Was bedeutet eigentlich … StartUp?

Der Begriff „StartUp“ ist gerade angesagt und wird fast schon inflationär verwendet. Aber was bedeutet er eigentlich? 

Missverständnisse in Sachen StartUps

Junge Menschen, die in coolen Lofts residieren oder in der Garage sitzen, um mit ihren kreativen Innovationen die Welt erobern – so werden StartUps gerne gesehen und beschrieben. Doch die Realität ist eine andere. Einerseits, weil nicht alle StartUps so anfangen. Andererseits, weil nicht jedes frisch gegründete Unternehmen mit Mitarbeitern um die 20 als StartUp angesehen werden kann. Und auch eine gute Erfindung macht aus einer Firma noch kein StartUp.

Wir erklären hier, was hinter dem angesagten Begriff steckt, wie man ihn richtig schreibt und welche Unternehmen wirklich als StartUp bezeichnet werden können.

Schreibweise: Start-up oder StartUp?

Bevor wir erklären, was ein StartUp genau ausmacht, möchten wir zuerst auf die Schreibweise eingehen, denn die fällt unterschiedlich aus. Mal heißt es Start-up, Start-Up oder Start Up, mal Startup oder wie bei uns StartUp. Was ist richtig? Der Duden hat darauf eine klare Antwort: Die korrekte Schreibweise lautet Start-up, also mit einem Bindestrich und einem kleingeschriebenen „up“.

Trotzdem bleiben wir von StartUpWissen.biz bei unserer Schreibweise – deutsche bzw. englische Rechtschreibung hin oder her.

Definition: Was ist ein StartUp?

Gründerszene.de hat darauf eine ganz kurze Erklärung: „Ein StartUp beschreibt ein kürzlich gegründetes Unternehmen“. Doch damit ist es nicht getan. Denn nicht jedes kürzlich gestartete Unternehmen kann man als StartUp bezeichnen, auch wenn das fälschlicherweise oft getan wird.

Wichtig für die Definition, ob ein Unternehmen als StartUp angesehen werden kann oder nicht, sind zwei weitere Faktoren. Diese sind laut Wikipedia: „Es hat eine innovative Geschäftsidee bzw. Problemlösung – und die Unternehmensgründung erfolgt mit dem Ziel, stark zu wachsen und einen hohen Wert zu erreichen.“

Wichtig hierbei ist, dass beide Aspekte zusammentreffen. Gerade das Vorhaben, schnell zu skalieren und somit in kurzer Zeit ein rasantes Wachstum hinzulegen, ist eine Besonderheit von StartUps. Durch das Wachstum in Verbindung mit einem innovativen Konzept entsteht so womöglich eine Disruption von altbekannten Geschäftsmodellen. Das heißt: StartUps brechen bestehende Strukturen auf und ersetzen sie innerhalb weniger Jahre durch Ihre Innovation.

Ein Beispiel hierfür ist Spotify. Früher wurden Musikstücke auf CDs gebrannt und verkauft, später kamen die MP3-Downloads. Heutzutage kaufen die Menschen aber keine Songs oder Alben mehr, sondern konsumieren Sie als Stream. Hierdurch sind alte Vertriebswege obsolet geworden.

Das macht StartUps auch noch aus

Was StartUps oft auch von anderen „gewöhnlichen“ Gründungen unterscheidet, ist die Art der Finanzierung. Anstatt Geld durch Bank-Kredite zu beschaffen, werden die jungen, aufstrebenden Firmen durch Business Angels, Venture Capital oder über Crowdfunding finanziert.

Eine detaillierte Definition, was StartUps ausmacht, findet man auf der Webseite des Entrepreneurs Daniel Bartel:

> Definition von StartUp“ bei www.daniel-bartel.de

Was ist kein StartUp?

In den Medien wird fast jedes neue Unternehmen gerne als StartUp bezeichnet. Das ist aber nach den oben genannten Definitionen falsch. Nicht jeder Smoothie-Laden, jede Softwarefirma und jeder Onlineshop  ist per se ein StartUp – ganz im Gegenteil! Wichtig ist, dass neben dem Alter der Firma auch der Innovationsgrad bedacht wird. Und die Möglichkeit zur Skalierung.

Bekannte Beispiele für StartUps

Mit dem Begriff StartUp verbindet man meist das Silicon Valley. Es stimmt, dass sehr viele solcher Unternehmen aus dem kalifornischen Westen stammen. Doch auch aus anderen Regionen und Ländern kommen Innovationen gepaart mit dem Potential zur Disruption. Hier ein paar Beispiele für bekannte StartUps aus der ganzen Welt:

  • Airbnb
  • Uber
  • Instagram
  • Netflix
  • Spotify
  • Slack
  • N26
  • Amazon
  • Skype

Ein Kommentar

  1. Danke für die Definition. War bitter nötig. Denn mittlerweile wird ja jede Dönerbude als cooles Start-up gehandhabt. ^^

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