3D Druck (Bild: Pixabay)

3D-Druck: Ein lukrativer Markt für StartUps?

Ein boomender Markt: Diese Chancen und Herausforderungen bietet der 3D-Druck für junge Unternehmen.

Der 3D-Druck gehört zum digitalen Wandel

Die Business-Welt ist gerade im Umbruch. Die Digitalisierung treibt kleine und große Unternehmen an, es kommt zu gewaltigen Umwälzungen. Ein Aspekt des digitalen Wandels ist die sogenannte Industrie 4.0, die neue industrielle Revolution, bei der Daten zum Schmiermittel des Fortschritts werden.

Durch Digitalisierung werden auch ganz neue Produktionsverfahren möglich – zum Beispiel mit Hilfe von 3D-Druckern bzw. 3D-Printern. Diese Geräte bedrucken keine zweidimensionalen Oberflächen, sondern stellen dreidimensionale Produkte wie Werkzeuge, Organe oder Häuser her.

Infografik: So funktioniert 3D-Printing

Feste oder weiche Gegenstände mit Hilfe von 3D-Druckern herzustellen ist in der Theorie recht einfach. Die folgende Infografik zeigt, wie das Verfahren funktioniert.

Infografik - So funktioniert 3D Druck (Bild: PrinterCare)

Der Markt mit 3D-Druck boomt

3,3 Milliarden US-Dollar (2,96 Milliarden Euro) – so viel wurde 2014 weltweit mit Produkten und Dienstleistungen im Segment der 3D-Printer umgesetzt. Analysten gehen davon aus, dass der Markt 2018 schon rund 12,8 Milliarden Dollar (11,5 Mrd. Euro) und 2020 dann über 22,0 Milliarden Dollar (19,7 Mrd. Euro) schwer sein wird. In Deutschland ist der Umsatz derzeit im Vergleich zum Weltmarkt noch recht klein: Das Marktvolumen von Unternehmen im 3D-Druck-Segment beläuft sich auf rund eine Milliarde Euro. Doch das Potential ist riesig.

Dem 3D-Printing gehört der Zukunft, darüber sind sich Analysten und die Industrie einig. Der gesamte Markt wird noch über viele Jahre mit hohen Zuwachsraten boomen. Damit ist dieses Segment für StartUps ein interessanter Bereich, in dem sie sich positionieren können – auch wenn es schon namhafte große Unternehmen gibt, die 3D-Drucker sowie entsprechende Software, Materialien und passendes Zubehör anbieten. Da der Markt wächst, ergeben sich viele Möglichkeiten für Innovationen und Nischen.

Das sind die Vorteile der neuen Produktionsmethode

3D-Druck ist gerade im Kommen, da …

  • … Unternehmen ihre Produkte – meist in Kleinserie – rasch produzieren können. So ist On-Demand- bzw. Just-in-Time-Produktion möglich.
  • …. Lagerhaltungskosten eingespart werden können. Gerade Kleinteile müssen nicht mehr lange gelagert werden, sondern werden bei Bedarf nachproduziert.
  • … 3D-Printer Produkte in fast jeder erdenklichen Form drucken können, auch komplexe Gitter-Konstruktionen.
  • … leichte, langlebige Produkte einfacher herzustellen sind.

Das sind die Nachteile

Den Vorteilen des 3D-Drucks stehen auch ein paar Nachteile gegenüber. Das sind beispielsweise…

  • … die hohen Produktionskosten, das Maschinen und Materialien noch recht teuer sind.
  • … teilweise nicht ganz überzeugende Ergebnisse, die von Hand nachbearbeitet werden müssen.
  • … unterschiedliche Formate und Standards.
  • … fehlende Fachkräfte, die sich mit dem 3D-Druck-Verfahren auskennen.

3D-Druck: Große Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen

Anfangs galt 3D-Printing noch eher als Spielerei, mittlerweile hat sich das Verfahren etabliert, um verschiedene Ergebnisse zu erzeugen. So werden mit 3D-Druckern beispielsweise Werkzeuge, künstliche Organe und Prothesen, Auto- und Flugzeugteile oder Turnschuhe und Hausmauern hergestellt. Es gibt auch verschiedene Anbieter, die 3D-Food anbieten, also Lebensmittel und Essen aus dem Drucker.

Welche Einsatzgebiete es gewöhnlicherweise für 3D-Drucker gibt, erklärt Chinavergleich.de sehr schön:

> Typische Einsatzgebiete für 3D-Printer

Welche sinnvollen und auch kuriosen Dinge mit 3D-Druckern produziert werden können, zeigt die Seite 3D-Grenzenlos.de:

> Interessante Objekte aus dem 3D-Drucker

Rechtsfragen beim Drucken von Objekten

Kreative StartUps könnten mit neuen Ideen und Produkten den Markt weiter aufmischen. Allerdings sollten die Jungunternehmer ein Thema nicht vernachlässigen: die Rechte.

Wer besitzt die Rechte an den 3D-Produkten, wer an den Konstruktionsplänen? Wie geht man mit Produktpiraterie um? Was geschieht, wenn Endprodukte mangelhaft sind und unter Umständen Menschenleben gefährden? Mit diesen und ähnlichen Fragen müssen sich StartUps beschäftigen.

Mehr zum Thema Rechtsfragen und 3D-Druck beleuchtet die Seite IT-Rechtsinfo.de:

> 3D-Printing: Ein rechtlicher Überblick

Bilder: Pixabay, PrinterCare

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