Usabiliy - die Nutzerfreundlichkeit einer Website - ist für Suchmaschinen-Optimierung (SEO) sehr wichtig (Bild: Freepik)

Suchmaschinen-Optimierung: Warum eine gute Usability für SEO so wichtig ist

  • Letztes Update:2 Wochen 
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Mit diesen essentiellen Tipps sorgst du für eine bessere Usability deiner Website. Das bringt dir unter anderem mehr SEO-Erfolg.

Achte bei SEO auch auf die Nutzerfreundichkeit!

Wenn du dich mit den Grundlagen von SEO (Search Engine Optimization) beschäftigst, merkst du schnell: Diese Marketing-Disziplin erfordert viel Fachwissen und eben so viel Ausdauer! Schnell mal dies oder das machen bringt wenig Erfolg. Du musst durchdacht und auch strategisch handeln.

Was ebenso wichtig ist: Du hast ein dickes Bündel von Maßnahmen durchzuführen. Denn nur ein-zwei Aktivitäten wie Linkbuilding und Bilder-SEO sind zu knapp gesprungen. Möchtest du deine Website – zum Beispiel deinen Blog oder deinen Onlineshop – dauerhaft voran bringen, solltest du eine breite Klaviatur spielen.

Ein Element, das gerne vergessen wird, ist die Usability einer Website.

Was hat SEO mit Usability zu tun?

Google und andere Suchmaschinen-Betreiber sind stets darum bemüht, ihren Nutzern die bestmöglichen Webseiten zu empfehlen. Seiten, auf denen zum Beispiel die gesuchten Informationen stehen. Und Seiten, auf denen die Besucher gerne verweilen.

Hier kommt die Usability, also die Benutzerfreundlichkeit, ins Spiel. Die Usability sorgt dafür, “dass sich die Webseitenbesucher bei dir beziehungsweise auf deiner Internetpräsenz absolut pudelwohl fühlen – und zwar auf allen Endgeräten”, erklären die SEO-Berater von Suchhelden.de.

Und John Müller, Webmaster Trends Analyst bei Google, sagte unter anderem mal: „Manchmal spielen diese kleinen Unterschiede eine Rolle dabei, wie die Leute eine Website wahrnehmen. Wenn […] die Leute zu Ihnen kommen und sagen: ‘Nun, Ihre Informationen sind in Ordnung, aber sie sind auf eine Weise präsentiert, die sehr amateurhaft aussieht’, dann könnte das widerspiegeln, wie Ihre Website wahrgenommen wird. Und auf lange Sicht könnte das auch etwas widerspiegeln, das in der Suche sichtbar ist.“

Anders ausgedrückt: Websites mit einem mittelmäßigen Design oder schlechten Usability ranken nicht so gut wie ähnliche Mitbewerber mit einer guten Nutzbarkeit.

Wie lässt sich die Usability von Websites für SEO verbessern?

Hier ein paar Tipps, wie du dafür sorgst, dass sich deine Website-Besucher “pudelwohl” fühlen, deine Seite gerne nutzen und weiterempfehlen:

Tipp 1 | Ladezeit optimieren

Was vermiest einem Interessenten den Ersteindruck, der ja bekanntermaßen zählt? Eine hohe Ladezeit deiner Website! Braucht es drei, vier, fünf oder mehr Sekunden, um die ersten Inhalte anzuzeigen, steigt der Frust-Pegel. Im schlimmsten Fall klickt der vermeintliche Interessent sofort wieder weg.

Also: Arbeite stets daran, den Pagespeed deiner Website zu verbessern!

Tipp 2 | Sicherheit ist Trumpf

Damit die Besucher mit deiner Website zufrieden sind, musst du zuerst die Basics erfüllen. Dazu gehört unter anderem, dass alle Daten sicher sind. Um das zu gewährleisten, hast du auf eine SSL-Verschlüsselung zu setzen.

Tipp 3 | Responsive Design

Deine Website muss astrein auf Smartphones laufen, jede Funktion sollte voll nutzbar sein. Das erwartet der moderne Konsument, der zunehmend mit seinem Mobiltelefon Onlineshops, Firmenwebseiten und Blogs ansteuert.

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Läuft deine Website unrund auf einem Smartphone, weil sie zum Beispiel nicht alle Elemente anzeigt, führt das zu einer miserablen Usability. Idealerweise fährst du eine Mobile-First-Strategie.

Tipp 4 | Schöne Artikel statt Textwüsten

Geben wir es zu: Texte im Internet zu lesen kann ziemlich anstrengend sein. Deshalb gilt es als eminent, deine Inhalte so aufzubereiten, dass sie gerne “konsumiert” werden. Dazu gehört unter anderem die Gliederung in Absätzen, die Verwendung von Zwischenüberschriften sowie der Einsatz von Bildern und Videos.

Tipp 5 | Werbung, die nervt

Hier ein Pop-up, dort ein blinkender Banner, da ein selbst laufendes, lautes Werbevideo: Ads sind zwar wichtig, um Umsätze zu generieren, doch übertreibe es damit nicht! Zu viel und auch schlechte Anzeigen frustrieren deine Website-Besucher und verschlechtert damit die Usability.

Hörtipp: Wie du einen Blog oder ein Onlinemagazin ohne Ads refinanzieren kannst, erklärt dir BASICthinking-Geschäftsführer Tobias Gillen in unserem StartUpWissen Podcast.

Tipp 6 | Verweildauer erhöhen

Eine Metrik, um zu zeigen, dass eine Website eine gute Usability besitzt, ist die Verweildauer. Denn je länger jemand auf einer Seite bleibt, um die Inhalte zu lesen oder anzuschauen, desto zufriedener ist er in der Regel damit. Versuche deshalb, die Verweildauer zu erhöhen, indem du Online-Tools, Videos oder auch Podcast-Folgen direkt in deinen Content integrierst.

Tipp 7 | Interaktion erhöhen

Gefällt deine Website auf den ersten und zweiten Blick, möchten die Besucher damit interagieren. Zum Beispiel erwarten sie Downloads oder integrierte Online-Tools, um mehr Informationen zu erhalten. Oder sie wollen einen interessanten Beitrag kommentieren.

Fehlt zum Beispiel die Kommentarfunktion oder ist sie schwer zu bedienen, verschlechtert das die Usability. Zudem wirkt sich das auf deine SEO-Maßnahmen aus. Das SearchEngineJournal schreibt dazu: „Google indiziert Blog-Kommentare wie andere Inhalte, was bedeutet, dass sie dazu beitragen können, dass Webseiten in den Suchergebnissen ranken. Daher könnte sich das Entfernen aller Blog-Kommentare von einer Website auf deren Rankings auswirken.”

Tipp 8 | Nicht auf SEO achten

Dieser Ratschlag mag seltsam klingen, doch er hat diesen einen wichtigen Hintergrund: Denke stets an deine Zielgruppe mit ihren Wünschen, Zielen und Anforderungen. Optimiere deshalb eine Seite nicht für Suchmaschinen, sondern zuerst für die User. Was Menschen gefällt, gefällt auch Google & Co.

Fazit

Sorge dafür, dass deine Website stets ein Erlebnis für deine Besucher ist. Optimiere fortwährend die Usability um die sogenannte User Experience zu verbessern. Das sorgt für zufriedene Nutzer und unterstreicht deine SEO-Maßnahmen. Eine echte Win-Win-Situation!

Bild: Freepik

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