Forex Trading (Bild: Pixabay)

Was bedeutet eigentlich … Forex Trading?

Eine Möglichkeit, mit der Selbstständige ihr Erspartes vermehren können, ist das sog. Forex Trading. Wie funktioniert das? Welche Risiken gibt es?

Wie kann man sein Geld gewinnbringend anlegen?

Die Corona-Krise wirbelt viel durcheinander. Zum einen gibt es zahlreiche Selbstständige, die nun leider um ihre Existenz bangen müssen. Zum anderen gibt es Freelancer, die ihre Rücklagen vermehren möchten, um für noch schlechtere Zeiten gerüstet zu sein. Wie können sie ihr Erspartes gewinnbringend anlegen?

Auf klassischen Bankkonten, besonders Geschäftskonten, gibt es keinen nennenswerten Zins. Oft wird man sogar mit Minuszinsen bestraft. Und der Aktienmarkt ist durch die Covid-Pandemie und die drohende Rezession am wanken. Eine Möglichkeit, um sein Geld arbeiten zu lassen, ist das sogenannte Forex Trading.

Was bedeutet Forex Trading?

Forex oder FX ist eine Abkürzung für Foreign Exchange Market. Damit ist der Devisenmarkt gemeint, also der Handel mit Fremdwährungen. Tauscht man eine Währung gegen eine andere, zum Beispiel Yen gegen Euro, kann das je nach Kurs einen Gewinn bringen.

Forex Infografik (Bild: aktiendepot.com)

Ist Forex Trading wirklich gewinnbringend?

Aus welchem Grund sollte man an den Finanzmärkten handeln? “Schon mit kleinstem Einsatz lassen sich dank Hebelwirkung satte Gewinne erzielen”, erklärt Finanzen.net die Vorzüge des Devisenhandels. “Das Internet und die weltweite Vernetzung aber machen Währungsgeschäfte seit geraumer Zeit auch für Privatanleger nicht nur zugänglich und erschwinglich, sondern im Kontext einer Depot-Gesamtstrategie auch zu einer attraktiven Erweiterung der Geldanlage. Mit ausgefeilten Forex-Strategien können Forextrader unabhängig vom Auf und Ab der Aktienmärkte Rendite generieren.”

Doch: Aktionen am Finanzmarkt stellen immer ein Risiko dar! Man muss sich daher immer zu Beginn die Frage stellen, ob man eher ein sicherheitsorientierter oder risikoaffiner Anleger bzw. Trader ist.

Das Ziel als privater Devisenhändler sollte nicht sein, dass man hin und wieder einen Erfolg verbucht. Es geht vielmehr darum, dass die Gewinne langfristig hängen bleiben. Damit das funktioniert, muss man sich ein entsprechendes Grundwissen aneignen und das eine oder andere Hilfsmittel nutzen.

Das Risiko darf man nicht unterschätzen!

Wichtig: Werden auf Internetseiten Strategien beworben, mit denen man nur gewinnen kann, so sind diese zu ignorieren. Es gibt und gab noch nie eine Strategie, mit der man stets auf der Gewinnerseite bleibt! Verluste sind einfach immer möglich.

Das macht das Forex Trading zu einem risikoreichen Vorhaben. Handelt man mit Devisen, so sollte ein Verlust stets eingerechnet werden. Händler dürfen sich nicht von den Gewinnchancen blenden lassen, sondern sollten stets realistisch bleiben: Entwickelt sich der Markt nicht wie gewünscht, so wird man am Ende des Tages einen Verlust verbuchen müssen.

Daher ist es ratsam, immer mit Risiko-reduzierenden Werkzeugen zu arbeiten und das entsprechende Risikomanagement zu verfolgen. Wer über den Forex Broker seines Vertrauens mit Devisen spekuliert, sollte nicht nur ein Auge auf die Markteinschätzung werfen, sondern auch die Verlusthöhe im Vorfeld bestimmen.

Empfehlenswert ist hier das Instrument “Stop Loss”. Dabei geht es um einen Auftrag, der dem Broker im Zuge einer erstellten Position erteilt wird, damit dieser die Position automatisch schließt, sofern ein bestimmtes Preisniveau unterschritten wird. Das Gegenteil nennt sich “Take Profit”. In diesem Fall wird die Position geschlossen, wenn ein gewisser Gewinn erfolgt.

Nützliche Tipps und Tricks

Wer sich frisch mit dem Forex Trading beschäftigt, wird erstaunt sein, wie viele Broker es gibt, um mit Devisen handeln zu können. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man im Vorfeld einen Vergleich anstellt. Denn nur wenn man die Leistungen wie auch Gebühren berücksichtigt, ist es möglich, den für sich passenden Anbieter zu finden. Hilfreich sind mitunter Test- und Erfahrungsberichte auf großen Vergleichs- und Informationswebseiten.

Neben der Wahl des passendes Brokers geht es auch um die Frage, mit welchen Währungen spekuliert werden soll. Anfänger konzentrieren sich in der Regel auf die sogenannten Großen Währungspaare . Dazu gehören etwa US-Dollar, Euro und der Schweizer Franken. Bei diesen „Majors“ gibt es eine geringere Schwankungsbreite.

Ein weiterer Punkt, der für Forex-Neulinge interessant ist: das „Social Trading“. Hier wird von einigen Brokern eine Community angeboten, in der man sich mit anderen Tradern austauscht, um neue Tipps und Tricks zu erhalten. Man kann aber auch den Tradern folgen und deren Entscheidungen adaptieren. Aber auch dieses Vorgehen ist kein Garant für einen Erfolg. Denn selbst der erfolgreichste Trader kann einmal falsch liegen.

Fazit

Forex Trading ist eine Möglichkeit von vielen, um sein Geld anzulegen. Allerdings unterliegt der Devisenhandel hohen Schwankungen und ist dementsprechend risikoreich. Wer sich daran wagt, sollte genügend Wissen, Ausdauer, Frust-Toleranz und “Spielgeld” besitzen.

Bild: Pixabay, Aktiendepot.com

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