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Einfach erklärt: Was ist eigentlich ein … Anlagenspiegel? [inkl. kostenloser Anlagenspiegel-Vorlage]

Ein sauber geführter Anlagenspiegel bringt Struktur in dein Anlagevermögen und schafft Klarheit für dich, dein Steuerbüro und das Finanzamt. So erstellst und nutzt du ihn.

Was versteht man unter einem Anlagenspiegel?

Für mittlere und größere Kapitalgesellschaften gehört der Anlagenspiegel fest zum Jahresabschluss. Auch für StartUp-Gründer, Selbstständige und kleine Unternehmen lohnt sich der Blick auf dieses Instrument.

Mit einem Anlagenspiegel verschaffst du dir den geordneten Überblick, wie sich dein Anlagevermögen über einen bestimmten Zeitraum entwickelt. Du dokumentierst darin alle Investitionen, die dein Unternehmen langfristig nutzt. Dazu zählen unter anderem:

🏭 Maschinen und technische Anlagen
🪑 Büroausstattung
💻 Hardware
🚗 Firmenfahrzeuge
🧠 Immaterielle Güter
📈 Finanzanlagen

Der Anlagenspiegel hilft dir nicht nur intern bei der Planung. Er bildet eine wichtige Grundlage für den Jahresabschluss und erleichtert auch die Dokumentation gegenüber dem Finanzamt.

Wann musst du einen Anlagenspiegel erstellen?

Das Handelsgesetzbuch verpflichtet mittlere und große Kapitalgesellschaften zur Führung eines Anlagenspiegels. Seit den neuen Schwellenwerten, die seit 2024 gelten, greift die Pflicht, wenn dein Unternehmen zwei von diesen drei Kriterien erfüllt:

💰 Bilanzsumme über 7,5 Mio. Euro
📊 Umsatz über 15 Mio. Euro pro Jahr
👥 50 oder mehr Mitarbeiter

Solange die Zahlen deines Unternehmens darunter liegen, bleibt der Anlagenspiegel freiwillig. Er ist trotzdem strategisch sinnvoll, besonders wenn deine Firma schnell wächst. Ein ScaleUp kann sich so auf die Anforderungen großer Unternehmen vorbereiten.

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Aufbau und Inhalt eines Anlagenspiegels

Da der Anlagenspiegel tabellarisch aufgebaut ist, spricht man auch vom Anlagengitter. Jede Position deines Anlagevermögens erscheint in einer eigenen Zeile. Typische Spalten erfassen:

🆔 Anlagen-Nummer
🏷️ Bezeichnung des Wirtschaftsguts
🗂️ Kategorie
📅 Anschaffungsdatum
💶 Anschaffungs- oder Herstellungskosten
➕ Zugänge
➖Abgänge
🔁 Umbuchungen
📉 Abschreibungen und aktueller Restbuchwert

Unterschied zwischen Anlagenspiegel und Anlagenverzeichnis

🔷 Neben dem Anlagenspiegel gibt es auch das Anlagenverzeichnis als “kleines Pendant”. In ihm listest du einzelne Wirtschaftsgüter mit Anschaffungsdatum, Kosten, Abschreibung und Abgang auf.

🔷 Mit einem Anlagenspiegel gehst du einen Schritt weiter. Er zeigt dir zusätzlich die Entwicklung je Kategorie und Geschäftsjahr in zusammengefasster Form.

🔷 Für kleine Firmen und StartUps reicht häufig ein sauber gepflegtes Anlagenverzeichnis. Mit wachsendem Business entwickelst du dieses Dokument schrittweise zu einem vollständigen Anlagenspiegel weiter.

Welche Anschaffungen gehören nicht in den Anlagenspiegel?

👆 Nicht jedes Wirtschaftsgut landet automatisch im Anlagenspiegel. Geringwertige Wirtschaftsgüter bilden hier die Ausnahme: Unter 250 Euro netto buchst du den Betrag direkt als Aufwand.

👆 Zwischen 250 und 800 Euro netto spricht der Buchhalter von einem „geringwertigen Wirtschaftsgut“. Du entscheidest hierbei selbst, ob du es direkt verbuchst oder im Anlagenspiegel führst

👆 Diese Wahl beeinflusst Liquidität und Abschreibung. Sprich dich hierzu am besten mit deinem Steuerberater ab.

Tipp: Du suchst gerade einen guten Rechtsanwalt oder Steuerberater? Das StartUpWissen-Team kann dir einen passenden Experten vermitteln. Wende dich einfach und ganz unverbindlich an uns!

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Anlagenspiegel-Vorlage: Hier herunterladen

Anstatt selbst bei null zu starten, solltest du am besten auf ein kostenloses Anlagenspiegel-Muster zurückgreifen. Denn eine gut strukturierte Excel-Datei spart Zeit und verringert die Fehlerquote.

> Download: Kostenlose Anlagenspiegel-Vorlage

Mit einfachen Formeln kannst du in diesem Anlagenverzeichnis Excel-Muster die Abschreibungen und Summen automatisieren. Es stehen dir dafür zwei Ebenen zur Verfügung: Im ersten Tabellenblatt verwaltest du dein Anlagenverzeichnis und im zweiten behältst du speziell immaterielle Güter im Blick.

Fazit

Der Anlagenspiegel bringt Ordnung in dein Anlagevermögen, schafft Transparenz und wächst mit deinem Unternehmen. Auch wenn noch keine gesetzliche Pflicht besteht, profitierst du von klaren Strukturen, besseren Entscheidungen und weniger Rückfragen vom Finanzamt. Mit einer passenden Anlagenspiegel-Vorlage setzt du das Thema schnell und praxisnah um.

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