IT Haftpflichtversicherung (Bild: Pixabay)

Wozu braucht man eine IT-Haftpflichtversicherung?

Ist eine IT-Haftpflichtversicherung sinnvoll? In welchen Fällen greift sie? Welche Risiken sind nicht versichert? Eine Übersicht.

Haftpflichtversicherung: Erklärung

Der Name Haftpflichtversicherung setzt sich bereits aus zwei wichtigen Faktoren zusammen. Nämlich aus der Haftung und aus der Pflicht.

Als Haftpflicht wird die Pflicht bezeichnet, die entsteht, wenn man selbst einem Dritten einen Schaden zugefügt hat. Dann nämlich ist man für diesen Schaden haftbar zu machen bzw. wird in die Haftung genommen.

Warum eine gewerbliche Haftpflicht?

Im geschäftlichen Bereich kann es ebenso dazu kommen, dass man ungewollt anderen einen Schaden zufügt. Auch wenn man bemüht ist, seine Dienstleistungen zur vollsten Zufriedenheit des Kunden abzuliefern, kann etwas passieren. Und nicht selten geht es dann um höhere Summen, sodass eine gute Haftpflichtversicherung in diesem Falle das Unternehmen vor dem geschäftlichen Aus bewahren kann.

Zwei Beispiele:

    • Ein IT-Berater kippt versehentlich seinen Kaffee über das teure Macbook des Kunden. Dieser verlangt – berechtigterweise – Schadensersatz.
    • Teurer wird es bei fehlerhaften Programmierungen, wodurch schnell Schäden in fünf- bis sechsstelligen Summen entstehen können.

Was ist eine IT-Haftpflichtversicherung?

Speziell für, StartUps, Freiberufler und Unternehmen, welche im IT-Bereich tätig sind, ist eine spezielle Versicherung die beste Art, sich gegen Schadenersatzansprüche abzusichern.

Bei der IT-Haftpflichtversicherung handelt es sich in der Regel um eine Kombinationsversicherung, welche neben echten Vermögensschäden auch Sachschäden, Personenschäden und Vermögensfolgeschäden abdeckt. Das bedeutet, dass man mit ihr den Schutz einer Vermögensschaden- und einer Betriebshaftpflichtversicherung kombiniert. Wer über eine IT-Haftpflicht nachdenkt, kann sich unter anderem bei www.it-haftpflicht.versicherung informieren.

Wer benötigt eine IT-Haftpflichtversicherung?

Eine IT-Haftpflicht ist notwendig für:

    • IT-Unternehmen
    • IT-Freiberufler
    • Studenten im IT-Nebenjob

Versicherbare Berufe sind:

    • Webdesigner
    • Webdeveloper
    • Informatiker
    • Programmierer
    • IT-Consultant (bspw. SAP-Berater)
    • Netzwerkentwickler
    • EDV-Berater

Zu den abgesicherten Tätigkeiten gehören unter anderem:

    • IT-Beratung
    • EDV-Schulung
    • Datenanalyse
    • Datenbankentwicklung
    • Datenerfassung
    • Datenbearbeitung
    • Datenmanagement
    • Softwareentwicklung

Warum ist gerade im IT-Bereich eine IT-Haftpflichtversicherung so wichtig?

Der IT-Bereich ist ein sensibles Arbeitsfeld, in welchem man häufig in stressigen Projekten aufgrund knapper Deadlines arbeiten muss. Dabei kommt es nicht selten zu folgenden Fehlern:

    • Programmierfehler
    • Systemfehler
    • Datenverlust
    • Serverausfall
    • Rechtsverstoß

Welche Risiken sind durch eine IT-Haftpflichtversicherung abgesichert?

IT-Haftpflichtversicherungen sind nicht umsonst speziell auf den Umfang der Tätigkeiten im IT-Bereich ausgerichtet. Sie sind so konzipiert, dass sie alle notwendigen Dinge absichern. Dazu kommen individuelle Optionen, je nach eigenem Tätigkeitsbereich. Ein Webdesigner kann sich zum Beispiel gegen DSGVO-Verstöße absichern.

Worauf muss man besonders achten?

Bei der Wahl der Versicherung sollte man ganz genau hinschauen und sich im Zweifel lieber alles mehrfach erklären lassen. Auch das Kleingedruckte ist unbedingt zu lesen. Daneben muss natürlich darauf geachtet werden, dass der Vertrag alle wichtigen Haftpflichtrisiken wie Personen-, Sach- und echte Vermögensschäden beinhaltet.

StartUps sollten auf eine IT-Haftpflichtversicherung mit einer sogenannten offenen Deckung (All-Risk-Deckung) setzen. Denn nur dann sind alle Tätigkeiten und Gefahren versichert, die nicht ausdrücklich durch die Versicherungsbedingungen ausgeschlossen wurden. Somit hat man auch für neu hinzukommende Tätigkeiten einen Versicherungsschutz.

Welche Risiken sind nicht versichert?

Einige Schäden werden durch eine IT-Haftpflichtversicherung nicht abgedeckt:

    • Schäden von Dritten, welche durch Vorsatz entstanden sind
    • Schäden im Rahmen des unternehmerischen Risikos
    • Erbringung geschuldeter Leistungen
    • Nacherfüllung und Nachbesserung
    • Garantiezusagen
    • Schadenersatz wegen Verzögerung der Leistung
    • Vorsätzlich oder grob fahrlässig getätigte fehlerhafte Einschätzungen der vorhandenen technischen, logistischen, finanziellen oder personellen Ressourcen

Wo besteht überall Versicherungsschutz?

In der Regel bietet die IT-Haftpflichtversicherung weltweiten Versicherungsschutz. Das heißt für den Versicherten, dass es für ihn unerheblich ist, ob er seine Leistungen nur in Deutschland anbietet oder für internationale Unternehmen tätig wird.

Eine Ausnahme bilden dabei die USA und Kanada, wo der Versicherungsschutz eingeschränkt sein kann.

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