Native Advertising (Bild: Pixabay)

Was bedeutet eigentlich … Native Advertising?

Native Advertising gehört zu den immer beliebter werdenden Buzzwords im Marketing. Aber was bedeutet der Begriff?

Werbung nervt!

Marketing-Verantwortliche haben ein Problem: Klassische Werbemittel wie Anzeigen in Tageszeitungen oder Werbebanner auf Webseiten verlieren an Relevanz. Die Leser sind abgestumpft und entnervt, im Internet setzen sie Adblocker gegen die Darstellung von Anzeigen ein.

Wie kannst du als Marketing-Verantwortlicher trotzdem deine Werbebotschaft vermitteln? Ein vermeintlich neues “Zaubermittel” nennt sich Native Advertising.

Das bedeutet Native Advertising

Native Advertising ist eine spezielle Form des Content Marketings, bei der Werbebotschaften in redaktionelle Inhalte verpackt werden. Gängige Wege für die Verbreitung sind Ratgeber-Texte in Kundenmagazinen oder Inhalte für Youtube-Videos.

Bei Native Advertising steht nicht die Erhöhung des Traffics (zum Beispiel über einen Link auf deinen Onlineshop) im Vordergrund. Stattdessen geht es bei dieser Werbeform mehr um den Aufbau einer Marke.

Was unterscheidet Native Advertising vom Content Marketing?

Beim Content Marketing unterscheidet man zwischen einer Inbound- und Outbound-Strategie. Beim Inbound platzierst du die Inhalte auf den firmeneigenen Kanälen, zum Beispiel im Corporate Blog.

Erscheint der Content außerhalb der eigenen Kanäle (= Outbound) und wird er gegen Bezahlung veröffentlicht, handelt es sich um Native Advertising. Man spricht bei dieser Werbeform auch von Paid Media. Die Einbettung erfolgt immer so, dass die User Experience nicht unterbrochen wird.

Die Kritik an der Werbeform

Die Anzeigen („Ads“) sind derart „nativ“ eingebunden, dass sie wie eigene Inhalte des publizierenden Mediums erscheinen. Das Ziel ist es, dass der Leser nicht sofort oder im Zweifelsfall gar nicht erkennt, dass er eine besondere Form von Werbung konsumiert.

Kritiker bezeichnen Native Advertising somit als „Wolf im Schafspelz“. Denn die Inhalte werden so gestaltet, dass sie im entsprechenden Umfeld nur schwer als Werbung erkennbar sind. Ein großes Verlagshaus wirbt mit folgenden Worten dafür: „Schlagzeilen und Teaser werden im Look & Feel und der Tonalität des Mediums eingebunden.“

So setzt du Native Advertising um

Du solltest die Werbebotschaft nicht direkt und plump vermitteln, sondern in einem Inhalt mit Mehrwert verpacken. Es wird zum Beispiel nicht ein neues Produkt zum Abnehmen angepriesen. Stattdessen lancierst du einen Fachbeitrag über Fitness-Tipps für den Frühling, wo dann auch das Produkt kurz Erwähnung findet.

Die Werbebotschaft wird also in einem passenden Umfeld integriert und der der Leser nimmt die „versteckte Botschaft“ bereitwillig auf, da er sich über ein für ihn interessantes Thema informiert.

Was kostet Native Advertising?

Das kommt auf deine Inhalte an. Für die Erstellung von Infografiken, Ratgeber-Texte oder Video-Beiträge benötigst du entsprechende Spezialisten. Die Preise beginnen bei wenigen hundert Euro und können in die Tausende gehen.

Analysieren vor der Platzierung genau, wo du Native Advertising einbuchen kannst. In Print-Bereich ist dieser Werbeform schon länger etabliert, hier wird sie auch “Adverticle” (die Kurzform für Avertising Article) genannt. Mittlerweile bieten kleine Blogs ebenso große, reichweitenstarke Webseiten diese Werbeform an. Deinen Native-Advertising-Content kannst du in der Regel über die Anzeigen-Abteilung oder die Vermarktungsagentur buchen, nicht über die Redaktion.

Die Kosten für die Buchung belaufen sich auf wenige hundert Euro bei Blogs und kleinen Webseiten bis hin zu Zehntausenden bei reichweitenstarken Publikationen.

Fazit

Werbung ist tot, lang lebe die Werbung! Heutzutage müssen Werbetreibende wieder kreativ werden, wenn sie Ihre Werbebotschaften im Netz verbreiten möchten. Inhalte mit Mehrwerte lösen die blinkenden und laut tönenden Werbebanner ab.

Native Advertising ist somit ein zweischneidiges Schwert: Einerseits hat es den faden Beigeschmack von Schleichwerbung, andererseits wird so interessanter Content für deine Zielgruppe generiert. Wenn alles stimmt, entsteht aber eine echte Win-Win-Situation.

Bild: Pixabay

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