StartUp Unicorn (Bild: Pixabay)

Wie wird ein StartUp zum Einhorn?

Manche StartUps nennt man “Unicorns”, zu Deutsch: “Einhörner”. Was macht diese jungen, innovativen Unternehmen so besonders?

Ein Gastbeitrag von GULP

Woher kommen die Einhörner?

Anfang der Neunziger kam der Begriff in den USA auf, zuerst im Silicon Valley: „Start-Up“. Er bedeutet „gründen“ / „in Gang setzen“ und stand früher vor allem für Unternehmensneugründungen im Bereich Internet, Multimedia und Telekommunikation.

In Deutschland war die erste Hochphase um das Jahr 2000. Damals noch Exoten, sind StartUps und ihr Umfeld inzwischen zur Normalität geworden. Zur Finanzierung gibt es Risikokapitalgeber (Venture-Capital) und Business Angels, in Inkubatoren (Brutkästen) reifen die neuen Firmen heran.

Die meisten deutschen Technologie-Gründer sitzen in Berlin (17 Prozent). Es folgt das Rhein-Ruhrgebiet mit rund elf Prozent; danach folgen Stuttgart-Karlsruhe, München, Hannover-Oldenburg und Hamburg mit jeweils sechs Prozent.

> Wo gibt es in Deutschland die meisten StartUps?

So unterschiedlich ihre Heimat, so einig sind sich StartUp-Gründer in ihren Unternehmenszielen: Sie wollen möglichst schnell ein neues „Einhorn“ („Unicorn“) werden – ein Unternehmen mit einer Marktbewertung, vor einem Börsengang oder dem Verkauf von über einer Milliarde US-Dollar.

> Was bedeutet eigentlich … StartUp-Unicorn?

Was machen die 1-Milliarde-StartUps anders?

Die erfolgreichsten StartUps haben laut Experten folgendes gemeinsam:

  • fehlende Eitelkeit
  • konsequente Ausrichtung auf den Kundennutzen
  • Geradlinigkeit durch eine Vision und klare Ziele
  • die Unerschrockenheit, alte Wege zu verlassen
  • den Blick über den Tellerrand
  • eine agile IT, die Geschwindigkeit und Innovation ermöglicht

Wer als Unternehmen dem Erfolg dieser StartUps nacheifern möchte, sollte ebenfalls versuchen, eine funktionierende, unternehmenseigene Innovationskultur aufzubauen. Dabei gilt es, unnötige Komplexität zu vermeiden, übergreifende Ideen zuzulassen und das Auf-den-Kopf-Stellen von Glaubenssätzen und Wirtschaftstraditionen zum Prinzip zu machen.

Besonders erfolgreich sind Unternehmen, die bestehende Geschäftsmodelle durch Disruption (englisch: „zerstören“, „unterbrechen“) verändern können. Bestehende, traditionelle Geschäftsmodelle, Produkte, Technologien oder Dienstleistungen werden hier von neuen abgelöst und teilweise sogar vollständig verdrängt. Dabei kann ein gesamter Markt durch eine stark wachsende technische Innovation völlig zerschlagen werden.

> Disruption: Definition, Bedeutung & Beispiele

Das können andere von den Unicorns lernen

Kleine und mittlere Unternehmen können von den technologischen Aufsteigern vor allem eines lernen: Dinge nicht zu lange abzuwägen, sondern sie einfach auszuprobieren. Sie sollten Grenzen überwinden und den ständigen Austausch über alle Fach- und Branchenränder hinweg organisieren. Dabei ist eine wertschätzende Kommunikationskultur wichtig.

Fast alle großen DAX-Firmen haben mittlerweile selbst technologieaffine Ableger, Labore und StartUp-Brutkästen gegründet, um in der Entwicklung von Ideen noch schneller zu werden.

So betreibt die Deutsche Telekom den hub:raum, die Deutsche Bahn experimentiert in der DB Mindbox, BMW hat die Start-up Garage, der Reisekonzern TUI AG arbeitet im Co-Working-Space Modul 57; und Volkswagen forscht im Volkswagen Group Future Center Europe. Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt aller Aktivitäten in diese Richtung.


Über den Autor:

Dieser Beitrag stammt von GULP. GULP ist ein führender Personaldienstleister in den Bereichen IT, Engineering und Finance, der hochqualifizierte Experten und Unternehmen zusammenbringt: Freelancer in Projekte, Arbeitnehmer in einen temporären Einsatz zu interessanten Unternehmen oder Mitarbeiter in Festanstellung. 

Bild: Pixabay

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