahlen
  • Finanzieren
  • Anlegen
  • Absichern
  • Vorsorgen
  • Infrastruktur

Was trocken klingt, sorgt für viel Bewegung im Finanz- und auch Versicherungsbereich. Um es mit den Worten des FinTech-Experten Maik Klotz zu sagen: “FinTech ist der Punkrock der Finanz-Industrie”.

Weitere Definitionen, was FinTech bedeutet, gibt es bei PaymentAndBanking.com:

> Was ist FinTech?

Und Der-Bank-Blog.de erklärt in welchen Bereichen FinTechs aktiv sind.

> Die Tätigkeitsbereiche von FinTech

Beispiele: FinTech-StartUps und -Unternehmen

Es gibt nicht das FinTech. Wie derartige StartUps agieren und was sie anbieten, fällt extrem unterschiedlich aus. Manche Konzepte sind mega-innovativ, andere dagegen besitzen nur wenige wirklich neuartige Ansätze. Doch beide Herangehensweisen bringen Schwung in den teilweise angestaubten Finanzsektor. Deswegen stehen gerade traditionsreiche Häuser unter Druck.

Die Folge: Entweder tun sie sich mit StartUps zusammen, fördern sie, oder sie starten aus eigener Kraft neuartige Produkte und Dienstleistungen. Ein Beispiel für Letzteres ist moneyou, ein schlankes Online-Angebot der niederländischen Bank ABN AMRO, das ohne teures Filialnetz auskommt. Ebenfalls rein online und zugleich auch noch für die mobile Nutzung optimiert ist das deutsche StartUp N26 (ehemals NUMBERS26), das durch seinen rasanten Aufschwung, aber auch durch einige Problemen, ein großes mediales Interesse weckte.

Hier eine grobe Übersicht über namhafte FinTech-Firmen aus der ganzen Welt:

FinTech Map (Bild: Venturescanner)

Geld sparen, anlegen und vermehren ist ein weiterer Bereich, in dem FinTechs wie zum Beispiel easyfolio oder vaamo tätig sind. Auch die Art und Weise, wie wir aktuell und in Zukunft bezahlen, versuchen die jungen Unternehmen zu revolutionieren. Ganz vorne mit dabei ist die ehemalige eBay-Tochter PayPal, aber auch LaterPay, barzahlen.de oder sum up versuchen online wie auch “offline” das Thema Payment umzukrempeln.

Marktvolumen und Ausblick in die Zukunft

Obwohl viele FinTech-Companys noch neu am Markt sind, kaum oder gar keine Gewinne schreiben, sind das Potential und die Umsätze dahinter gewaltig. Einer Statista-Marktstudie nach beträgt das Transaktionsvolumen alleine im Jahr 2017 in Deutschland rund 103.620 Millionen Euro. Den größten Anteil am “FinTech-Kuchen” haben die Digital Payments mit 102.240 Millionen Euro.

Infografik FinTech (Bild: Statista)

Analysten sehen eine rosige Zukunft für die neuen Finanztechnologien: Im Jahr 2021 soll das deutsche FinTech-Gesamtvolumen bei 146.500 Millionen Euro liegen – das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 9% (CAGR 2017-2021).

Bilder: Pexels, VenturScanner, Statista

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