Business Smartphone (Bild: Samsung)

Was muss ein Business-Smartphone bieten?

  • Letztes Update:3 Jahren 
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Akkulaufzeit, Multi-SIM oder schlicht der Preis: Es gibt 10 wichtige Punkte, die du bei der Wahl deines Business-Smartphones beachten solltest.

Die Qual der Wahl: Handys für den geschäftlichen Einsatz

Gleich vorweg: Es gibt nicht _das_ Business-Handy schlechthin! Mittlerweile bieten die meisten Smartphones größtenteils die gleichen Funktionen, und mit Apps lassen sie sich individuell anpassen. So ist es ganz leicht möglich, sie zu nutzen, um Geschäftstermine zu speichern, Notizen zu verfassen, Präsentationen zu öffnen, Mails zu schreiben, Fotos zu schießen, Memos aufzuzeichnen oder mit ihnen zu telefonieren.

Selbst die langsamsten und günstigsten Smartphones vermögen das. Somit kannst du theoretisch jedes moderne Mobiletelefon fürs Geschäftliche nutzen.

Was du bei einem Business-Smartphone beachten solltest

Selbstverständlich gibt es trotzdem Kriterien, nach denen du das beste Handy für dein Business und deine geschäftlichen Anforderungen findest. Nämlich:

Nr. 1: Akkulaufzeit

Bist du viel unterwegs und hast du selten eine Steckdose in der Nähe, benötigst du ein Smartphone mit einer großen Batterie. Gute „Langläufer“ besitzen eine Akkuleistung von mindestens 4.000 mAh (Milliamperestunden).

Tipp: Welche aktuellen Smartphones bieten die beste Akkulaufzeit? Bei der ComputerBild gibt es eine Übersicht.

Nr. 2: Kamera

Fotografierst du viel geschäftlich? Dann solltest du auf eine gute, hochauflösende Kamera achten. Diese gibt es unter anderem in den neuen Generationen des Apple iPhone und der Oberklasse der Huawei-Handys.

Tipp: Eine höhe Auflösung (angegeben in Megapixel) ist zwar wichtig, aber nicht alles. Am Ende ist der eingesetzte Foto-Sensor viel wichtiger. Bei Connect findest du eine Liste mit den Top-Fotohandys.

Nr. 3: Sicherheit

Wenn du dein Smartphone für geschäftliche Angelegenheit nutzt, musst du besonders auf die Privatsphäre und den Datenschutz achten. Nutze Apps wie den Facebook Messenger oder WhatsApp auf keinen Fall für die Kommunikation, sondern setze auf Threema und dergleichen.

Zudem sollte dein Phone gewisse Security-Features wie geschützte Datenbereiche, Fingerabdruck-Sensoren und hohe Verschlüsselungsstandards ab Werk bieten. So etwas haben nur wenige Anbieter in petto.

Nr. 4: Multi-SIM

Möchtest du über dein mobiles Telefon geschäftliche wie auch private Telefonate führen, aber mit unterschiedlichen Nummern? Oder wechselst du oft zwischen verschiedenen Ländern? Dann benötigst du ein Dual-SIM-Handy.

Nr. 5: Schutz

Arbeitest du viel im Freien? Kommt dein Smartphone mit Staub, Dreck oder Spritzwasser in Berührung? Oder fällt es öfters mal runter? Dann solltest du dir unbedingt ein Outdoor-Handy zulegen. In diesem Bereich sind die Smartphones von Caterpillar empfehlenswert.

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Nr. 6: Tastatur

Schreibst du viele und/oder lange Texte auf deinem Smartphone, dann könnte dir eine echte Tastatur die Arbeit erleichtern. Entweder legst du dir für dein Handy eine spezielle Hülle mit integrierten Keyboard zu (was meist ziemlich klobig und unelegant aussieht), oder gleich ein Smartphone mit fest verbauter Tastatur.

In der westlichen Hemisphäre gibt es nur noch einen Hersteller, der solche Geräte im Angebot hat: Blackberry. Doch der bzw. sein Produzent TCL stellte die Produktion ein. Somit musst du dich bei Interesse auf dem Gebrauchtmarkt umschauen.

Nr. 7: Stifteingabe

Wenn du gelegentlich handschriftlich Notizen verfassen oder Konzepte auf deinem mobilen Begleiter zeichnen möchtest, benötigst du ein Smartphone mit Touchpen-Eingabe. Das bieten beispielsweise die Modelle der Samsung-Note-Reihe.

Nr. 8: Betriebssystem

Android oder iOS? Das ist mehr eine Glaubensfrage als eine Frage nach Leistung und Technik. Apples iPhone ist nicht mehr unangefochten die Nummer 1, mittlerweile gibt es sehr viele – und auch günstigere – Android-Handys, die meist viel mehr fürs gleiche Geld bieten.

Nr. 9: Design

Ist dein Geschäftshandy ein Statussymbol, mit dem du bei deinen Kunden und Freunden Eindruck schinden möchtest? Oder ist dir das Aussehen gleichgültig, zumal du das Ding eh in eine Hülle steckst?

Je nachdem, wie deine Antwort ausfällt, musst du dich entsprechend auf dem Smartphone-Markt umschauen. Edel wirkende Handys kosten mindestens 500 Euro, die Topmodelle um die 1.000 bis 1.500 Euro.

Nr. 10: Preis

Musst du auf’s Geld achten, so ist der Preis ein entscheidender Faktor. Wenn du bei den hier genannten Punkten Abstriche machen kannst, kommst du schon für 200 Euro oder weniger zu einem guten Business-Smartphone.

Muss man die Katze im Sack kaufen?

Nein. Hast du ein paar Modelle ins Visier genommen, kannst du sie dir beispielsweise in einem Elektro-Fachmarkt oder einem Handy-Laden genau präsentieren lassen. Dort wird man höchstwahrscheinlich versuchen, dir das Smartphone inklusive Vertrag anzudrehen. Oder man bietet dir an, das Mobiltelefon ohne Vertrag zu kaufen.

Beide Optionen können teuer sein. Und unsinnig, wenn du beispielsweise einen laufenden Vertrag hast oder Prepaid-SIM-Karten einsetzt.

Vielleicht willst du dein Business-Smartphone gar nicht besitzen, schließlich verlieren die Dinger schnell an Wert? Ein Handy mieten – das könnte eine Alternative sein. Oder du bezahlst es in Raten ab, anstatt die volle Summe auf den Tisch zu legen.

Überlege dir somit, wie du deinen Favoriten finanzieren möchtest. Und mach‘ dich zusätzlich schlau, welches Finanzierungsmodell für die Absetzbarkeit von der Steuer besser ist.

Fazit: Welches Business-Handy soll’s sein?

Wie du siehst, gibt es nicht die eierlegende Wollmilch-Sau, also das ultimativ beste Business-Smartphone. Die Wahl hängt von deinen persönlichen Präferenzen ab. In machen Aspekten hast du eine große Auswahl (zum Beispiel beim Design und Preis), in anderen dagegen wenige bis fast gar keine (Smartphones mit Tastatur).

Was wir hier aufgelistet haben, sind aus unserer Sicht die zehn wichtigsten Punkte für ein Geschäftshandy. Selbstverständlich gibt es weitere Dinge, die man beachten kann. Dazu zählen unter anderem ein wechselbarer Akku, der Ladeanschluss (USB-C, microUSB, etc.) oder ein Klinken-Anschluss für Kopfhörer. Diese Liste könnte man fast endlos weiterführen.

Deswegen empfehlen wir dir, nicht einfach beim nächstbesten Angebot blind zuzugreifen, sondern dir intensiv Gedanken zu machen, was du _wirklich_ fürs mobile Arbeiten benötigst.

Bilder: Samsung

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