Logistikprozess (Bild: Pexels)

Wie bedeutet eigentlich … Logistikprozess? Und wie sieht ein logistischer Prozess aus?

Zur effektiven Planung, Steuerung und Kontrolle eines Unternehmens sind konkret definierte Logistikprozesse unerlässlich. Eine besondere Stellung nehmen hierbei der Wareneingang und die Lagerlogistik ein.

Was ist ein Logistikprozess?

Ein Prozess ist eine Kette von Tätigkeiten, die verschiedene Stufen vom Input zum Output durchlaufen. Im Bereich der Logistik kann das der Weg eines Rohstoffes von der Anlieferung und Verarbeitung bis zum Endkunden als fertiges Produkt sein.

Welche Logistikprozesse gibt es?

Logistikprozesse unterscheiden sich je nach Branche und Unternehmen voneinander. In der Regel sind die Abläufe aber oft gleich: Sie umfassen Wareneingang und Anlieferung, Einlagerung und Lagerhaltung, Produktion und Auftragsabwicklung sowie Versand und Distribution.

Logistik Prozesse (Bild: Shutterstock)

Mit dem Wareneingang beginnt die Prozesskette

Zu den wichtigsten Logistikprozessen eines Unternehmens gehören die Lagerlogistik und speziell der Wareneingang. Die Aufgaben im Wareneingang reichen von der Kommunikation mit den Lieferanten über die Anlieferung der Materialien bis hin zur Erfassung aller Waren mit dem jeweiligen Lagerverwaltungssystem.

Ist der Wareneingang nicht gut organisiert, kann es zu empfindlichen Störungen im gesamten Betriebsablauf kommen.

So kann der Wareneingang strukturiert werden

Der guter Prozess im Wareneingang sieht bei einem großen Unternehmen beispielsweise so aus: Um ein Chaos auf dem Hof zu vermeiden, werden die ankommenden Laster in einem festen Zeitfenster einzeln zu bestimmten Toren geleitet und dort entladen.

Um die Wareneingangskontrolle zu beschleunigen, kommen spezielle Rangierfahrzeuge, sogenannte Wechselbrückenhubwagen, zum Einsatz. Sie bringen die Container auf Bereitstell- und Funktionsstellflächen.  So können die verantwortlichen Mitarbeiter die Überprüfung der angelieferten Waren (bspw. Rohstoffe) genau unter die Lupe nehmen – was auch gesetzlich vorgeschrieben ist.

Nach erfolgreicher Eingangskontrolle hinsichtlich Identität, Anzahl und Zustand wird die Ware schließlich ausgepackt, sortiert, geprüft, gekennzeichnet und im Warenwirtschaftssystem erfasst.

Effiziente Einlagerung und Lagerhaltung

Zum Lagerlogistikprozess gehört ebenso die ordnungsgemäße Lagerung und Verwaltung der Produkte, wobei das Lager die zentrale Schnittstelle ist. Die Ware sollte so eingelagert sein, dass bei der Zuteilung der Lagerplätze die Lagerkapazität maximal ausgenutzt wird.

Auch hier kommen spezielle Fahrzeuge – die Flurförderfahrzeuge – wie Gabelstapler zum Einsatz. Ein modernes Staplerleitsystem zeigt den Lagerarbeitern den Lagerplatz und die Reihenfolge an.

Von der Produktion in den Versand

Wird die eingelagerte Ware im Zuge der Auftragsabwicklung benötigt, folgen die nächsten Schritte im Logistikprozess: das Kommissionieren und das Picken. Anschließend geht die Ware entweder in die Produktion oder in den Versand. Beim Versand bereiten Versandspezialisten die Ware für den Transport vor. Das passiert häufig über Stapler- und Fördersysteme.

Wurde die Waren noch nicht verpackt, geschieht das im nächsten logistischen Prozessschritt. Danach folgen eine Wiegung und eine Etikettierung. Beim Warenausgang steuern ebenso wie beim Wareneingang spezielle Hofleitsysteme die ankommenden und abfahrenden LKWs.

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