Arbeitsschutz (Bild: Pixabay)

Betriebssicherheit & Arbeitsschutz: die Grundlagen

Die Themen Arbeitsschutz und Betriebssicherheit mögen langweilig klingen, sie sind aber auch für StartUps und Kleinbetriebe wichtig. Wir erklären dir die Basics.

Führungskräfte tragen Verantwortung für die Mitarbeiter

Wenn du dein eigenes StartUp gründest, musst du an tausende Dinge denken. Einige hast du als frisch gebackener Unternehmer vielleicht nicht auf der Agenda. Zum Beispiel: Als Arbeitgeber musst du bestimmte Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit deiner Mitarbeiter zu gewährleisten.

Im Arbeitsschutz-Gesetz steht unter anderem: “Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, die erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen unter Berücksichtigung der sicherheits- und gesundheitsbezogenen Arbeitsumstände der Beschäftigten zu treffen. Darüber hinaus muss der Arbeitgeber die Arbeitsschutzmaßnahmen regelmäßig auf ihre Wirksamkeit überprüfen und erforderlichenfalls anpassen.”

Gut zu wissen: Wenn es einen Arbeitsunfall gibt und dieser nicht fahrlässig vom Mitarbeiter verursacht wurde, dann wirst du als Vorgesetzter zur Verantwortung gezogen.

Was bedeutet das?

Viele Maßnahmen dienen dazu, um Prävention zu betreiben. Der Bereich Prävention ist deshalb so wichtig, weil deinen Mitarbeitern ein gesundes und zugleich sicheres Arbeiten ermöglicht werden soll.  Und das gilt für alle – auch für geringfügig Beschäftigte!

Bei Büro-Jobs sind Krankheiten wie Nacken- und Rückenschmerzen von Bedeutung. Diese kannst du beispielsweise mit einer ergonomischen Büro-Einrichtung (Stichwort: rückengerechte Bürostühle) vermeiden.

Arbeiten deine Mitarbeitern mit Robotern und anderen Maschinen, muss der sichere Umgang mit den Geräten im Vordergrund stehen. Dazu gehört beispielsweise die Maschinenschutz.

Nicht nur in Produktionshallen, auch im Büro können Unfälle passieren. Zum Beispiel, wenn deine Mitarbeitern stolpern oder ausrutschen. Deswegen solltest du als Führungskraft alle zu treffenden Schutzmaßnahmen erst nehmen.

Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden?

Um passende Arbeitsschutzmaßnahmen zu finden, solltest du zuerst eine Gefährdungsbeurteilung und eine entsprechende Unterweisung der Mitarbeiter durchführen. Wichtige Ratgeber zum Thema Arbeitsschutzmaßnahmen gibt es beispielsweise bei der BGW (Bundesgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege).

Auch Brandschutz und Ersthelfer spielen in Unternehmen eine wichtige Rolle. “Führt ein Arbeitgeber ein Unternehmen mit mindestens zwei versicherten Mitarbeitern, ist dieser dazu verpflichtet, einen Betriebsersthelfer ausbilden zu lassen”, erklärt Arbeitsschutzgesetz.org. “Denn es gibt bestimmte Aufgaben, die ein Ersthelfer bewältigen muss. So ist er verantwortlich dafür, bei Unfällen Erste-Hilfe-Leistungen zu vollführen.”

Wenn viele Personen in einer Produktion tätig sind, erhöht das das Unfallpotential. Maschinen, die gefährliche Bestandteile besitzen, können beispielsweise mit Sensoren, Lichtschranken und Lichtketten ausgestattet werden. “Hierbei ist die Schaltung der Lichtschranke entscheidend. Diese muss auslösen, bevor sich ein Mitarbeiter ernsthaft in Gefahr begeben kann”, so die Experten von RS Components.

Kritische Situationen entstehen besonders beim Umgang mit Gefahrstoffen und Gefahrgut. Solche Stoffe und Produkte müssen speziell gelagert, behandelt und transportiert werden. Ansonsten können Mensch und die Natur in Mitleidenschaft gezogen werden.

Auch die Betriebshygiene ist ein Punkt, der die Sicherheit der Mitarbeiter verbessert. Die Möglichkeit, seine Hände zu waschen, sollte jedem gegeben sein. Dies ist ebenso gesetzlich verankert und gehört zu den Mindestanforderungen eines Unternehmens. Blanc Hygienic Solutions betont dabei: “Dem regelmäßigen und ordentlichen Händewaschen mit Seife kommt dabei eine spezielle Bedeutung zu, denn die Hände gelten als primärer Übertragungsort von Krankheitserregern”. 

Fazit

Auch wenn du als Gründer und Geschäftsführer unzählige Dinge im Kopf hast: Vergiss nie den Schutz deiner Mitarbeiter! Nur wenn deine Mitarbeiter wirklich gesund bleiben, können sie für dich arbeiten. Kein Arbeitgeber kann lange Fehlzeiten gebrauchen. Besonders nicht, wenn sie durch einen Arbeitsunfall entstanden.

Bild: Pixabay

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.