Outplacement (Bild: Pixabay)

Was bedeutet eigentlich … Outplacement?

Wenn dein Unternehmen Mitarbeiter entlassen muss, kann der Personalabbau mit Outplacement einfacher gestaltet werden.

Die Bedeutung von Outplacement

KPI, eCPM, CPL, ROI oder MVP: Im Businessalltag wirst du tagtäglich mit unzähligen Abkürzungen und Fachbegriffen konfrontiert. Damit du diese besser verstehst, haben wir unsere „Was bedeutet … ?“-Rubrik ins Leben gerufen. Dieses Mal gehen wir auf den Begriff Outplacement ein.

Wann kommt es zu einem Outplacement?

Du hast ein StartUp gegründet und dann über viele Jahre hinweg mit viel Energie, Aufopferung und Schweiß aufgebaut. Dein Unternehmen wächst zu einer stattlichen Firma heran, du scheinst auf der Straße des Erfolgs – doch eines Tages kommt die Schreckensmeldung aus der Finanzabteilung: die Bilanz sieht katastrophal aus, dein StartUp muss eine Vollbremsung hinlegen. Entweder entlässt du einen Teil deiner Mitarbeiter, oder dein „Baby“ muss dicht gemacht werden.

Kann man einfach so die Belegschaft rauswerfen? Führungskräfte, die jahrelang mit ihrem Know-how dein Unternehmen vorangebracht haben, einfach auf die Straße setzen? Nein, das ist keine Lösung. Eine saubere Trennung muss her! In solch einem Fall kommt das Outplacement ins Spiel.

Definition: Was bedeutet der Begriff Outplacement?

Wie so oft hat Wikipedia hierauf eine kurze, prägnante Antwort: „Die Begriffe Outplacement (engl.) bzw. Außenvermittlung bezeichnen eine von Unternehmen finanzierte Dienstleistung für ausscheidende Mitarbeiter, die als professionelle Hilfe zur beruflichen Neuorientierung angeboten wird, bis hin zum Abschluss eines neuen Vertrages oder einer Existenzgründung.“

Anders gesagt: Außenvermittlung bedeutet, dass deine Firma ein externes Unternehmen engagiert, das mit seiner professionellen Betreuung deinen ausscheidenden Mitarbeitern dabei hilft, sich am Arbeitsmarkt neu zu orientieren, um so wieder eine Anstellung zu finden – oder selbst zum Gründer zu werden.

Welche Vorteile bietet die Außenvermittlung?

Wenn ein Unternehmen Mitarbeiter entlassen muss, ist das meist mit viel zeitlichem und finanziellem Aufwand – gerade bei Führungskräften – und einem potentiellen Image-Schaden verbunden. Und langjährige Mitarbeiter könnten durch die Entlassung und die damit verbundene Existenzbedrohung in ein psychisches Tief stürzen.

Die Lösung: „Mit einer Outplacement-Beratung finden Sie bei der Trennung von einer Führungskraft leichter eine einvernehmliche Lösung – zu vernünftigen Konditionen“, sagt der Outplacement-Spezialist Matthias Martens. Das ist wichtig, denn wie die Webseite Arbeits-ABC.de erklärt, gibt es oft folgendes Problem: „Aufgrund des strengen Kündigungsschutzes in Deutschland ist es für viele Unternehmen nicht einfach, die Kündigung rechtlich ausreichend zu begründen. Durch das Outplacement wird dann versucht, mit dem Mitarbeiter zu einer ‚gütlichen Trennung‘ übereinzukommen und so die strengen Richtlinien zu umgehen.“

Kommt es zu einer gütlichen Einigung durch eine Außenvermittlung, bringt das Vorteile auf beiden Seiten: Die Unternehmen können sich ohne großen Streit von ihren Mitarbeitern trennen, und die ehemaligen Angestellten werden durch die Beratung zielgerichtet auf eine neue berufliche Zukunft vorbereitet.

Was kostet Outplacement?

Wie viel ein Unternehmen für ein Outplacement bezahlen muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem das Gehalt (Jahreseinkommen) der Fach- bzw. Führungskraft und die Dauer der Außenvermittlung.

Grobe Richtwerte sind: Ein Outplacement kostet für drei Monate zwischen 5.000 und 10.000 Euro, eine ganzjährige Unterstützung durch die externen Berater schlägt mit rund 13.000 bis 25.000 Euro zu Buche.

Wichtiger Hinweis: Die Außenvermittlung kann mit Fördergeldern der Agentur für Arbeit unterstützt werden. Die Bezuschussung des Outplacements beträgt bis zu 50 Prozent oder maximal 2.500 Euro pro Person.

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Ein Kommentar

  1. Uh, eine Firma, die einen nicht einfach auf die Straße setzt, sondern sich um die Weiterqualifizierung für einen neuen Job kümmert – das dürfte aber ziemlich selten sein. Oder irre ich mich da?

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