Digitaler Nomade Thailand (Bild: Freepik)

Digitales Nomadentum in Thailand: Wichtige Tipps für Selbstständige [Teil 1]

  • Letztes Update:3 Monaten 
  • Lesezeit:6Minuten

Möchtest du als Digitaler Nomade in Thailand arbeiten? Dieser Ratgeber sagt dir, woran du unbedingt denken musst.

Ein Gastbeitrag von Mirko Twardy, Fördercafè

Unter Palmen arbeiten – wie geht das?

Für viele Selbständige oder Freelancer erscheint das Digitale Nomadentum als Traum von Selbstbestimmung und Freiheit. Das ist in vielen Branchen oder Lebenslagen möglich, aber ist der Traum vom „Arbeiten unter Palmen“ wirklich so verlockend?

Ich möchte dich auf meine Reise nach Thailand mitnehmen und dir meine persönlichen Erfahrungen mit dem Digitalen Nomadentum in Thailand schildern. Dabei erfährst du mehr über Restriktionen bezüglich Einreise und Visum, die schönsten Hot-Spots von Thailand und meine persönliche Einschätzung zur Vereinbarkeit von Urlaub und Remote-Arbeit.

Corona erschwert die Einreise

Je nach Quelle, die man sich anschaut, machte der Tourismus vor der Krise in 2019 zirka 15 bis 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Thailand aus. Seit Einführung des Test & Go-Programms im Dezember 2021 kamen wieder zirka eine halbe Millionen Besucher nach Thailand.

Das ist jedoch nicht mit den Zahlen aus 2019 zu vergleichen, wo in der Hauptsaison von Dezember bis April rund 7,5 Millionen Besucher pro Monat einreisten. Die Corona-Krise hat das Reisen, insbesondere nach Asien, erheblich erschwert.

Früher war alles ganz einfach – Flug und Hotel buchen, dann ging es los. Heutzutage gibt es ein paar Hürden zu nehmen.

Reisen nach Thailand: Corona-Bestimmungen und Visum

Seit Dezember 2021 können geimpfte Personen, unter dem Test & Go-Programm, mit einem PCR-Test an Tag eins und einem Antigen-Test an Tag fünf relativ einfach wieder nach Thailand einreisen.

Neben des Test & Go-Programms musst du dich im Vorfeld allerdings noch für den sogenannten Thailand Pass registrieren und eine Versicherungspolice mit einem Mindestdeckungsbeitrag von 20.000 US-Dollar abschließen.

Entweder reist du visumsfrei ein (30 plus 30 Tage Verlängerung) oder du organisierst über die Botschaft in Berlin (mittlerweile online) ein Visum für 60 Tage mit der Option auf 30 Tage Verlängerung. Solltest du länger bleiben wollen, gibt es aktuell die Möglichkeit ein Special Tourist Visa zu beantragen (270 Tage Aufenthalt) oder im Land selbst die Covid-Extension (plus 60 Tage) zu nutzen.

Was ist, wenn man länger in Thailand bleiben möchte?

Kürzlich wurde das LTR-Visa genehmigt, was Digitalen Nomaden mit einem Einkommen von 40.000 US-Dollar einen Aufenthalt von bis zu zehn Jahren garantieren soll.

Die Intention der thailändischen Regierung liegt auf der Hand: Sie möchte mittelfristig „Wealthy Foreigner“ in das Land locken. Wie die tatsächliche Ausgestaltung des Visums abläuft, ist jedoch noch nicht bekannt.

Insgesamt sehe ich die Entwicklung recht positiv, da die thailändische Regierung die Digitalen Nomaden auf dem Radar hat. Trotzdem gilt: Informiere dich gut vor deinem Reiseantritt! Die Lage kann sich täglich ändern. Stelle dich deshalb auf alle Eventualitäten ein.

Thailand Hotspots: Empfehlungen für Digitale Nomanden

Je nach Reisedauer kannst du versuchen, an jedem Spot ein bisschen Zeit zu verbringen. Bei kürzerer Reisedauer empfehle ich jedoch, sich vorab Gedanken zu machen, was du neben der Arbeit noch erleben möchtest.

Wirfst du einen Blick auf die einschlägigen Quellen wie Nomadlist.com, so fällt dir bestimmt auf, dass mit Koh Pha Ngan und Koh Samui im Golf von Thailand, Phuket in der Andaman See, Bangkok in der Mitte von Thailand und Chiang Mai ganz im Norden eine hohe Dichte mit unterschiedlichsten Highlights auf dich wartet.

Alle der genannten Spots gehören aktuell zu den Top 10 Orte für Digitale Nomaden in Asien. Daher werfe ich im Folgenden mal einen kurzen Blick auf die einzelnen Thailiand-Highlights.

Phuket – Halbinsel im Süden

Phuket hat sich vor allem in den letzten 20 Jahren zum absoluten Tourismusmagneten entwickelt. Hier findet man eigentlich alles, was das Nomaden-Herz begehrt:

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Von traumhaften Stränden im Süden der Insel (zum Beispiel Yanui Beach) über tolle Aussichtspunkte der Fels-Küste (Promthep Cape) bis hin zu unzähligen Shopping-Möglichkeiten (Central Phuket) gibt es einfach allesl.

Zwei Dinge solltest du über Phuket jedoch auch wissen:

  1. Die Insel ist in verschiedenste Distrikte mit unterschiedlichen Schwerpunkten unterteilt, sodass du nicht einfach mal von A nach B kommst.
  2. Darüber hinaus haben sich viele Ausländer in Phuket niedergelassen, um vor Ort ein Restaurant zu betreiben. Die Qualität des Essens lässt jedoch im Gegensatz zu anderen Standorten in Thailand zu wünschen übrig.

Die Community der Digitalen Nomaden ist vor allem in Rawai und Nai Harn Beach im Süden der Insel anzutreffen. Dagegen besitzt Phuket einen internationalen Flughafen, der direkt von Frankfurt direkt angeflogen wird.

Koh Pha Ngan – Tropisches Insel-Paradies im Golf von Thailand

Ich glaube, jeder der sich mit Thailand beschäftigt, kennt sie: Die Full-Moon Partys auf Koh Pha Ngan.

Ob es die Partys sind, welche die digitalen Nomaden auf die Insel spült, die gut ausgebaute Coworking-Infrastruktur oder einfach nur das entspannte Inselleben: Pha Ngan ist ein digitales Nomadenparadies!

Auch die Preise sind im Gegensatz zu Phuket relativ erschwinglich. Ein Bungalow direkt am Meer kostet dich etwa 200 Dollar im Monat.

Viele westliche Restaurants reihen sich entlang der Westküste, wo hingegen die Ostküste ruhiger liegt und die Meeresbrandung deutlich zunimmt. Zu erreichen ist die Insel jedoch nur mit der Fähre vom Festland oder per Speedboat von Koh Samui aus.

Koh Samui – Traumstrände und Unterhaltungsmöglichkeiten im Golf von Thailand

Koh Samui besitzt einen kleinen internationalen Flughafen. Und es gibt Direktflüge auf die Insel, beispielsweise von Singapur aus. Samui ist zwar deutlich kleiner, aber im Großen und Ganzen mit Phuket zu vergleichen. Während es an der Westküste noch ruhige Flecken gibt, wirkt die Ostküste hingegen ziemlich zugebaut.

In Lamai Beach oder Bophut pulsiert das Leben. Neben den Traumstränden gibt es etliche Unterhaltungsmöglichkeiten sowie Shopping-Attraktionen. Samui an sich lockt aktuell noch relativ wenig Digitale Nomaden an. Die meisten befinden sich auf der Schwesterinsel nebenan. Die beiden Inseln sind jedoch ein Must-See wenn man in Thailand remote arbeiten möchte, ob für einen Wochenend-Trip oder direkt für mehrere Monate.

Fortsetzung folgt…

Demnächst erfährst du:

  • Die Wahl des richtigen Standortes: Bangkok und Chiang Mai
  • Thailand zwischen Tradition und Moderne
  • Management unter Palmen: Vereinbarkeit von Urlaub und Business

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Über den Autor:

Mirko Twardy ist Gründer des Fördercafès und führt Startups erfolgreich durch den Fördermitteldschungel. Darüber hinaus ist er als Startup-Coach in Acceleratoren unterwegs und schreibt für Startup-Magazine zu den neuesten Trends im Finanzbereich. Aktuell arbeitet er remote aus Thailand und schildert uns seine Eindrücke. Und im StartUpWissen Podcast erklärte er, welche Bundesländer in Sachen StartUp-Förderung am attraktivsten sind.

 

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