Wheel of Progress (Bild: Mockdrop.io)

Was bedeutet eigentlich … Wheel of Progress?

Mit dem Wheel of Progress (WoP) wird der erfolgreiche JTBD-Ansatz weiter entwickelt. Denn mit dem WoP lässt sich der Wunsch nach Fortschritt besser denn je ermitteln.

Jobs To Be Done 2.0: Was bedeutet Wheel of Progress?

Wie schon in unserem Beitrag “Was bedeutet eigentlich … Jobs To Be Done?” erklärt, ist die JTBD-Denkweise ein sehr guter Ansatz, mit dem Unternehmen die nicht hinreichend befriedigten Bedürfnisse ihrer Kunden herausfinden können.

Da aber das Verständnis und die Umsetzung nicht ganz leicht sind, wurden die Idee der Jobs To Be Done weiter entwickelt. Das Ergebnis nennt sich Wheel of Progress, kurz WoP.

Marktforschung mit dem Wheel of Progress

Der Zweck des WoP ist es, Unternehmen Orientierung für die wichtigste strategische Entscheidung einer Unternehmung zu geben: welche(n) Kunden-Job(s) sie erledigen soll. Diese Orientierung geschieht dadurch, dass der Prozess des Fortschritts und dessen Bedeutung für Kunden dargestellt und damit adressierbar wird.

Das Wheel of Progress soll als Leitfaden und Canvas zur Dokumentation der Untersuchungsergebnisse dienen. Es kann als Leitfaden für die Wissensvermittlung, beispielsweise für Workshops und Coachings, verwendet werden, sowie als Werkzeug zur Dokumentation der Untersuchungsergebnisse. 

Das bedeutet: Mit Hilfe des Wheel of Progress kann man:

  1. Hypothesen bilden, wie Menschen heute einen Fortschritt erzielen wollen
  2. Interviews strukturieren und auswerten für mehr Klarheit

Vereinfacht ausgedrückt: Das Wheel of Progress ist ein neues Tool, um Marktforschung zu betreiben.

Warum ist das WoP ein Kreislauf?

Wheel of Progress

Wenn ein Kunde einen Job erledigen will, heißt das in erster Linie anzuerkennen, dass ein Mensch oder eine Organisation einen Fortschritt machen will und dieser Fortschritt kein diskretes Ereignis ist. Vielmehr ist es ein Prozess, der eine Willensbildung, die Kompromissfindung (Welches ist die beste Produktkategorie? Welche Produkte haben das beste Verhältnis aus Vorteilen und Kosten?) sowie die eigentliche Erledigung des Jobs durch ein Produkt oder Service beinhaltet.

Dieser Prozess findet nicht nur ein einziges Mal statt, sondern in Zyklen. Sobald der Gedanke entsteht, dass ein Job mit den existierenden Mitteln nicht mehr ausreichend gut erledigt wird, fängt ein neuer Zyklus des Fortschritt-Findens wieder an.

Das bedeutet: Konsequenterweise sollte ein Job als Zyklus dargestellt werden. Wie ein Rad, welches sich von Durchlauf zu Durchlauf dreht. Das Rad enthält die einzelnen Stationen auf der Reise nach Fortschritt. Sie ist mit einer Customer Journey vergleichbar.

Der Aufbau des Wheel of Progress

Das WoP besteht aus mehreren Grundelementen. Diese Elemente sind als konzentrische Kreise angeordnet. Von außen nach innen, sind dies:

  1. Der sich als Zyklus regelmäßig wiederholende Prozess, den Käufer bzw. Auftraggeber durchlaufen, um neue Lösungen (Produkte, Dienstleistungen, Marken, Maßnahmen, etc.) ins Leben einzubeziehen. Das sind die sogenannten Beauftragungen.
  2. Die Kräfte, die während des Kaufprozesses wirken. Diese Kräfte sind zum einen Kräfte, die zu einer neuen Lösung hinbewegen und Kräfte, die die „Beauftragung“ einer neuen Lösung hemmen.
  3. Der einschränkende Kontext, der bestimmt, welche Restriktionen Menschen bei der Auswahl und Nutzung einer Lösung einengen.
  4. Der Fortschrittswunsch. Er wird zu dem Zeitpunkt existent, ab dem entschlossen wurde, eine neue Lösung zu beauftragen.
  5. Vier Ergebnis-Paneelen, in dem man die Schlüssel-Erkenntnisse aus den jeweiligen Phasen dokumentieren kann.

 

Bild / Montage: Mockdrop.io

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