Heatmap (Bild: Shutterstock)

Was ist eigentlich … eine Heatmap? Welche Unterschiede gibt es bei Heatmap-Tools?

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Heatmap-Tools sind unter anderem beim Design von Websites und Onlineshops wichtig. So funktioniert die Technik.

Ein Gastbeitrag von Capturly

Heatmap: Was bedeutet das?

Bei Heatmaps handelt es sich um stark visualisierte Daten-Darstellungen, bei denen die Intensität bestimmter Ereignisse durch Farben hervorgehoben wird. 

Eine Heatmap einer Website sieht zum Beispiel so aus:

Heatmap Beispiel Website (Bild: Capturly)

Woher stammt die Idee der Heatmaps?

Die Verwendung von Heatmaps begann im 19. Jahrhundert. Damals benutzte der Statistiker Toussaint Loua verschiedene Farben, um die Sozialstatistiken in den Pariser Stadtteilen darzustellen. Der Begriff „Heatmap“, wie wir ihn heute verwenden, stammt vom Softwareentwickler Cormac Kinney. Er stellte in den 1990er-Jahren Informationen über den Finanzmarkt grafisch in Echtzeit dar.

Wo kommen Heatmaps zum Einsatz?

Heatmaps werden heute in vielen Bereichen des Lebens eingesetzt. Zum Beispiel im Sport, um die Leistung eines Spielers darzustellen. Oder Heatmaps zeigen die Verteilung der Corona-Fälle in einem Land an.

Heatmap Beispiel Corona-Fälle (Bild: Freepik)

 

Eine Anwendung, die für dein Business wichtig ist, sind Website-Heatmaps. Im Rahmen der Website-Analyse kannst du mit Heatmap-Informationen alle relevanten Aktionen sammeln, die Nutzer auf deiner Webseite durchführen. Dazu gehören das Bewegen des Mauszeigers über die verschiedenen Elemente der Seite, das Scrollen und das Klicken. Es gibt auch Eye-Tracking-Heatmaps, mit denen du die Augenbewegungen der Nutzer verfolgst.

Was bringt ein Heatmap-Tool?

Eine Heatmap-Software ist eines der wichtigsten Website-Analyse-Tools, die du benötigt, wenn dein Ziel die Optimierung der Conversion Rate ist. Es hilft dir, Interessenten und Kunden besser zu verstehen. Und es unterstützt dich beim langfristigen Wachstum deines Online-Business‘. 

Zudem kannst du mit einer Heatmap sehen, ob deine Maßnahmen zur Conversion Rate Optimierung fruchtbar sind oder nicht.

Welche Arten von Heatmaps gibt es?

Mit entsprechenden Tools kannst du im Bereich des Webdesigns folgende Heatmaps erstellen:

    • Click Maps
    • Mouse Movement Maps
    • Scroll Maps
    • Attention Maps
    • Eye-Tracking Heatmaps

Das sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Methoden und Technologien.

Click Maps

Klicken deine Besucher dort hin, wo du es dir denkst? Heatmaps helfen dir, dies herauszufinden. Mit Hilfe der Click Maps kannst du beispielsweise leicht erkennen, ob die User deiner Website auf Objekte klicken, die nicht anklickbar sind.

Warum ist das gut für dich? Die Website-Besucher versuchen manchmal auf Bilder oder Texte zu klicken, von denen sie erwarten, dass sie anklickbar sind. Wenn sie solche Elemente finden, dann beeinträchtig das die User Experience.

Glücklicherweise lässt sich das gut beheben: Du kannst entweder die entsprechenden Objekt so umgestalten, dass sie nicht anklickbar erscheinen. Oder du fügst einfach einen Link hinzu. 

Wenn du mit deinem Heatmap-Tool genügend Daten sammelst, wirst du eine klare Vorstellung davon haben, welche Elemente die meiste und die wenigste Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mithilfe von Heatmaps kannst du deine Call to Actions (CtA) strategisch dort platzieren, wo die Nutzer sie am ehesten anklicken.

Darüber hinaus kannst du deine Benutzer segmentieren und die Daten über neue Besucher und wiederkehrende Besucher getrennt sammeln. Das ermöglicht Tests um zu erkennen, ob sich wiederkehrende Nutzer anders verhalten als die Einmalbesucher.

Mouse Movement Maps

Mouse Movement Maps werden oft auch als Mausverfolgungs-Heatmaps, Mausbewegungs-Heatmaps, Hover-Maps, Attention-Maps, Attention-Heatmaps oder Move-Maps bezeichnet.

Mit einer Mouse Movement Map verfolgst du die Mausbewegungen deiner Website-Besucher. Sie heben die Bereiche hervor, in denen deine Besucher die meiste Zeit mit der Maus verweilen.

Das Problem bei dieser Art von Heatmap ist, dass die Cursorbewegung nicht direkt den Objekt korrellieren, die die Nutzer betrachten. Wenn du das Beste aus den Hover Maps herausholen willst, musst du sie in Kombination mit anderen Heatmaps oder Website-Analyse-Tools verwenden. 

Scroll Maps

Mit Hilfe der Scroll Maps findest du heraus, wie weit die Website-Besucher auf deiner Seite scrollen. Die Farbe wird verwendet, um die am meisten und am wenigsten gescrollten Teile einer Seite darzustellen.

Warum ist das interessant? Wenn du längere Seiten verwendest, besteht die Möglichkeit, dass die Besucher nicht bis zum Ende der Seite scrollen. Mit dieser Heatmap-Art kannst du die beste Plätze für deine wichtigste Inhalte und Call to Actions finden. 

Anhand von Scroll-Heatmaps lässt sich ebenso feststellen, ob du einige Abschnitte deiner Website neu gestalten oder überflüssige Elemente weglassen musst, um mehr Erfolg damit zu haben.

Attention Maps

Ein Attention Map ist eine visuelle Darstellung, die auf einem Algorithmus basiert. Dieser sammelt die Aufmerksamkeitsdaten von Nutzern und erstellt damit eine vorausschauende Heatmap für das Eye-Tracking.

Der Algorithmus sagt voraus, welche Elemente deiner Website am ehesten die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich ziehen. Auch wenn dies auf den ersten Blick nicht nach einer präzisen Methode aussieht, belegen Umfragen, dass über 90 Prozent der Vorhersagen richtig sind.

Eye-Tracking Heatmaps

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Methode, die auf der Messung der Augenbewegung basiert. Sie hilft dir dabei, genau herauszufinden, wohin deine Nutzer beim Surfen auf deiner Webseite blicken.

Für diese Methode benötigst du allerdings ein spezielles Gerät, das du jedem Probanten aufsetzen musst. Eine anonyme Auswertung des Nutzerverhaltens ist so nicht möglich.


Über den Autor:

Capturly ist ein umfassendes Online-Analyse-Tool, das Online-Unternehmen auf einfache und verständliche Weise Feedback aus erster Hand und echte Geschäftseinblicke liefern kann. Capturly zeigt nicht nur, wo deine Besucher stecken bleiben, sondern gibt auch die genauen Aktionen deiner Besucher wieder.

Bilder: Shutterstock, Capturly, freepik

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