Wirtschaftsspionage Hacker (Bild: Pixabay)

Wirtschaftsspionage: So schützt man sich

Security-Tipps: Auch StartUps müssen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um das Risiko einer Wirtschaftsspionage zu verringern. 

Ein Gastbeitrag von Timo Fenkart

Auch StartUps können von Wirtschaftsspionage betroffen sein

Spionage im großen Stil ist nicht erst seit dem NSA-Skandal ein großes Thema. Besonders die Wirtschaft ist betroffen: Allein in deutschen Unternehmen entstand in den letzten Jahren durch Wirtschaftsspionage ein Schaden von rund 55 Milliarden Euro. Hier liest du, was du tun kannst, um dein StartUp vor Spionage zu schützen.

Was ist Wirtschaftsspionage?

Das Wichtigste zuerst: Was versteht man eigentlich unter diesem Begriff, der wohl bei den meisten Unternehmern Schweißausbrüche auslöst? Das ist schnell erklärt. Bei der Wirtschaftsspionage wird entweder durch andere Staaten oder auch durch andere Konzerne die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens ausgeforscht. Auf diese Weise werden illegal KnowHow und Daten abgegriffen.

Natürlich gibt es einige Dinge, die Außenstehende völlig legal herausfinden können. Dazu zählen öffentlich zugängliche Daten, wie sie zum Beispiel in einer Trendanalyse erhoben werden. Das hat nichts mit Spionage zu tun. Illegal wird es aber, wenn vertrauliche Informationen ohne Erlaubnis gesammelt werden.

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Arten von Wirtschaftsspionage: externe und interne Spionage.

Was ist externe Spionage?

Der Zugriff von außen erfolgt in der Regel durch Hacker, aber auch durch fremde Regierungen. In diesen Fällen wird häufig auf Malware und Spyware gesetzt, die zum Teil sehr schwer zu identifizieren ist. Externe Spionage ist seltener, dafür aber umso geschäftsschädigender.

Was bedeutet interne Spionage?

Über diese Art der Spionage wird kaum öffentlich berichtet, obwohl sie weitaus häufiger vorkommt. Das liegt unter anderem daran, dass interne Wirtschaftsspionage sehr schwer nachweisbar ist. Denn die Täter gehören oft der Konkurrenz an und werden als sogenannter „Maulwurf“ in das Unternehmen eingeschleust. Dort sammeln sie sensible Informationen, indem sie zum Beispiel höherrangige Mitarbeiter erpressen. Auf den ersten Blick sind sie also normale, unauffällige Angestellte.

Darauf zielt Wirtschaftsspionage ab

Ein Unternehmen kann an unterschiedlichen Stellen angegriffen werden. Ein besonders beliebter Bereich für die Spionage sind vertrauliche Daten und Betriebsgeheimnisse in Form von Details, was die Produktentwicklung angeht. Kein Wunder: Die Konkurrenz schläft nicht und will nach Möglichkeit innovative Ideen selbst abgreifen.

Ebenfalls anfällig sind Marketing-Informationen. Die Ergebnisse der Spionage können genutzt werden, um zeitgleich zum Launch eines neuen Produkts ebenfalls etwas auf den Markt zu bringen und damit den Effekt einer Marketing-Kampagne deutlich zu mindern.

Der dritte Zielbereich der Wirtschaftsspionage betrifft die Kunden selbst. Werden ihre Daten illegal an Dritte weitergegeben, wirft das ein schlechtes Licht auf das Unternehmen und zerstört die Vertrauensbasis.

Und natürlich ist auch der Finanzbereich ein profitables Ziel: Wenn die Konkurrenz auf illegalem Weg Informationen über das Finanzwesen des Unternehmens erhält, kann sie Kunden ein entsprechend besseres Angebot machen oder aber Mitarbeiter abwerben.

Vorsorge: Das kannst du gegen Wirtschaftsspionage tun

Es gibt zwar leider noch kein Mittel, mit dem man sich dauerhaft und zu hundert Prozent vor Hackern und Wirtschaftsspionage schützen kann. Mit ein paar Vorsorgemaßnahmen bist du aber mit deinem StartUp definitiv auf dem richtigen Weg.

Schritt 1: Risiko einschätzen

Wenn du weißt, welcher Teilbereich deines jungen Unternehmens am wertvollsten ist, kennst du damit auch den lukrativsten Angriffspunkt. Das A und O ist es also, den Wert deiner Betriebsgeheimnisse einschätzen zu können und sich entsprechend zu überlegen, wer konkret davon profitieren würde, die wichtigsten Bereiche anzugreifen.

Schritt 2: Sicherheit anpassen

Passwörter sind der gängigste Schutz, gleichzeitig aber eine umso breitere Angriffsfläche. Setze für ausnahmslos alle Mitarbeiter bestimmte Passwortregeln fest. Dazu kann zum Beispiel gehören, dass das Passwort regelmäßig geändert werden muss und keinesfalls weitergegeben werden darf.

Eine weitere Vorsichtsmaßnahme, die vermutlich niemandem gefällt, aber effektiv ist: Private Geräte wie Smartphone oder Tablet dürfen am Arbeitsplatz nicht genutzt werden.

Sicherer ist es außerdem, sensible Firmendaten nicht pauschal für alle Mitarbeiter zugänglich zu machen. Ein öffentlich zugänglicher Ordner mit Zugangsdaten mag zwar praktisch sein, bedeutet aber auch ein erhöhtes Risiko.

Schritt 3: Mitarbeiter einbeziehen

Dein Team kann nur dann mithelfen, Spionage zu verhindern, wenn es weiß, was Sache ist. Stelle deshalb sicher, dass alle Mitarbeiter den Sinn hinter den Regeln verstehen, die Gefahr einschätzen können und dementsprechend aufmerksam sind.

Auch wenn du einen Mitarbeiter entlassen musst, solltest du die Sicherheit deines Unternehmens im Hinterkopf behalten. Das heißt: Erkläre deine Entscheidung gut. Das verhindert böses Blut und das Risiko einer Rache-Aktion. Trotzdem sollten natürlich Konten und Passwörter des gekündigten Mitarbeiters schnellstmöglich gesperrt bzw. geändert werden.

Schritt 4: Die Infrastruktur im Auge behalten

Besonders wertvolle Daten haben im gemeinschaftlichen Netzwerk nichts verloren. Speichere sie isoliert ab und ergänze die Antiviren-Software und die Firewall durch Border Router. Wenn du absolut nichts riskieren willst, kannst du die wichtigsten Dokumente auch ausdrucken und in einem Safe aufbewahren.

Fazit: Safety first!

Um dein Startup vor Wirtschaftsspionage zu schützen, solltest du stets im Hinterkopf behalten: Bedrohungen im PC bemerkt man oft erst, wenn es zu spät ist. Umso wichtiger ist es, deine Mitarbeiter im Blick zu behalten und gleichzeitig technische Schutzvorkehrungen zu treffen. Mach es Hackern und „Maulwürfen“ so schwer wie möglich – so viel Zeit muss sein!


Über den Autor:

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