Business Pivot (Bild: Pixabay)

Was bedeutet eigentlich … Business Pivot?

Manche Unternehmen können nur durch eine ganz krasse Neuausrichtung vor der Pleite gerettet werden. Dann vollziehen sie einen Pivot.

Was ist ein (Business) Pivot?

Wenn man erkennt, dass man mit einer gewissen Strategie nicht mehr weiterkommt, muss gehandelt werden. Im Zweifelsfall ist es nötig, einen Business Pivot einzuläuten.

Ein Business Pivot ist ein radikaler Kurswechsel und damit eine Veränderung des ursprünglichen Geschäftsmodells.

Ohne Anpassung des Geschäftsmodells geht es nicht

Die Glanz der einstigen Giganten Yahoo, Quelle und Blackberry ist dahin. Warum eigentlich? Wie kamen sie in eine derartige Situation? Die Antwort darauf: Sie haben sich nicht angepasst und ganz starr an alten Geschäftsmodellen festgehalten.

Im Leben ist nichts so beständig wie der stetige Wandel. Das gilt auch für Unternehmen. Sie müssen tagtäglich Konkurrenten abwehren und in die Zukunft schauen. Das bedeutet auch, dass sie flexibel und veränderbar bleiben müssen, um sich einem möglichen Wandel anzupassen. Manchen Firmen gelingt das nicht. Auch manche StartUps tun sich schwer von ihrer ursprünglichen Idee abzuweichen. Genau das kann ein fataler Fehler sein.

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Verschiedene Arten von Pivot

Es gibt nicht den ultimativen Tipp, wie ein Unternehmen durch eine Neuausrichtung gerettet werden kann. Die Ausgangslage, die Marktsituation, das Konkurrenzumfeld, das Budget und viele weitere Faktoren beeinflussen das Vorgehen bzw. die Optionen.

Nichtsdestotrotz haben sich verschiedene Pivot-Arten entwickelt. Zum Beispiel kann der Kurswechsel so gemeistert werden:

    • Das Produkt bleibt gleich, aber eine neue Zielgruppe angesprochen
    • Die Zielgruppe bleibt gleich, das Produkt wird angepasst
    • Man fokussiert sich nur noch auf ein Produkt oder ein Features
    • Die Produktpalette wird größer oder ein Produkt erhält mehr Funktionen
    • Das Unternehmen wechselt seinen Geschäftsbereich – beispielsweise vom Endkundengeschäft (B2C) zum Geschäftskundenbusiness (B2B)
    • Das neue Geschäftsmodell basiert auf der Veränderung der Technologie

Bekannte Beispiele fürs Pivoting

Große wie auch kleine Unternehmen können vom sogenannten Pivoting profitieren. Manchen hat diese Neuausrichtung schon mehrfach das Leben gerettet. Zum Beispiel bei:

Apple

Unglaublich, aber wahr: Apple stand mal vor dem Bankrott. Doch Steve Jobs rettet sein Unternehmen damals mit neuen Produkten. Er erweiterte das Computer-Portfolio um neue Produkte. iPod, iPhone und iPad machten aus Apple eines der wertvollsten Unternehmen der Welt.

Instagram

Der Ursprung von Instagram lag in der App Burbn. Ein Foursquare-Mitbewerber, bei dem Bourbon-Liebhaber unter anderem Fotos hochladen konnten. Die App floppte, aber das Foto-Feature kam an. Also gab es einen Pivot und Instagram entstand. Heute ist es eines der beliebtesten Social Networks und gehört zum Facebook-Imperium.

Slack

Steward Butterfield wollte mit seinem Team ein Online-Rollenspiel entwickeln. Damit die Programmierer sich besser austauschen konnten, entwickelten sie nebenbei ein Kommunikationstool: Slack. Das Game scheiterte, also fokussierte sich das Team auf Slack – mit Erfolg.

Nintendo

… gibt es schon lange. Ende des 19. Jahrhunderts produzierte die Firma Spielkarten. In 1950er-Jahren investierte Nintendo in verschiedene Geschäftszweige ein und produzierte unter anderem Instant-Reis. Gegen 1970 stiegen die Japaner ins Videospiele-Business ein – und blieben trotz ein paar Flops erfolgreich.

Nokia

Auch das finnische Unternehmen hat eine lange Geschichte. Bei seiner Gründung im Jahr 1865 war es ein Papierfabrikant, später Gummiproduzent und Kabel-Unternehmen. Das bekannte Mobiltelefon-Business entstand in den 1980ern und wurde 2013 an Microsoft verkauft. Seitdem konzentriert sich Nokia auf Kommunikationsnetze.

Fazit

Droht eine Schieflage, kann ein Pivot eine rettende Maßnahme für ein Startup oder eine etablierte Firma sein. Um das Risiko bei einem Kurswechsel zu verringern, benötigt man eine durchdachte Strategie. Und eine große Portion Mut.


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