Investitionsplan (Bild: Freepik)

StartUp-Investitionsplan: Was ist das? Und welche Dinge gehören unbedingt rein?

Wie viel Geld brauchst du für deine StartUp-Gründung? Ein Investitionsplan hilft dir dabei, die Kosten aufzuschlüsseln. Das gehört rein.

Warum StartUps einen Investitionsplan benötigen

Ein Investitionsplan ist ein zentraler Bestandteil eines Businessplans und hilft dabei, die voraussichtlichen Kosten für deine Existenzgründung zu strukturieren und zu planen.

Bei bereits etablierten Unternehmen dient der Investitionsplan dazu, die Investitionen in Expansionen oder Anschaffungen zu kalkulieren und zu planen. Bei einem StartUp dient er vor allem dazu, den Start des Unternehmens zu ermöglichen.

Wenn du zur Finanzierung deines StartUps Unterstützung durch Banken oder Investoren benötigst, werden sie im Vorfeld unter anderem immer nach einem Investitionsplan fragen. Dir hilft er, deine Pläne für dein StartUp zu strukturieren und zu erkennen, welcher finanzielle Bedarf in welcher Phase deines Unternehmens notwendig ist.

Investitionsplan: Wohin fließt das Geld?

Der Investitionsplan und der Finanzplan für dein Unternehmen hängen eng zusammen. Vereinfacht ausgedrückt: Im Investitionsplan wird eingeordnet, wohin Geld fließen wird, um ein StartUp aufzubauen. Im Finanzplan wird definiert, woher das Geld stammt.

Wer bereit ist, in dich und dein StartUp zu investieren, wird immer wissen wollen, wohin das Geld fließt. Unterschieden wird dabei in unterschiedliche Arten von Investitionen

    • Gründungsinvestitionen

    • Neuinvestitionen

    • Ersatzinvestitionen

    • Rationalisierungsinvestition

Was sind die Unterschiede der Investitionsarten?

Die Namen sprechen fast für sich. In deinem StartUp wirst du in aller Regel zunächst Kapital für deine Gründungsinvestition benötigen. Damit kannst du in alle betriebsnotwendigen Vermögensgegenstände investieren – etwa in Maschinen, Gebäude, Büroausstattung, digitale Infrastruktur. Eben alles, was du brauchst, um mit deinem StartUp ernst zu machen.

Die meisten deiner Gründungsinvestitionen sind auch Neuinvestitionen. Startet ein etabliertes Unternehmen in neue Bereiche, wird es ebenfalls Neuinvestitionen tätigen müssen. Werden hingegen bestehende Investitionsgüter, zum Beispiel Maschinen, ausgetauscht und durch neue ersetzt, so wird hier eine Ersatzinvestition notwendig.

Lassen sich durch eine Investition Kosten einsparen? In diesem Fall spricht man von einer Rationalisierungsinvestition.

Investitionsplan: Was gehört rein?

Ein guter Investitionsplan besteht aus drei Teilen, diese baust du am besten tabellarisch auf.

Teil 1: Anlagevermögen

Was brauchst du, um mit deinem StartUp zu beginnen? Was davon wirst du ein Jahr lang oder länger nutzen? Alles, was dir dazu einfällt, gehört in diesen ersten Teil deines Investitionsplans: Gebäude, Maschinen, Lizenzen, Beteiligungen, Anzahlungen. Das Anlagevermögen kann sowohl materiell als auch immateriell sein (beispielsweise Lizenzen und Schutzrechte).

Teil 2: Umlaufvermögen

Was brauchst du, damit dein StartUp läuft? Hierbei handelt es sich um alles, was schnell verbraucht, weiterverarbeitet oder für Rückzahlungen eingesetzt wird. Das alles gehört in den Bereich des Umlaufvermögens, zum Beispiel: Rohstoffe, Honorare für Berater, Personalkosten oder Mieten.

Teil 3: Der Planungszeitraum

In diesem Teil geht es darum, die Investitionen – insbesondere jene aus Teil 1 – zeitlich zu dimensionieren: Handelt es sich um kurz-, mittel- oder langfristige Investitionen? Wie lange wird das geschaffene Vermögen im Unternehmen sein? Und wann ist es abgeschrieben?

Der Investitionsplan für StartUps: ein Fazit

Aus den Erkenntnissen dieser drei Teile lässt sich im Zusammenspiel der Kapitalbedarf für dein StartUp ermitteln. Stellst du diesem Kapitalbedarf deine Prognosen für erhoffte Umsätze entgegen, so erhältst du einen guten Überblick darüber, wie viel Geld du bei Banken oder Investoren einsammeln musst, damit aus deiner StartUp-Idee ein echtes Unternehmen wird.

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Bild: Business photo created by mindandi – www.freepik.com

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