Printprodukt (Bild: Pixabay)

Werbemittel: Darum solltest du auch auf Print setzen

Trotz Online-Advertising sind im Marketing gedruckte Inhalte immer noch wichtig und relevant.  

Sind gedruckte Werbemittel ein Auslaufmodell?

Print ist tot, den digitalen Medien gehört die Zukunft: Diese und ähnliche Botschaften hört man seit ein paar Jahren immer wieder. Die gigantischen Umsätze von Google, Facebook & Co. unterstreichen diese Aussagen. Aber stimmen sie? Ist Print als Informations- und Werbemedium wirklich dem Ende nah? Nein!

Print ist not dead. It is evolving“, sagt zum Beispiel Andrew Davis. Der Content-Marketing-Experte ist der festen Überzeugung, dass gedruckte Produkte weiterhin von Bedeutung sind. Qualität statt Quantität sollte die Devise sein: „Denken Sie über hochwertige Druckprodukte als einen Teil ihres Marketing-Mixes nach“, riet Davis 2015 auf einem Event.

Auch Marketingblatt.com schreibt Print nicht ab, ganz im Gegenteil: Die Online-Publikation ist der Meinung, dass Kundenmagazine weiterhin zum Marketing gehören. Unter anderem deswegen, weil ein hochwertiges Printmagazin einen positiven Eindruck bei den Kunden hinterlässt, gedruckte Worte glaubwürdiger erscheinen und so am Ende der Umsatz gesteigert werden kann.

Gedruckte Werbemittel nehmen nicht ab

Trotz der vielen digitalen Möglichkeiten leben Printprodukte als Werbemedium weiter – und das mehr denn je. Es wird nämlich weiterhin fleißig gedruckt. Hier ein paar Zahlen, die das belegen:

  • Unternehmen geben pro Jahr 3,4 Milliarden Euro für gedruckte Werbemittel aus. Tendenz: steigend.
  • Der Papierverbrauch ist seit den 1950er-Jahren um den Faktor 11 gestiegen
  • 74% aller Deutschen lesen gedruckte Werbemailings

Der Bundesverband Druck und Medien e.V. fasst die Fakten, die für Print sprechen, in folgender Infografik zusammen:

infografik-print

Ist Print nur etwas für große Unternehmen?

Auch hier ein klares Nein. Trotz Webseiten, Blogs, Twitter, Snapchat und anderen digitalen Möglichkeiten fürs Marketing lassen beispielsweise Discotheken immer noch Plakate und Flyer drucken. Selbst Facebook setzte schon auf die Stärke von Print, indem es in einer großen Kampagne mit Zeitungsanzeigen Tipps für die Erkennung von Fake-News gab. Wenn selbst ein boomendes digitales Medium auf ein vermeintliches totes Medium setzt, dann sagt das schon alles aus, oder?

Deswegen: Print ist nicht tot und auch für StartUps bestens geeignet. Ein Beispiel: Nicht nur IKEA, auch Zalando setzt auf Print – und druckt deswegen Millionen von Kundenmagazinen. Der Onlineshop für Bekleidungsstücke hat erkannt, dass er seine (potentiellen) Kunden nicht nur übers Web, sondern zusätzlich über altbewährte Wege ansprechen muss. Verständlich, denn Print besitzt einige Vorteile.

Die Vorteile von gedruckten Werbemitteln

Genau so oft wie „Print ist tot“ hört man auch die Aussage „Print ist zu teuer“. Das stimmt nur bedingt. Flyer sind beispielsweise Massenware und kosten bei Online-Druckereien nur wenige Cent pro Stück .Ähnlich ist es mit anderen gedruckten Werbematerialien: Lässt du beispielsweise hochwertige Broschüren bei viaprinto drucken, wirst du erstaunt sein wie günstig der Druck moderner Verfahren ist. Bei solchen Spezial-Anbietern, die von Geschäftskunden und Agenturen gerne genommen werden, stimmt die Haptik und der Preis.

Es mag zwar sein, dass Werbebanner oder Anzeigen in sozialen Netzwerken pro Kundenkontakt unterm Strich weniger kosten – doch da vergleicht man Äpfel mit Birnen. Denn gedruckte Werbemittel wirken ganz anders als Online-Ads. Ein großer Vorteil von Print-Produkten wie Broschüren oder Kundenmagazinen ist: Sie sprechen mindestens drei bis vier Sinne der Empfänger an, oft sogar alle fünf Sinne. Nämlich so:

  • Sehen: Kräftigen Farben, Glanzlack und große Bildern wecken Aufmerksamkeit.
  • Tasten: Durch hochwertiges Papier oder Prägungen wird ein Flyer oder eine Broschüre ein haptisches Erlebnis.
  • Hören: Papier knistert oder raschelt, das Geräusch empfinden wir Menschen als angenehm.
  • Riechen: Einerseits riechen die Druckerfarben und Glanzlacke, andererseits können Print-Produkte mit speziellen Duftlacken versehen werden.
  • Schmecken: Es wird nicht empfohlen, Magazine und Dergleichen zu essen. Doch schöne Motive wie ein leckeres Essen lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Der Leser denkt, er könne das Gezeigte schmecken.

Dazu kommen weitere Vorteile, die gerne unterschätzt werden. Diese sind:

  • Wertigkeit: Print-Werbung wirkt hochwertiger und seriöser als beispielsweise Werbebanner.
  • Lesekomfort: Gedruckte Inhalte lassen sich einfacher und schneller als Bildschirminhalte lesen.
  • Mobilität: Print-Produkte können ohne Internetanschluss oder anderen Hilfsmitteln an jeden Ort transportiert werden.
  • Übersichtlichkeit: Durch Blättern und Wenden kann man sich schnell einen Überblick verschaffen.
  • Langlebigkeit: Zeitschriften, Broschüren und andere gedruckte Werbemittel überstehen leicht mehrere Jahrzehnte.
  •  „Oldschool“ ist „in“: Der moderne Mensch sehnt sich zunehmend nach einer Auszeit von technischen Geräten.

Fazit

Print ist definitiv nicht tot, ganz im Gegenteil. Das altbewährte Medium kann sich auch in Zeiten des Internets und der zunehmenden Digitalisierung bestens behaupten. Deswegen erwartet die Druckbranche weiterhin steigende Umsätze. Ein Grund dafür sind Marketing-Manager, die verstehen, dass eine Kundenansprache über mehrere Sinne zu Emotionen führen, welche das Branding stärken und die Absätze ankurbeln können. Diese Erkenntnis sollten auch StartUps zu ihrem Vorteil nutzen.

Bildquellen: Pixabay, Bundesverband Druck und Medien e.V, Statista

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.