Wusstest du, dass Windows standardmäßig zahlreiche Daten verschickt? Mit diesen Maßnahmen kannst du das unterbinden.
Ein Gastbeitrag der FB Pro GmbH
Dein Rechner funkt ständig nach Redmond
Du kaufst dir ein neues Notebook, startest Windows und schon beginnt es. Im Hintergrund sendet dein System zahlreiche Daten an Microsoft. Nicht nur ein paar Häppchen, sondern hunderte Pakete pro Woche. Fehlerberichte, Nutzungsstatistiken und Systeminformationen werden gesammelt, analysiert und verschickt.
Nein, das ist keine Verschwörungstheorie, sondern leider gelebte Praxis. Verschiedene Studien und Tests belegen, dass die Telemetriedienste von Windows sehr aktiv sind. Microsoft argumentiert, dass die gesammelten Informationen der Sicherheit und Weiterentwicklung von Windows dienen. Doch was genau in den Datenpaketen steckt, bleibt intransparent. Und genau das ist das Problem.
Jeder Datenstrom birgt Risiken. Das liegt nicht nur daran, dass du nicht weißt, was gesammelt wird. Sondern auch, weil jede Verbindung nach außen eine potentielle Angriffsfläche für Hacker bietet. Zudem kann ein reger Datenaustausch gegen IT-Regularien und Compliance-Vorgaben verstoßen.
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Gibt es eine schnelle Lösung? Ist sie auch gut?
Du möchtest die unerwünschte Datenübertragung stoppen? Kein Problem. Mit Tools wie O&O ShutUp10 oder DoNotSpy11 ist das mit wenigen Klicks erledigt. Diese Programme erlauben es dir, Telemetrie, Werbefunktionen und andere Datensammler zu deaktivieren. Für Privatnutzer reicht das in der Regel aus.
Aber: Für Unternehmen sind diese Tools keine professionelle Lösung! Warum? Weil sie oft nur oberflächlich und punktuell wirken. Firmen sollten jedoch nicht nur an der Oberfläche kratzen, sondern ihre IT-Landschaft umfassend und professionell absichern. Das gelingt unter anderem mit einer Systemhärtung.
Mehr als nur das Abschalten der Telemetrie
Bei der Systemhärtung (englisch: System Hardening) wird dein Windows- oder Linux-System so konfiguriert, dass nur noch die unbedingt notwendigen Funktionen ausgeführt werden. Alles, was nicht zwingend für den Betrieb benötigt wird, wird deaktiviert oder entfernt. Dazu gehören unter anderem unnötige Programme, offene Ports, schwache Berechtigungen und unsichere Dienste.
Was bringt das? Es gibt weniger Angriffsflächen, die “Cybergangster” für ihre Attacken ausnutzen können. Zudem werden weniger Daten an Dritte gesendet. Das Abschalten der Telemetriedienste ist somit ein Baustein der Systemhärtung.
Warum du nicht blindlings handeln solltest
🛑 Einige Anwendungen und Treiber sind auf die Windows-Telemetriedienste angewiesen. Wenn du diese deaktivierst, können Kompatibilitätsprobleme auftreten.
🛑 Nach dem Abschalten der Telemetrie kann auch der Microsoft-Support eingeschränkt sein, da wichtige Diagnosedaten fehlen.
🛑 Auch bei korrekter Vorgehensweise kann eine falsche Konfiguration die Systemstabilität gefährden oder Sicherheitsupdates blockieren.
Weitere Informationen erhältst du in diesem Video:
Windows-Telemetrie abschalten: Wie geht’s?
✅ Erstelle zuerst einen Ist-Zustand. Finde heraus, wie viele Daten der Telemetriedienst von Windows 11 pro Woche übermittelt. Nutze dafür beispielsweise das Telemetrie Monitoring Framework des BSI.
✅ Willst du den Dienst für die Telemetrie-Erfassung und -Versendung wirklich abschalten? Wäge das Für und Wider ab. Treffe eine klare Entscheidung und halte sie in deiner Dokumentation fest.
✅ Du hast dich entschieden, die “Windows-Spionage” zu stoppen? Du willst deshalb alle Computer in deinem Unternehmen richtig “härten”? Dann halte dich an etablierte Standards wie BSI SiSyPHuS oder die CIS Benchmarks.
✅ Nutze die Gelegenheit und führe direkt ein umfassendes Hardening durch. Ein professionelles Tool für die automatisierte Systemhärtung spart dir viel Zeit und Nerven.
✅ Miss die Ergebnisse. Prüfe mit dem Telemetrie Monitoring Framework, wie viele Datenpakete deine Computer noch verlassen. Oder suche dir ein spezielles Tool für Hardening Audits, um den gesamten Status der Systemhärtung zu checken.
Fazit
Theoretisch ist das manuelle Abschalten der Telemetrie-Datenübertragung ganz einfach. Das funktioniert jedoch nur, wenn du die ungewollten Datenübertragungen bei wenigen Windows-PCs stoppen willst. Bei Firmen mit vielen Computern ist dieses Vorhaben jedoch recht aufwändig. Hier ist es besser, im Rahmen der ohnehin sinnvollen Systemhärtung gleich auch die Telemetriedienste einzuschränken. Am besten funktioniert das mit einem Hardening-Tool, das viele Prozesse automatisiert.
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Über den Autor:
Das Team der FB Pro GmbH hat sich auf Systemhärtung spezialisiert. Es unterstützt Firmen bei der Umsetzung einer passgenauen Hardening-Strategie und deren Implementierung. Mit dem Enforce Administrator hat die FB Pro zudem eine Lösung entwickelt, mit dem sich die Härtung von IT-Landschaften – auch wenn sie groß und komplex sind – quasi per Knopfdruck realisieren und überwachen lässt. Auch Reports für Audits lassen sich leicht erstellen.
Eine klasse Idee! Setze sie am besten sofort um!
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