Website Elemente (Bild: Freepik)

Struktur deiner Firmenwebsite: Bedenke unbedingt diese Punkte bei der Gestaltung

  • Letztes Update:1 Monat 
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In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du deine Website perfekt optimierst, um Besucher zu beeindrucken und in Kunden zu konvertieren.

Was gehört auf deiner Website wo hin?

Deine Firmenwebsite ist deine Visitenkarte! Diese Erkenntnis ist nicht neu, trotzdem wird das beim Gestalten gerne vergessen – besonders wenn man mit einem Baukastensystem schnell eine eigene Website erstellen will. Dein allergrößtes Augenmerk solltest du auf die Startseite – die Homepage – richten. Hier musst du gewisse Elemente platzieren und dir einige Gedanken über die Struktur der Inhalte machen.

Wichtig: Firmenwebsite ist nicht gleich Firmenwebsite! Die Startseite eines neu gegründeten StartUps wird anders als die eines etablierten Großkonzerns gestaltet. Und ein App-Entwickler hat andere Anforderungen als ein Onlinehändler. Bei jedem Unternehmen muss und kann die Aufteilung der Website anders erfolgen. Trotzdem gibt es Elemente, die auf keiner Firmenwebseite fehlen dürfen.

Für unsere folgenden Tipps denken wir an ein typisches StartUp, das eigene Produkte oder Dienstleistungen anbietet – zum Beispiel eine innovative Software.

Was du vor der Konzeption bedenken musst

Bevor du die ersten Konzepte und Designs für deine Firmenwebsite erstellst, solltest du dir zuerst ein paar grundlegende Fragen wie diese stellen:

  • Wer ist deine Zielgruppe, die du mit der Webseite ansprechen möchtest?
  • Warum ist der Besucher auf deiner Firmenwebsite? Welches Bedürfnis hat er? Wie kannst du das Bedürfnis stillen?
  • Welchen Sinn soll die Website erfüllen? Soll sie eher einen Überblick über dein Unternehmen und sein Geschäftsmodell geben? Oder steht das Generieren von Leads und Kunden im Vordergrund?
  • Welches Image möchtest du mit deiner Homepage vermitteln? Soll dein Unternehmer eher “flippig” oder seriös erscheinen?

Wichtige Elemente deiner Firmenwebsite

Texte, Bilder, Videos, Logos, Buttons … Webseiten bestehen immer aus zahlreichen Elementen. Diese hier haben sich für die Gestaltung deiner Startseite bewährt:

  • Logo / Firmenname
  • Navigation
  • Aufmacher
  • Call to Action
  • Benefits
  • Features
  • Lead-Magnet / Freebie
  • Trust / Social Proof
  • Kontakt
  • Social Media

Diese sind in einer richtigen Reihenfolge anzuordnen, so dass deine Webseite überzeugt und konvertiert.

Das Wichtigste: Above the Fold

Als “Above the Fold” (“Über der Falzlinie”) bezeichnet man den Bereich deiner Firmenwebsite, den der Besucher ohne zu scrollen sofort beim Aufruf der Seite sieht. Er ist das, was ins Auge sticht – eben der allererste Eindruck.

Wie verschiedene Erhebungen zeigen, erhält der oberste Bereich deiner Firmenwebsite rund 80 Prozent der gesamten Aufmerksamkeit. Das bedeutet im Umkehrschluss: Gleichgültig, wie lang deine Firmenwebsite unter dem Above the Fold ist – sie erhält insgesamt nur 20 Prozent der gesamten Aufmerksamkeit. Falls überhaupt! Wenn der oberste Bereich nicht überzeugt, springen die Besucher ab, ohne in den “Below the Fold” zu scrollen.

Wichtig: Bedenke, dass deine Webseiten-Besucher mit verschiedenen Endgeräten (PC, Smartphone, Tablet), unterschiedlichen Browser-Typen und Bildschirm-Auflösungen deine Firmenwebsite ansteuern werden. Das heißt, du musst die Seite so gestalten, dass der Inhalt über der “Falzlinie” möglichst bei allen Besuchern gleich aussieht. Das gelingt unter anderem über das sogenannte Responsive Design, bei dem sich die Webseiten-Inhalte der Bildschirmgröße anpassen.

Was unbedingt in den Above the Fold gehört

  • Firmenlogo
  • Firmenname
  • Navigation
  • Aufmacherbild
  • Headline
  • Call to Action

Tipps für die Above-the-Fold-Gestaltung

  • Achte darauf, dass dein Logo, der Firmenname und die Navigation nicht zu viel Platz einnehmen. Diese Elemente sind zwar wichtig, aber eben nicht alles.
  • Der Aufmacher muss genügend Platz haben, um auf allen Endgeräten und Browsern korrekt und vollständig dargestellt zu werden.
  • Üblicherweise besteht der Aufmacher aus einem Bild und einer Headline, die zusammen “catchen”. Sie springen ins Auge, regen zum Betrachten, Lesen, Nachdenken und Verweilen ein.

In den letzten Jahren gibt es einen Trend zu animierten Aufmachern, indem das Standbild durch ein Video ersetzt wird. Achte hier unbedingt darauf, dass das Video … 

  • den Betrachter sofort anspricht.
  • keinen Ton hat, denn das erschreckt den Firmenwebsite-Besucher.
  • nicht zu lang ist und die “Message” sofort vermittelt wird.
  • von der Dateigröße her so klein wie möglich ausfällt, damit die Seite auch bei einer langsamen Internetverbindung schnell geladen werden kann.
  • nicht zu verspielt und ablenkend wirkt.

Packe in den Above the Fold mindestens einen Call to Action (CtA), also eine Handlungsaufforderung. Das kann sein:

  • Ein hervorstechender Navigationspunkt wie “Kontakt aufnehmen”, “Software gratis testen” oder “Kostenloser Download”.
  • Eine ähnliche Aufforderung, direkt unter der Headline.

Worauf du im Above the Field verzichten solltest

Slider
Diese rotierenden Aufmacher waren vor ein paar Jahren angesagt, haben aber an Bedeutung verloren. Das Rotieren lenkt den Firmenwebsite-Besucher beim ersten Checken des Above the Fold ab.

Begrüßung
“Willkommen auf unserer Firmenwebsite”: Auch das war vor vielen Jahren noch häufig zu lesen. Das ist unnötig und kostet nur Platz.

Irrelevante Inhalte
Was irrelevant ist oder nicht, musst du entsprechend deiner Zielgruppe und deinen Zielen entscheiden. In diese Kategorie gehören aber in der Regel “normale” News und Pressemitteilungen.

Plumpe Werbetexte
… die mit abgenutzten Adjektiven und Superlativen auftrumpfen. Formulierungen wie “Unser SaugMaxx 2000 ist eine revolutionäre Erfindung aus unserem innovativen High-Tech-Unternehmen” ruft nur müdes Gähnen hervor.

Website Landingpage Design (Bild: Freepik)

Below the Fold: Weitere Firmenwebsite-Inhalte

Above The Fold ist der wichtigste Bereich deiner Firmenwebsite, dementsprechend solltest du dich hierauf konzentrieren. Vernachlässige aber nicht den Below the Fold. Dieser dient dazu, den Interessenten weitere wichtige Informationen zu liefern.

Platziere hier folgende Elemente:

Vorteile / Benefits
Was hat der Firmenwebsite-Besucher von deinen Produkten oder deinen Dienstleistungen? Welche Vorteile entstehen ihm hierdurch?

  • Kann er Zeit und/oder Geld sparen?
  • Aufgaben einfacher erledigen?
  • Steigt sein Sozialstatus?
  • Ist er besser abgesichert oder geschützt?

Funktionen / Features
Bei technischen Produkten reicht es nicht, nur die emotionale Ebene anzusprechen. Der potentielle Kunde möchte auch “harte Fakten” wissen – besonders bei teuren Geschäftskunden-Produkten.

Lead-Magnet / Freebie
Biete deinen Besuchern etwas Kostenloses an, zum Beispiel:

  • ein Whitepaper oder eBook
  • praktische Vorlagen zum Herunterladen
  • eine Software-Demo oder einen Gratis-Zugang

Versehe diesen Lead-Magneten ebenso mit einem klaren Call to Action. Und lege Ihn hinter ein “Gate”, einen geschlossenen Bereich. Der Interessent bekommt das Freebie nur, wenn er gewisse Kontaktdaten hinterlässt. Diese nutzt du für das Lead Nurturing – die weitere Bearbeitung und “Bespielung” des Interessenten, um ihn langfristig zum Kunden zu konvertieren.

Content
Kostenlose Inhalte sind das Salz in der Suppe. Betreibst du einen Blog, einen Podcast oder publizierst du News? Hier ist der passende Platz, um diese Content-Formate anzuteasern.

Trust / Social Proof
Ist dein Produkt wirklich so gut, wie es den Anschein macht? Kann man dir als Dienstleister vertrauen? Wie zufrieden sind deine Kunden?

Beantworte diese Fragen, indem du Vertrauen aufbaust. Das geht durch:

  • Signets, Embleme und Zertifikate, welche die Produktqualität unterstreichen – beispielsweise von Stiftung Warentest, Ökotest oder Trusted Shops
  • Bewertungsboxen von Tripadvisor, Kununu und anderen Bewertungsportalen
  • Icons von Mitgliedschaften, zum Beispiel Bund Deutscher Architekten, BVDW, Bitkom & Co.
  • Kundenstimmen in Form von Zitaten
  • Verweis auf Referenzen und Success Stories

Kontaktdaten
Möchtest du, dass die Interessenten wie auch deine Kunden ganz schnell und einfach Kontakt mit dir aufnehmen können? Platziere im unteren Bereich deiner Firmenwebsite alle relevanten Kontaktinformationen. Zum Beispiel:

  • Telefonnummer für die Kundenhotline oder einen Ansprechpartner im Vertrieb
  • eine Mailadresse oder ein Kontaktformular
  • die Adresse inklusive. Google-Maps-Karte, wenn du viel Laufkundschaft hast
  • optional: ein Chat-Fenster für den direkten Kontakt

Social Media

  • Verweise auf deine Präsenzen bei Facebook, Instagram, LinkedIn und dergleichen mit verlinkten Icons im unteren Bereich der Webseite hin.
  • Platziere einen Verweis auf deinen Newsletter, idealerweise gleich mit einer Anmeldemaske

Footer
In den Footer kommen Navigationspunkte, die wichtig sind, aber nicht in der Hauptnavigation platziert sein müssen. Das sind beispielsweise:

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Jobs / Karriere
  • Presse-Sektion
  • Über uns

Ist das der Weisheit letzter Schluss?

Nein! Eine Firmenwebsite sollte nie in Stein gemeißelt sein! Sie verändert sich so wie dein Unternehmen. Diese wiederkehrenden Aufgaben sollten auf auf deiner Task-Liste stehen:

  • Setze dir für deine Firmenwebsite ganz individuelle und konkrete Ziele wie Lead-Generierung und passe entsprechend das Design der Seite an.
  • Experimentiere und analysiere. Setze Tracking Tools wie Google Analytics und Hotjar ein, um das Verhalten der Firmenwebsite-Besucher zu messen.
  • Lass dich inspirieren, indem du nicht nur die Web-Präsenzen der direkten und indirekten Wettbewerber anschaust.
  • Arbeite stetig an der Verbesserung deiner Firmenwebsite. Sie ist deine Visitenkarte im Internet und das Eintrittstor in dein Business. Und somit ein wichtiger Faktor, um dein Image zu verbessern, eine Marke aufzubauen und mehr Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen.
  • Bleib technisch up to date, indem du wichtige Trends wie SEO (Suchmaschinen-Optimierung) und die Verbesserungen für mobile Geräte verfolgst.

Fazit

Eine gut durchdachte Firmenwebsite ist entscheidend für den Erfolg deines StartUps. Sie dient nicht nur der Präsentation deiner Produkte oder Dienstleistungen, sondern ist auch ein wesentliches Tool zur Lead-Generierung und Kundenbindung. Durch den strategischen Einsatz von Elementen wie einem klaren Call to Action, ansprechendem Design und interaktiven Inhalten kannst du die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe effektiv auf dich ziehen und halten.

Bilder: Freepik

 

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