Digitaler Nomade in Thailand (Bild Freepik)

Digitales Nomadentum in Thailand: Erstklassige Location-Tipps für Selbstständige

  • Letztes Update:1 Jahr 
  • Lesezeit:9Minuten

Du möchtest als Digitaler Nomade von Thailand aus arbeiten? Diese Hotspots sind besonders sehenswert und spannend.

Ein Gastbeitrag von Mirko Twardy / Das Fördercafè 

Digitales Nomadentum: Wie ging es für mich in Thailand weiter?

Vor einiger Zeit habe ich dich bereits auf meine Nomadenreise nach Thailand mitgenommen. In Teil 1 meines Ratgebers ging es um die Einreisebestimmungen und was die Inseln Phuket, Koh Pha Ngan und Koh Samui zu bieten haben.

In der Zwischenzeit ist viel passiert: Ich habe neue Hotspots erkundet, die Sprache gelernt und mein Business vorangetrieben. All meine Erfahrungen und Tipps möchte ich nun mit dir teilen, indem ich dir in meinem zweiten Reiseblog mehr über das digitale Nomadenleben und die Hotspots in Bangkok und Chiang Mai erzähle.

Thailand: Zwischen Spiritualität und Moderne

Digitales Nomadentum hat sich in den letzten Jahren zu einer globalen Bewegung entwickelt, bei der Menschen ihre Arbeit online erledigen und gleichzeitig die Freiheit haben, an jedem beliebigen Ort zu leben. Thailand ist sicherlich eines der beliebtesten Reiseziele für digitale Nomaden. Das Land ist bekannt für seine atemberaubende Natur, seine reiche Kultur und bietet eine einzigartige Erfahrung.

Eines der herausragenden Merkmale Thailands ist für mich die starke Präsenz von Spiritualität. Das Land ist hauptsächlich buddhistisch geprägt und die buddhistische Philosophie beeinflusst das tägliche Leben der Menschen. Man findet in Thailand viele Orte der Ruhe und Gelassenheit, an denen man seine Arbeit mit spirituellen Praktiken wie Meditation oder Yoga verbinden kann. Es gibt zusätzlich zahlreiche Tempel und Retreat-Zentren, in denen digitale Nomaden an Workshops und Kursen teilnehmen können, um ihre spirituelle Reise zu vertiefen.

Thailand bietet natürlich auch zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten. Die im Vergleich zu Deutschland niedrigeren Lebenshaltungskosten und die relativ günstigen Mieten machen es attraktiv, ein eigenes Unternehmen zu gründen oder freiberuflich tätig zu sein. Die thailändische Regierung hat erkannt, dass das Land Potenzial hat, ein Hub für StartUps und Technologieunternehmen zu werden.

Tempel in Thailand (Bild: Freepik)

Offen für Touristen und Digitale Nomaden

Mittlerweile gibt es in Thailand die Möglichkeit, als Ausländer ein Smart- oder LTR-Visum (LTR = Long Term Resident) zu beantragen. Das sind deutlich bessere Möglichkeiten als noch vor einigen Jahren. Auch die Wahlen im April 2023 (mit der Stimmenmehrheit für die progressive Move-Forward-Partei) bestätigen das Bild, dass Thailand moderner und offener wird, was eine weitere Öffnung des Landes nach Westen verspricht.

Selbst wenn sich die politischen und gesellschaftlichen Strömungen wieder verändern sollten, bleibt eines jedoch klar: Man möchte in den nächsten Jahren mehr Touristen und damit auch Digitale Nomaden anlocken, derzeit ist von 90 Millionen Touristen im Jahr 2027 die Rede.

Schauen wir aber zunächst nur nach Bangkok und Chiang Mai, wo die „Farangs“ (das ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Ausländer) auch in der Nebensaison das Stadtbild stark prägen und man davon ausgehen kann, dass es sich dabei um viele Digitale Nomaden handelt.

Bangkok: Die pulsierende Metropole Asiens

Bangkok ist die Hauptstadt Thailands und eine der angesagtesten Metropolen Asiens. Die Stadt hat mich mit ihrer einzigartigen Kultur, dem leckeren Essen und den freundlichen Menschen sofort in ihren Bann gezogen. Das Stadtbild ist geprägt von gläsernen Wolkenkratzern, dem Fluss Chao Phraya und den jahrhundertealten Tempeln Wat Phra Kaeo, Wat Pho und Wat Arun.

Sie sind die wichtigsten buddhistischen Tempel Thailands und das Wahrzeichen der Stadt. Abseits davon floriert die Start-up-Szene mit brandneuen Co-Working-Spaces. Etablierte Spaces sind unter anderem:

  • Das Hubba im Stadtteil Watthana
  • The hive“ mit Standorten in Thonglor und Prakanong
  • Das E88 in der Nähe der Sukhumvit Road

Im Gegensatz zu den Hotels in der Umgebung kann man sich hier auf eine zuverlässige und schnelle Verbindung verlassen. Wer eine längerfristige Unterkunft sucht, kann sich natürlich auch ein Studio (inklusive WLAN, Küche und Reinigungsservice) bei lokalen Vermietern für 250 bis 550 Dollar (je nach Lage) mieten. Es gibt einige hilfreiche Facebook-Gruppen, die bei der Wohnungssuche behilflich sind.

Für den täglichen Bedarf sind Bauernmärkte, Supermärkte oder auch Street Food Stände schnell gefunden. Das Street Food ist fantastisch und bietet für zirka drei Euro einfaches, thailändisches Essen. Ein besonderes Erlebnis ist auch der Wochenendmarkt in Chatuchak, wo man von Kleidung und Schmuck über Antiquitäten und Souvenirs bis hin zu exotischen Tieren und Pflanzen alles findet. Der Markt ist nicht nur ein großartiger Ort zum Einkaufen, sondern auch eine großartige Erfahrung, um das lokale Leben in Bangkok kennenzulernen.

Bangkok Stadt (Bild: Pixabay)

Die besten Ausgehmöglichkeiten in Bangkok

Bei durchschnittlichen Lebenshaltungskosten von bis zu 800 bis 1000 Euro darf auch mal gefeiert werden. Denn die thailändische Hauptstadt bietet eine Fülle von Party-Hotspots, die auch viele Digitale Nomaden anziehen. Anbei eine kleine Auswahl von den Locations, die du nicht verpassen solltest:

Thonglor

Thonglor ist das Trendviertel in Bangkok, das vor allem bei jungen Thais und Expats beliebt ist. Hier findest du eine Vielzahl von angesagten Bars, Clubs und Lounges, in denen du bis in die frühen Morgenstunden feiern kannst. Die Atmosphäre fällt exklusiv und doch entspannt aus, wobei du sicherlich auf andere Digitale Nomaden treffen wirst, die dort arbeiten und Spaß haben.

Sukhumvit Soi 11

Sukhumvit Soi 11 gilt als eine der bekanntesten Partymeilen in Bangkok. Die Straße ist lebhaft und voller Energie, mit vielen internationalen Restaurants und exzellenten Musiklocations. Ein absolutes Muss für alle Partybegeisterten.

Royal City Avenue

Der riesige Entertainment-Komplex wurde für seine Clubs und Live-Musik bekannte. Er gilt als ein beliebter Treffpunkt für junge Leute und Digitale Nomaden. RCA bietet eine Vielzahl von Clubs mit unterschiedlichen Musikrichtungen, sodass für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte.

Khao San Road

Die Khao San Road ist weltweit für sein lebhaftes Nachtleben bekannt und ein Magnet für Rucksacktouristen und Digitale Nomaden. Die Straße pulsiert bis spät in die Nacht und bietet eine einzigartige Mischung aus internationaler und thailändischer Kultur.

Silom

Silom kennt man als Geschäftsviertel, das sich nachts in eine lebhafte Partyzone verwandelt. Hier findest du eine breite Palette an Bars, Clubs und Karaoke-Lounges. Es ist besonders bei Expats und Digitalen Nomaden beliebt.

Chiang Mai: Landschaftliche Schönheit und Spiritualität

Im Norden Thailands liegt die Stadt Chiang Mai, die für ihre Tempel, ihr Kunsthandwerk und ihre wunderschöne Natur bekannt wurde. Ein absolutes Highlight in Chiang Mai war für mich der Besuch des Doi Suthep Tempels, der auf einem Berg über der Stadt thront. Die Aussicht von dort oben ist einfach atemberaubend und auch der Tempel selbst, mit seiner goldenen Stupa und den kunstvollen Schnitzereien, war wunderschön anzusehen.

Co-Working Spaces und Unterkünfte in Chiang Mai

Chiang Mai hat sich zu einem der beliebtesten Reiseziele für Digitale Nomaden entwickelt. Die entspannte Atmosphäre, die günstigen Lebenshaltungskosten und die florierende (digitale) Gemeinschaft machen diese Stadt in Nordthailand zu einem idealen Ort, um zu arbeiten und gleichzeitig das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Hier eine kleine Auswahl von den Co-Working Spaces, die ich dir empfehlen kann:

  • Punspace hat zwei Standorte (Nimman und Tha Phae Gate)
  • Mana Co-Working Space liegt im Herzen der Altstadt von Chiang Mai
  • CAMP: Dieser Co-Working Space befindet sich in einem umgebauten Industriegebäude
  • COWORKING by CentralPlaza Chiangmai Airport ist im Zentrum des namensgebenden Einkaufszentrums

Abgesehen von den Co-Working Spaces gibt es vor Ort auch eine große Anzahl schrulliger Cafés, die neben einer entspannteren, rustikalen Atmosphäre und – natürlich – einem endlosen Vorrat an frisch gebrühtem Kaffee auch zuverlässiges WLAN bieten.

Das Nimmanhaemin Viertel bietet einige dieser Anlaufstellen und eignet sich ebenfalls für die Suche nach einer preiswerten oder luxuriösen Unterkunft. Das Akyra Manor Chiang Mai und das X2 Vibe Chiang Mai Decem Hotel sind zwei gute Optionen, die ich empfehlen kann.

Chiang Mai Tempel in Thailand (Bild: Pixabay)

Was den täglichen Bedarf in Chiang Mai angeht, lohnt sich hier der Besuch des Nachtbasars. Dort gibt
es ein großes Angebot an Kunsthandwerk, Kleidung und Souvenirs. Auch das kulinarische Angebot
war beeindruckend. Abseits von Bangkok kann man hier viele traditionelle Gerichte probieren, beispielsweise über Food-Touren und Kochkurse.

Chiang Mai: Ausgehmöglichkeiten für Digitale Nomaden

In Chiang Mai gibt es selbstverständlich auch verschiedene Orte, an denen du feiern und dich mit anderen (digitalen) Nomaden vernetzen kannst. Hier sind drei meiner Favoriten-Spots:

Zoe in Yellow

Zoe in Yellow ist eine bekannte Bar im Herzen der Altstadt von Chiang Mai. Sie entwickelte sich zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische, Expats und Digitale Nomaden. Die Bar erstreckt sich über mehrere Ebenen und bietet verschiedene Musikrichtungen und DJs. Es ist der perfekte Ort, um zu tanzen, neue Leute kennenzulernen und eine gute Zeit zu haben.

Das Warm Up Café

Ein beliebter Club in Chiang Mai nennt sich Warm Up Café. Es wurde für seine elektronische Musik und sein Ambiente bekannt. Es zieht eine internationale Partygemeinschaft an und bietet regelmäßig Live-Auftritte von bekannten DJs.

Night Bazaar

Der Night Bazaar ist nicht nur ein Ort zum Einkaufen, sondern auch für Unterhaltung. Hier findest du zahlreiche Bars, Restaurants und Live-Musik-Locations. Die Atmosphäre ist lebhaft und es gibt oft Straßenkünstler, die für zusätzliche Unterhaltung sorgen.

Tipp: Es ist wichtig zu beachten, dass die Nachtleben-Szene in Chiang Mai je nach Saison und Veranstaltungen variieren kann. Es lohnt sich, lokale Veranstaltungskalender und Tipps von Einheimischen oder anderen Digitalen Nomaden zu nutzen, um die aktuellsten und angesagtesten Partylocations zu entdecken.

Fazit: Freelancer, ab nach Thailand!

Meine Erfahrungen als Digitaler Nomade in Thailand waren überwiegend positiv. Das Land bietet eine einzigartige Kombination aus spiritueller Atmosphäre und modernen Geschäftsmöglichkeiten. Bangkok beeindruckte mich mit seiner pulsierenden Metropole, den zahlreichen Co-Working Spaces und den vielfältigen Ausgehmöglichkeiten. Chiang Mai hingegen begeisterte mich mit seiner landschaftlichen Schönheit, den entspannten Co-Working Spaces und dem charmanten Night Bazaar.

Dennoch gab es auch dort Herausforderungen, wie die Einhaltung rechtlicher Bestimmungen (siehe Teil 1) und das Finden einer Unterkunft. Ich hoffe, dass du vielleicht schon auf gepackten Koffern sitzt und ich dir bis hierher die Vorbereitung erleichtern konnte.


Über den Autor:

Mirko Twardy ist Gründer des Fördercafès und führt Startups erfolgreich durch den Fördermitteldschungel. Darüber hinaus ist er als StartUp-Coach in Acceleratoren unterwegs und schreibt für StartUp-Magazine zu den neuesten Trends im Finanzbereich. Aktuell arbeitet er remote aus Thailand und schildert uns seine Eindrücke. Und im StartUpWissen Podcast erklärte er, welche Bundesländer in Sachen StartUp-Förderung am attraktivsten sind.


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Bilder: Freepik, Pixabay

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