Ökostrom Tarife StartUps (Bild: Pixabay)

Ökostrom-Tarife für StartUps: Was zu beachten ist

  • Letztes Update:2 Jahren 
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Viele StartUps möchten nicht nur innovativ sein, sondern auch ökologisch handeln. Mit Ökostrom schont man die Natur und kann zudem Geld sparen. So geht’s.

Vorsicht bei der Tarifauswahl: Ökostrom nicht immer Ökostrom

Wer sich für ökologisch erzeugte Energie interessiert, sollte die Tarife kritisch begutachten: Nicht immer ist der Strom tatsächlich ohne schädigenden Einfluss auf die Umwelt erzeugt worden. Bei vielen Energieversorgern handelt es sich lediglich um Energie, die durch den Ankauf von Ökostrom-Zertifikaten umgelabelt wird. Auf diese Weise wird auch Atom- und Kohlekraftwerken bescheinigt, dass Ökostrom produziert wird.

Der Zertifikatehandel wird von Fachleuten kritisch gesehen. Sie empfehlen deshalb, auf reine Ökostrom-Anbieter zu setzen. Diese unterscheiden sich dahingehend zu konventionellen Versorgern, dass sie den Ökostrom auch aktiv fördern und in eine ökologische Stromerzeugung investieren. Ratsam ist es daher, auf das Ok-Power Label und das Grüner Strom Label (GSL) zu achten, die tatsächlich bescheinigen, dass der Strom ohne erhebliche Umwelteinflüsse erzeugt wurde.

(Bild: Strom Report)

„Grüner Strom“ ist gar nicht so teuer

Im Jahr 2018 entfallen 6,792 Cent je Kilowattstunde auf die sogenannte EEG-Umlage. Durch die zusätzliche Gebühr soll der Ausbau erneuerbarer Energien gefördert werden. Dadurch entfällt ein gutes Fünftel der Stromkosten auf die zusätzliche Gebühr.

Ein Nebeneffekt: Durch die Subventionierung des Ökostroms ist dieser mittlerweile auch preislich durchaus konkurrenzfähig. Vor allem im Vergleich zu den Tarifen zur Grundversorgung ist Ökostrom schon heute häufig günstiger.

Hohe Ersparnisse möglich

Unabhängig von den ökologischen Aspekten kann ein Unternehmen in der Regel viel Geld sparen, wenn es seinen Stromtarif wechselt. Insbesondere für Neukunden werden teilweise hohe Boni gewährt, was einen Wechsel günstig macht. So wird selbst der an sich schon gar nicht mehr so teure Ökostrom noch günstiger. Ein Aspekt, der gerade für StartUps mit knappen Kassen nicht unterschätzt werden darf!

Zudem lassen sich die Tarife besser an den eigenen Bedarf anpassen: Bei einigen Angeboten müssen vergleichsweise hohe Grundgebühren gezahlt werden, was aber durch niedrige Verbrauchskosten kompensiert wird. Bei einem relativ hohen Energieverbrauch können die Gesamtkosten so gesenkt werden.

Nicht zu lange an einen Tarif binden

Wer Strom aus erneuerbaren Energien bezieht, sollte darauf achten, dass er sich nicht zu lange an einen Stromtarif bindet. Denn: Aktuell scheint der Strompreis eher zu sinken, weshalb eine gewisse Flexibilität durchaus von Vorteil ist. Eine Preisbindung von zwölf Monaten ist allerdings durchaus üblich und sinnvoll.

Wer den Anbieter wechseln möchte, sollte immer an die Laufzeit seines aktuellen Vertrages denken. Sofern es sich nicht um einen Tarif zur Grundversorgung handelt, müssen alle Verbraucher eine Kündigungsfrist beachten. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und per Einschreiben versendet werden, um den Versand des Dokumentes im Zweifel nachweisen zu können.

Ein Sonderkündigungsrecht besteht übrigens in den seltensten Fällen. Lediglich eine Erhöhung der Energiekosten führt zur rechtlich zulässigen Möglichkeit, um vorzeitig aus dem alten Vertrag auszuscheiden.

Ein Marketing-Tipp zum Thema Ökostrom

„Tu‘ Gutes uns spricht darüber“: Diese alte Weisheit kann eine Firma auch für seine Ökostrom-Nutzung verwenden – besonders wenn ein nachhaltig agierendes Unternehmen (StartUp-Zebra) ist.

Zum Beispiel, indem es auf seiner Webseite darauf hinweist, dass es den Umweltschutz für wichtig erachtet und deswegen in seinem Büro die Power von Ökostrom nutzt. Ein Label des Stromanbieters kann diese Botschaft unterstreichen.

Fazit

Finanzielle Ersparnisse und ein reines Umwelt-Gewissen müssen sich keinesfalls ausschließen. Ökostrom kann – gerade wenn man die Tarife vergleicht und geschickt von einem Anbieter zum nächsten wechselt – recht günstig sein. So entsteht eine schöne Win-Win-Situation.

Bild: Pixabay, Strom-Report

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