Geldmarktfonds (Bild: Pixabay)

Geld anlegen: Wie interessant sind Geldmarktfonds?

Wenn Unternehmer Geld übrig haben, möchten sie es vermehren. Sind Geldmarktfonds eine gute Anlagemöglichkeit?

Was sind Geldmarktfonds?

Bei Geldmarktfonds handelt es sich um Investmentfonds, deren gesamtes Volumen in Geldmarktpapiere investiert wird. Zu diesen zählen vor allem Schuldscheindarlehen von Unternehmen und Banken, Einlage-Zertifikate (beispielsweise Festgelder), Anleihen oder auch Anteile an anderen Geldmarktfonds.

Was macht sie besonders?

Was diese Geldmarktpapiere auszeichnet, ist die Möglichkeit, kurzfristig in sie zu investieren. Sie haben entweder eine unbestimmte Laufzeit oder eine Restlaufzeit von höchstens 12 Monaten. Damit eignen sich Geldmarktfonds besonders für die kurzfristige Geldanlage. In erster Linie werden diese Finanzprodukte von Großunternehmen und Institutionen wie Banken oder Staaten genutzt.

Die Funktionsweise von Geldmarktfonds unterscheidet sich nicht grundlegend von der anderer Investmentfonds: Ein Investor stellt einen bestimmten Betrag bereit, den ein Fondsmanager auf unterschiedliche Positionen aufteilt. Verändern sich die Rendite-Aussichten, werden Positionen entsprechend ausgetauscht.

Der Fondsmanager kann das Vermögen nach Belieben auf die verschiedenen Positionen aufteilen, solange dies mit der Anlagestrategie des Fonds in Einklang steht. Dies ist ebenfalls oft aufgrund des Auslaufens kurzfristiger Positionen erforderlich.

Welche Vor- und Nachteile haben diese Geldmarktpapiere?

Ein Vorteil von Geldmarktfonds ist ihre Flexibilität:

    • Das Geld muss nicht für eine bestimmte Zeit fest angelegt werden, sondern ist jederzeit verfügbar.
    • Was die Positionen innerhalb eines Geldmarktfonds vereint, ist ihr geringes Risiko.
    • Das niedrige Risiko wird durch Diversifikation noch weiter minimiert.

Zu beachten ist, dass der Leitzins der EZB einen großen Einfluss auf die Rendite hat.

    • Je geringer der Leitzins ausfällt, desto niedriger ist auch die mögliche Rendite.
    • Die Rendite ist momentan sehr überschaubar.
    • Sie kann schwanken und wird zusätzlich von anfallenden Fondskosten minimiert (Verwaltungsgebühren, eventuell auch Ausgabeaufschlag und Depotgebühren

Tipps:

Auf welche Weise sind Geldmarktfonds nützlich für Unternehmer?

Die Frage, ob es sich für Unternehmen lohnt, in Geldmarktfonds zu investieren, lässt sich pauschal nicht beantworten. In erster Linie lohnt sich eine kurzfristige Anlage dann, wenn das Unternehmen über viel freies Kapital verfügt, das augenblicklich nicht benötigt wird.

Wenn in naher Zukunft Anschaffungskosten fällig werden bzw. viel Geld für Renovierungsarbeiten oder andere große Ausgaben benötigt wird, kann es sich anbieten, zwischenzeitlich von einer Verzinsung zu profitieren. Dies ist insbesondere eine Überlegung wert, wenn sehr hohe Beträge angelegt werden sollen. Aufgrund der geringen Ertragsaussichten von gegenwärtig weit unter einem Prozent lohnt sich die Anlage bei kleineren Summen hingegen kaum.

Ob diese Anlageform für einen Unternehmer sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Verzinsung seines Geschäftskontos ab. Und davon, welches Risiko er generell bereit ist einzugehen. Für Unternehmer, denen es darum geht, ihr Geld mittel- bis langfristig anzulegen und dabei höhere Risiken in Kauf nehmen wollen, bietet der Kapitalmarkt zahlreiche interessantere Alternativen. Zum Beispiels reine Aktienfonds oder ETFs.

Interessant sind Geldmarktfonds hingegen, wenn Geld kurzfristig geparkt werden soll, welches sonst weniger oder gar keine Zinsen abwerfen würde.

Wie sicher ist die Anlageform?

Geldmarktfonds gelten zwar als sehr sicher, aber mit einer bestimmte Rendite kann ein Unternehmer nicht im Voraus rechnen. Die Verzinsung der Fondspositionen ist nicht starr, sondern unterliegt meist geringfügigen Schwankungen, die sich nachteilig auf die Rendite des Geldmarktfonds auswirken können.

Diese Schwankungen bestehen immer, sind jedoch in Zeiten wirtschaftlicher Krisen besonders hoch. Da die mögliche Verzinsung gegenwärtig bereits sehr gering ausfällt, können starke Schwankungen im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Unternehmer keinerlei Rendite für sein bereitgestelltes Kapital erhält oder sogar Verluste erleidet.

Somit gilt wie immer: Vorsicht bei der Geldanlage – auch bei diesen Geldmarktpapieren!

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