Herstellungskosten und Produktionskosten senken - Tipps (Bild: Freepik)

Teure Herstellung: Wie lassen sich steigende Produktionskosten kompensieren?

  • Letztes Update:3 Monaten 
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Wenn deine Herstellungs- und Produktionskosten explodieren, musst du schnell handeln! Orientiere dich dabei an diesen Experten-Tipps.

Höhere Herstellungskosten: So solltest du handeln

Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Klimawandel, Inflation, Fachkräftemangel, Rohstoffknappheit: Es gibt derzeit viele Gründe, warum die Herstellung von Waren immer teurer wird. Wie lassen sich diese steigenden Ausgaben ausgleichen? Die Antworten erhältst du hier im Beitrag und im StartUpWissen Podcast.

Hinweis: Die Folge kannst du auch bei Apple Podcast, Google Podcasts, Spotify, Deezer, Podigee und über Alexa bzw. Amazon Echo anhören.

“Setze einen monatlichen Prozess auf und mache einen Cost Summit”: Das ist einer der wichtigsten Ratschläge von Christoph Schwerdtle, die er im Podcast-Gespräch gibt. Christoph ist Mitgründer der Friends of Dents GmbH.

Das StartUp bringt unter der Marke Dental Delight unter anderem vegane und ökologische Zahnpflegeprodukte heraus. Produkte, bei denen es verschiedene Faktoren gibt, welche die Herstellungs- und Produktionskosten beeinflussen.

Herstellungskosten vs. Produktionskosten: Was sind die Unterschiede?

Die Herstellungskosten sind die reinen Kosten, um ein Produkt herzustellen. Dazu gehören zum Beispiel die Materialkosten und die Arbeitskosten. Die Produktionskosten umfassen neben den Herstellungskosten noch weitere Ausgaben. So zählen die Büromiete und die Kosten fürs Marketing dazu.

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Produktionskosten und Herstellungskosten synonym verwendet.

Wie kannst du auf steigende Produktionskosten reagieren?

Es gibt mehrere Maßnahmen, um die Kosten zu kompensieren. Eine einfache Möglichkeit ist es, die Preise deiner Produkte entsprechend zu erhöhen. Doch diesen Weg hält Christoph für ungeschickt, besonders als StartUp. Er denkt, junge Unternehmen sollten flexibel und kreativ genug sein, um steigende Herstellungs- bzw. Produktionskosten anders auszugleichen.

Eine Maßnahme wäre der Verzicht auf Marge. Doch können sich das StartUps, die eh oft schon mit spitzer Feder rechnen, kaum erlauben. Somit bleibt nur noch dieses Vorgehen: Finde Lösungen, wie du die Produktionskosten senken kannst!

Herstellungskosten und Produktionskosten senken: Wichtige Tipps

Hier ein paar handfeste Ratschläge, wo du ansetzen kannst, um deine Ausgaben zu senken:

Produktzusammensetzung

Stellt dein Unternehmen haptische Güter und keine digitalen Produkte her, solltest du die Zusammensetzung überdenken. Gibt es vielleicht Rohstoffe oder Bestandteile, die sich durch günstigere Alternativen ersetzen lassen?

Geschäftspartner

Lässt du deine Produkte oder Teile davon von Partnern produzieren, solltest du dich mit denen zusammensetzen, um gemeinsam eine Lösung für die steigenden Herstellungskosten zu finden. Findet ihr keine Einigung, kann ein Wechsel der Geschäftspartner ein Weg aus der Kostenspirale sein.

Logistik

Die Versand deiner Produkte ist oft ein großer Kostenfaktor. Versuche deshalb, hier die Ausgaben zu verringern. Zum Beispiel, indem du mehrere statt nur einer Palette an Zwischenhändler lieferst.

Produktkalkulation

Bietet dein StartUp verschiedene Produkte an, ist es normal, dass nicht alle gleich profitabel ausfallen. Versuche deshalb, dich auf die Margen-trächtigeren Produkte zu fokussieren. Wie? Bewerbe mehr die Cash Cows als die Poor Dogs.

Produktqualität

Wenn du die “Rezeptur” deines Produktes veränderst, um Kosten zu sparen, kann sich dadurch die Qualität verändern. Christoph rät im Podcast, nicht die Qualität zu verringern, sondern mindestens zu halten. Denn wird dein Produkt schlechter, leidet darunter die Reputation. Für StartUps kann dies das Todesurteil bedeuten.

Verpackung

Auch über die Verpackung kannst du deine Herstellungskosten senken. Versuche, weniger Verpackungsmaterial einzusetzen (das tut auch der Umwelt gut), setze auf günstigere Materialien oder verzichte auf manche Dinge ganz.

Menge

18 statt 20 Kekse, 300 Gramm statt 400 Gramm Inhalt: Die Verringerung der Menge kann eine Maßnahme sein, um die Verkaufspreise stabil zu halten. Da es sich hierbei um eine versteckte Preiserhöhung handelt, schlägt sich das unter Umständen negativ auf das Image deines StartUps nieder.

Sei also ganz vorsichtig bei der „Shrinkflation“, ansonsten handelst du dir einen unangenehmen Titel wie „Mogelpackung des Monats“ ein.

Gehälter

Eine Reaktion, die man besonders aus der Old Economy kennt: Steigen die Produktionskosten, werden die Ausgaben gekürzt – zum Beispiel über sinkende Gehälter der Mitarbeiter. Kein guter Weg. Denn darunter leidet die Motivation. Die ist besonders in kleinen Unternehmen, die eh schon keine guten StartUp-Gehälter zahlen, extrem wichtig.

Entlassungen

Das ist das allerletzte Mittel. Eines, das du eigentlich nur ergreifen solltest, wenn du in eine handfeste Unternehmenskrise geschlittert bist. Warum? Zum einen sind Entlassungen ein schlechtes Zeichen – du hast wohl falsch kalkuliert und/oder eine keine anderen Lösungen gefunden. Zum anderen ist es in Zeiten des Fachkräftemangels schwer und teuer, nach der Krise wieder neue Mitarbeiter zu finden.


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Für unsere Hörer und Leser hat Dental Delight ein kleines Geschenk: einen Gutscheincode. Löst du diesen im Onlineshop ein, bekommst du als Neukunde auf deinen Kauf einen Rabatt von 15 Prozent.

Der Rabattcode lautet STARTUP15 und hat kein Verfallsdatum.


Was bietet der StartUpWissen Podcast?

Unser Podcast richtet sich wie StartUpWissen.biz an Selbstständige, Gründer, Unternehmer und StartUp-Mitarbeiter. In kurzen Episoden von 20 bis 30 Minuten Länge beleuchtet unser Chefredakteur Jürgen Kroder zusammen mit jeweils einem Gast verschiedene Aspekte des Unternehmertums.

Sie reden über ungewöhnliche Geschäftsmodelle und über die vielen, vielen Herausforderungen der Selbstständigkeit. Das Ziel jeder Folge ist es, deinen Horizont zu erweitern, dir neue Inspirationen zu geben und zugleich wichtige Tipps zu vermitteln.

Wie entstand das Podcast-Format?

Der StartUpWissen Podcast ist eigentlich keine neue Idee, sondern eine Weiterentwicklung des USP Marketing Podcast. Den startete Jürgen spontan im Frühjahr 2020, passend zum Beginn der Corona-Pandemie. Aus dem grob skizzierten Konzept wurde eine Podcast-Serie, die es auf 40 Folgen brachte.

Doch im Laufe der Zeit ging die Grundidee, sich mit den Gästen hauptsächlich über den USP und über Marketing-Themen zu unterhalten, verloren. Somit war klar: Eine Anpassung des Konzeptes musste her! Gesagt, getan: Der USP Marketing Podcast ging in Rente und der StartUpWissen Podcast war geboren.

Die besten Folgen des USP Marketing Podcast wie auch alle Folgen des StartUpWissen Podcast findest du unter www.startupwissen.biz/podcast

Bild: Freepik

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