SEO Grundlagen (Bild: Pixabay)

SEO für Einsteiger: Grundlagen und Tipps

Die Suchmaschinenoptimierung, fachsprachlich SEO genannt, gehört zu den wichtigsten Disziplinen des Onlinemarketings. Das musst du darüber wissen.

Was ist eigentlich SEO?

SEO steht für Search Engine Optimization, also für die Suchmaschinenoptimierung. Das bedeutet, deine Website (respektive deine Firmenwebseite, dein Onlineshop und/oder dein Firmenblog) sollte so angelegt werden, dass sie von Suchmaschinen leicht gefunden und analysiert werden kann.

Nicht nur das: Das Ziel von SEO ist es, in Suchmaschinen möglichst weit vorne – am besten auf der ersten Seite ganz oben – gelistet zu werden. Hier spricht man von organischen, also unbezahlten, Suchtreffern. 

Was ist der Unterschied zwischen SEO, SEA und SEM?

    • SEM steht für Search Engine Marketing. Damit ist SEM der Oberbegriff für SEA und SEO.
    • SEA ist das Search Engine Advertising. Hier schaltest du Text-Anzeigen bei Google, Bing & Co. Diese erscheinen als Suchtreffer bei den entsprechenden Suchanfragen.
    • SEO ist somit die langfristige und auch “kostenlose” Maßnahme, um bei den Suchtreffern der Suchmaschinen zu erscheinen.

SEO = Google-Optimierung

Wenn von Search Engine Optimization geredet wird, ist in den allermeisten Fällen nur von einer Google-Optimierung die Rede. Die wenigsten SEO-Experten machen sich Gedanken über eine Optimierungen für Bing oder andere Suchmaschinen – ihr Marktanteil ist einfach zu gering.

Suchmaschinen-Ranking weltweit 2020 (Bild: Statista)


Da der geheime Google-Algorithmus ständig verändert wird, handelt es sich bei der
Suchmaschinenoptimierung nicht um eine einmalige Angelegenheit, sondern um ein langfristiges Projekt. Eines, bei dem du ständig am Ball bleiben musst.

Warum SEO?

Google und alle anderen Suchmaschinen-Betreiber sind bestrebt, allen Suchenden jeweils das beste Ergebnis zu liefern. Das bedeutet: Wenn jemand nach “Magento Agentur Frankfurt” sucht, möchte er keine Typo3-Agenturen aus Bremen auf den ersten Trefferseiten sehen. Damit das funktioniert, dreht sich alles um Keywords.

Die Suchmaschinen crawlen deine Webseite, deinen Onlineshop oder deinen Blog und analysieren dabei unter anderem, welche Keywords – also Schlagworte – darin enthalten sind. 

Vereinfacht gesagt bedeutet das: Kommt auf einer Firmen-Homepage mehrmals der Begriff “Magento Agentur Frankfurt” vor, handelt es sich hierbei wohl um die Webseite einer Magento-Agentur aus Frankfurt. Die Suchmaschinen stufen eine derartige Seite besser zum Thema “Magento Agentur Frankfurt” ein, als eine Seite, auf der es um Typo3 geht.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich Webseiten, Onlineshops oder Blogs auf Themen spezialisieren, damit sie von den Suchmaschinen besser eingeordnet werden können. Das bedeutet aber nicht, dass beispielsweise ein Onlineshop nur Herrenschuhe verkaufen darf, um bei Google gut zu ranken! Selbstverständlich darf es hier auch andere Produkte geben.

Doch bei deinen SEO-Maßnahmen musst du darauf achten, dass Google erkennt, dass es beispielsweise spezielle Landingpages für Herrenschuhe, Damenschuhe und Kinderschuhe gibt. Es muss also jeder Bereich auf jeweils ein Keyword oder zumindest wenige Keywords optimiert werden.

Anders ausgedrückt: Für ein gutes Suchmaschinen-Ranking muss deine Seite eine hohe Relevanz für ein Thema besitzen.

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Onpage- und Offpage-Optimierung

Die Search Engine Optimization unterteilt sich in zwei Kategorien: in die Onpage- und Offpage-Optimierung. Bei Letzterer geht es darum, externe Faktoren zu verbessern. Denn Google bezieht verschiedene Kriterien in das Ranking einer Seite mit ein, darunter auch die Verlinkung durch fremde Webseiten.

Zur SEO-Offpage-Optimierung gehört zum Beispiel der Linkaufbau, das sogenannte Linkbuilding. Je mehr Seiten auf die eigene Internet-Präsenz verweisen, desto besser. Wobei hierbei die Qualität der Verweise wichtig ist: Ein Link von einem Medium wie Spiegel Online ist relevanter als der Link von einem kleinen, unbedeutenden Blog.

Das, was man meist unter SEO versteht, ist die Onpage-Optimierung. Verständlich, denn zuerst solltest du die eigene Webseite verbessern, bevor du die externen Maßnahmen angehst.

Für die Onpage-Optimierung gibt es ein großes Bündel an Maßnahmen (diese erläutern wir dir am Ende unseres Ratgebers). Tools wie das Delucks-Plugin für WordPress und der Sistrix Sichtbarkeitsindex helfen dir bei der Umsetzung.

SEO ist kein Garant auf Erfolg

Mit welcher SEO-Maßnahme kannst du eine Webseite auf die erste Seite von Google bringen? Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten. Denn es gibt nicht _die eine_ Maßnahme, sondern ein ganzes Bündel an SEO-Stellschrauben, die du anwenden solltest. Google hat über 200 Kriterien, nach denen Webseiten bewertet werden!

Gut zu wissen: Wenn du Suchmaschinenoptimierung betreibst, ist das leider kein Garant, dass die eigene Seite oder ein Artikel davon immer auf Seite 1 der Google-Suchtreffer erscheint. Es kann sogar vorkommen, dass du mit übereifrigen Optimierungen von Google gebannt wirst.

SEO verändert sich ständig

SEO ist kein Stein der Weisen, der jedem zum Erfolg verhilft. Doch ohne geht es auch nicht. 

Um im Bereich Suchmaschinen-Optimierung erfolgreich zu sein, musst du ständig dranbleiben und deine Maßnahmen nachjustieren. Google verändert laufend seinen Algorithmus. Gelegentlich erscheinen große Updates, die neuen Schwung in das Katz-und-Maus-Spiel bringen.

Und Google reagiert auf neue Technologien. Zum Beispiel gab es 2019 den SEO-Trend hin zu Mobile First. Das bedeutet, deine Webseite, dein Onlineshop und dein Firmenblog müssen auf Smartphones einwandfrei funktionieren und schnell laden, um ein gutes SEO-Ranking zu erreichen.

Das bedeutet: Suchmaschinen-Optimierung ist ein Marathon und kein Sprint. Man muss immer am Puls der Zeit bleiben. Das kostet viel Zeit und/oder Geld. Besonders wenn eine SEO-Agentur engagiert wird.

SEO-Maßnahmen: Ein paar Beispiele

Die Anzahl der Möglichkeiten zur Onpage-Optimierung sind vielfältig. Zu den wichtigsten Faktoren gehören:

Fokussierung auf wenige Keywords

Für was ist dein Unternehmen ein Spezialist? Was ist das Fokus-Thema deines Firmenblogs? Was sind die wichtigsten Produkte deines Onlineshops? Mache Google wie auch deinen (potentiellen) Kunden genau klar, was du anbietest bzw. was dein Hauptthema ist. Führe hierzu eine ausgiebige Keyword-Recherche, die sog. Keyword Research, durch.

Ein Topic pro Beitrag

Firmenblogs sind ein essentieller Bestandteil des Content Marketings. Denn sie eignen sich besonders gut, um deine Webseite in Sachen SEO voran zu bringen. Beachte hierbei, dass sich im Optimalfall jeder Beitrag nur um ein Thema dreht. Zum Beispiel “Yoga-Übungen fürs Büro”, “Steuertipps für die Steuererklärung 2020” oder “Magento-Update 2.2.3”.

Richtige H-Formatierungen

Zeichne Überschriften mit den H-Tags (H1, H2, H3 etc.) aus. Das gibt den Seiten eine Struktur – ideal für die Webseiten-Besucher bzw. Leser und die Suchmaschinen.

Länge der Texte

Die Länge der Texte muss in einem sinnvollen Verhältnis zum Thema der Seite stehen. Eine medizinische Ratgeberseite sollte längere Texte enthalten als eine Technik-News-Seite.

Es gibt verschiedene Erhebungen, die zeigen, dass lange Blogbeiträge zu einem Thema besser ranken als solche, die nur wenig Inhalt bieten. Google mag es also, wenn du ein Thema holistisch – also umfassend – behandelst.

Qualität der Texte

Der Google-Algorithmus wird ständig besser. Er erkennt zunehmend, ob ein Text für menschliche Leser oder für einen Suchroboter geschrieben wurde. Dementsprechend solltest du deine Inhalte vorrangig für Menschen und nicht für Google verfassen.

Häufigkeit der Keywords

Um was geht es in dem Text? Was ist die Kernaussage? Welche Schlagworte sind wichtig? Achte darauf, dass dein wichtigstes Keyword häufig vorkommt. Und verwende Synonyme. Aber übertreibe es nicht! Sogenanntes Keyword Stuffing – der zu häufige und damit plumpe Einsatz der Schlagworte – wird von Google abgestraft.

WDF*IDF bedenken

Mit der sog. WDF*IDF-Analyse findest du heraus, wie oft du die Keywords im Verhältnis zu anderen top-rankenden Webseiten verwendest. So erhältst du Hinweise, wie du deine Blogbeiträge oder Landingpages noch verbessern könntest.

Einsatz von Bildern und Videos

Qualitativ hochwertige Webseiten oder Blogbeiträge zeichnen sich nicht nur durch ihren Text, sondern auch durch den Einsatz von Medien-Inhalten aus. Das bedeutet: Setze unbedingt Fotos, Infografiken und Videos ein.

Richtige Bildernamen

Zur Suchmaschinenoptimierung gehört auch, dass du Bilder/Fotos passend benennst. Mit einer Datei „123.jpg“ oder “we-45xxhg.gif” kann Google wenig anfangen. Gib deinen Bilddateien vor dem Hochladen passende Bezeichnungen (zum Beispiel „senioren-app-screenshot.jpg“) und füge ebenso treffende Alt-Tag-Beschreibungen ein.

Wichtig: Die Dateinamen müssen zu den jeweiligen Seiten und ihren Keywords passen! Für einen Blogbeitrag mit Yoga-Tipps ist ein Bild mit dem Namen “yoga- tipp-1.jpg” besser für deine SEO-Maßnahmen als eine Datei namens “sonnenuntergang-mallorca.jpg”.

Weitere Tipps erhältst du in unserem Ratgeber “Bilder-SEO: Was du beachten solltest“.

Smartphone-Optimierungen

Webseiten müssen nicht nur im PC-Browser mit großen Auflösungen funktional und lesbar sein, sondern auch auf den kompakten Smartphone-Bildschirmen. Deswegen hat sich das Responsive Design durchgesetzt. Das heißt, die Webseiten-Inhalte werden am Computer anders dargestellt als auf Handys.

Die Smartphone-Optimierung von Webseiten wird immer wichtiger. Google hat extra einen Mobile-Index eingeführt: Webseiten, die für Smartphones optimiert wurden (schnelle Ladezeiten, keine Darstellungsprobleme etc.) werden bei der Suche über Smartphones und Tablets bevorzugt.

Benennung der URLs

Für ein gutes Ranking ist auch die URL einer Webseite bzw. der Unterseiten wichtig. Eine Seite wie www.testseite.de/herrenschuhe ist besser als www.testseite.de/page123, da hier bereits das Fokus-Keyword enthalten ist.

Alter der Webseite

Wenn eine Domain, deine Internetadresse, schon seit einigen Jahren existiert, ist das in Sachen Ranking besser als eine frisch gestartete Webseite. Aber: Wenn eine Webseite lange Jahre online ist, aber die Inhalte nicht optimiert wurden oder gar zu einer Abstrafung geführt haben, ist der Vorteil der Reife schnell dahin.

Update-Häufigkeit

Je öfter du deine Webseite mit neuen Inhalten updatest, zum Beispiel durch News, desto häufiger kommen die Google-Roboter vorbei. Dementsprechend kann es sinnvoll sein, bereits gut laufende Blogbeiträge o.ä. ständig mit neuen Informationen zu versehen, um sie „up to date“ zu halten.

Passende Ankertexte

Viele Links – sei es zu internen oder externen Seiten – werden von SEO-Laien gerne auf nichtssagende Worte und Wortkombinationen wie „mehr“ oder „hier klicken“ gesetzt. Besser ist es, eine Verlinkung auf passende und starke Keywords zu setzen.

Beispiel: Möchtest du deine Seite www.testseite.de/waschmaschinen-kauftipps/ verlinken, dann sollte der Ankertext am besten „Waschmaschinen Kauftipps“ lauten.

Ladezeit der Webseite

Auch die Ladezeit der Webseite oder deines Onlineshops wirkt sich auf das Ranking bei Google aus. Besonders Smartphone-optimierte Sites sollten innerhalb von ein bis drei Sekunden geladen sein. Achte darauf, dass unter anderem die verwendeten Bilder nicht zu groß ausfallen und dein Hosting-Paket ordentlich Speed beinhaltet.

Um die Ladezeit deiner Webseite zu testen, kannst du Google Test My Site nutzen.


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Bilder: Pixabay, Statista

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