StartUp Dresscode (Bild: Unsplash)

Gibt es einen StartUp-Dresscode?

Alte Sneakers, zerschlissene Jeans und Hoodie: Sehen so typische StartUp-Mitarbeiter aus? Oder gibt es einen strengen Dresscode, an den du dich halten musst?

Wie kleidet man sich in einem StartUp?

Du beginnst bald deinen ersten Arbeitstag in einem StartUp? Dann hast du sicherlich auch eine wichtige Frage: Wie soll ich mich kleiden?

Oder anders gesagt: Welcher Dresscode gilt in einem jungen Unternehmen? Oder gibt es vielleicht gar keinen?

Die simple Antwort darauf lautet: Es gibt keinen allgemein gültigen StartUp-Dresscode. Die differenzierte Antwort auf deine Frage heißt: Es kommt ganz darauf an, wo, was und wie du arbeitest.

Jogginghose versus Arbeitskleidung

Bei Banken und Werkstätten gibt es in der Regel eine feste Kleiderordnung, bei StartUps dagegen meist nicht. Ein Grund: StartUps gibt es in verschiedenen Branchen und in verschiedenen Reifegraden (z.B. “neu” oder “etabliert”). Das heißt, man kann nicht alle jungen, innovativen Unternehmen über einen Kamm scheren. Trotzdem geht es in vielen StartUps in Sachen Dresscode ziemlich lässig zu.

Mit der Jogginghose zur Arbeit? Nein, das ist auch bei StartUps unüblich. Obwohl die Neugründungen locker in Sachen Kleidungsstil sind, so hat die sportliche Freizeitkleidung die jungen Büros noch nicht erobert – das ergab die neuen Jogginghosen-Studie von Forsa.

Trotzdem wird in den meisten frisch gegründeten Firmen Unternehmen auf bequeme, lässige Kleidung gesetzt. Jeans, Turnschuhe, T-Shirt, Pulli oder Hoodie – einen solchen Dress kennt man beispielsweise von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Der lässige StartUp-Dresscode und seine Vorteile

Alltagskleidung im Büro – das kommt an. Und das hat auch Vorteile, für das Unternehmen wie auch für die Mitarbeiter. Einerseits sorgt ein solcher Nicht-Dresscode für ein unglaublichen Wohlfühl-Faktor. Jeder Mitarbeiter muss sich nicht morgens den Kopf zerbrechen, was er anziehen soll; Stattdessen kann er – bis zu einem gewissen Grad – mit seinen privaten Klamotten zur Arbeit kommen. Das spart Zeit und Geld, zudem fühlt er sich bei der Arbeit wohl und fast wie zuhause.

Damit sendet das Unternehmen eine Message aus, die vielschichtig wirkt: Sei wie du bist! Bei uns stehen nicht die Mode und ein Dresscode im Vordergrund, sondern du und dein Wissen.

Das spricht junge Leute an. Und Kreative und Querdenker. Genau die werden in StartUps benötigt, damit sie einzigartige und neuartige Produkte mit Leidenschaft entwickeln. Somit ist ein nicht vorhandene Kleiderordnung ein echtes Goodie, das ein Unternehmen der “New Economy” von der oft angestaubten “Old Economy” unterscheidet.

Eine Kleiderordnung muss es trotzdem geben

In Jeans oder im Kleid ins StartUp-Büro zu gehen ist somit meistens vollkommen in Ordnung. Doch es gibt auch Ausnahmen für den sogenannten Casual Look. Zum Beispiel:

  • Wenn du und deine Kollegen mit Kunden, Investoren oder Pressevertretern zu tun habt, ist es ratsam, sich schicker zu kleiden. Das bedeutet nicht, dass du deinen legeren Look gegen einen Nadelstreifenanzug tauschen musst. Dazwischen gibt es noch zahlreiche Abstufungen, die locker und schick zugleich wirken. Zum Beispiel eine Mischung aus Sneakers, Jeans, einfarbigem T-Shirt und einem Sakko.
  • Gerade bei Presseterminen oder Messeauftritten ist es sinnvoll, wenn sich die Kleidung am Corporate Design bzw. der Corporate Identity orientiert. Einheitliche Polo-Hemden mit dem Firmenlogo oder T-Shirts in der Unternehmensfarbe sorgen für ein stimmiges Bild. Das ist gerade bei der Außendarstellung extrem wichtig, um einen Wiedererkennungseffekt zu schaffen.
  • Arbeitet dein Unternehmen mit Gefahrengütern oder mit Lebensmitteln, wird in der Regel spezielle Arbeitskleidung benötigt – zum Beispiel Schutzanzüge. Hier stehen Sicherheit, hygienische Vorschriften und Praktikabilität über dem Ziel, ein lockerer Arbeitgeber zu sein.
  • Die Bekleidung darf nicht zu freizügig oder anstößig ausfallen. Das bedeutet, dass selbst bei der größten Hitze eine Art “Sommer-Dresscode” eingehalten werden muss. Das bedeutet, Badehosen und Bikinis sind im Büro ein No-Go. Und T-Shirts und Longsleeves mit wilden Aufdrucken von Deathmetal-Combos sollte man zu jeder Jahreszeit lieber im Schrank lassen.
  • Und – wir wollen es nur mal erwähnt haben – eines gilt selbst für das lockerste StartUp: Nackt zur Arbeit zu kommen ist nie eine gute Idee!

Du siehst, ganz frei bist du bei deiner Kleiderwahl nicht. Denn: “Als Teil des Unternehmens repräsentierst du die eigene Marke. Denn alle Inhalte, Werte und Ziele, für die ein Unternehmen steht, werden in vorderster Linie durch dessen Mitarbeiter nach außen getragen”, erklärt deutschland-startet.de.

Es kommt auch auf den StartUp-Gründer an

Sneakers oder Lederschuhe, Jeans oder Stoffhose, Shirt oder Hemd: Wie du dich in einem Unternehmen kleiden darfst oder sollst, gibt meist die Chefetage vor. Die besteht in der Regel aus dem Gründer und vielleicht ein bis zwei Management-Partnern. Sie bestimmen die Richtung – auch in Sachen Dresscode.

Und das Marketing hat ebenso oft ein Wörtchen mitzureden, da es PR- und Event-Termine organisiert und hierbei auf die Außenwahnehmung achten muss. Gerade als kleines Unternehmen ist diese ein wichtiger Baustein für die Positionierung des StartUps.

 

Bild: Unsplash

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