Photovoltaik Solarbranche Boom (Bild: Shutterstock)

Sonnenstrom aus Photovoltaik-Anlagen: Ist die Solarbranche ein attraktiver Markt für StartUps?

Ist das Business mit Photovoltaik-Anlagen und Solarstrom ein spannendes Geschäftsfeld für StartUps? Ein kleiner Einblick.

Die Berg- und Talfahrt der Solarbranche

Q-Cells, Solon, First Solar, Sovello, Conergy, Solarworld: Was haben diese Namen gemeinsam? Es waren einst aussichtsreiche und teilweise gefeierte Unternehmen der Solarbranche. Sie erlebten zwischen 2000 und 2010 einen unglaublichen Boom, auf den eine rasante Talfahrt folgte. Viele deutsche Unternehmen rutschen in die  Insolvenz und Pleite.

Ging damit auch die Photovoltaik-Technologie den Bach runter? Nein. Ganz im Gegenteil. “Der Solardachanlagen-Bau hat ein bisschen nachgelassen, ist aber dann konstant in Deutschland weiter gelaufen. Und er wächst seit ein paar Jahren wieder ganz stark”, erklärt Benjamin Merle in der 35. Episode des USP Marketing Podcast.

Photovoltaik boomt

Der “Energie-Nerd”, so bezeichnet sich Benjamin selbst gerne, weiß wovon er redet. Er ist leitender Produktmanager bei Enpal, einem deutschen Solar-StartUp. Das recht junge Unternehmen möchte auch vom neuen “Megaboom der Solarbranche”, so Tagesschau.de, profitieren.

Denn die Bundesbürger lassen sich immer mehr Photovoltaik-Anlagen auf ihre Dächer bauen. “Gegenüber dem Vorjahr stieg die neu installierte Photovoltaikleistung damit um 27,6 Prozent”, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) im Februar 2021 mit.

Schaubild Photovoltaik Solarbatterie Boom (Bild: Solarstrom.de)

Die Licht- und Schattenseiten der Photovoltaik-Branche

Der Markt mit erneuerbaren Energie wächst, besonders die Solarbranche scheint Gas zu geben: “Während der Ausbau der Windkraftanlagen stockt, erfreuen sich Photovoltaikanlagen immer größerer Beliebtheit”, erklärt die Tagesschau.

Verschiedene Quellen vermelden seit ein paar Jahren Erfolgsmeldungen. Das hat zur Folge – unter anderem durch den Solar-Boom -, dass der Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland mittlerweile bei rund 50 Prozent liegt. Tendenz: weiter steigend.

Schaubild Zukunft Photovoltaik (Bild: Handelsblatt)

Doch der Markt mit erneuerbaren Energien und Photovoltaik im Besonders gestaltet sich alles andere als leicht. Ein Grund: “Deutschland ist ein fürchterlicher Markt”, sagt Benjamin Merle im Podcast-Gespräch. Die Bürokratie sei unglaublich. Enpal habe alleine mit 900 Netzbetreibern zu tun, bei denen die Abwicklung größtenteils noch über Papier erfolgt.

Wie kann der Solar-Boom weiter vorangetrieben werden?

Über Digitalisierung. Und über einfache Online-Angebote. So bietet Enpal zum Beispiel ein Abo-Modell für Solar-Dachanlagen an. Für die Kunden fallen keine Investitionskosten an, sondern lediglich ein monatlicher Betrag. Dafür bekommen sie grünen Strom von der Sonne und – falls ein Überschuss erzeugt wird – auch noch Geld für die Einspeisung ins Stromnetz.

Die Buchung der Photovoltaik-Anlage erfolgt über ein Online-Portal. Eine digitale Lösungen, die vor ein paar Jahren noch undenkbar war, weil die Menschen dafür noch nicht offen waren. Doch das hat sich geändert: Der moderne Konsument bestellt seine Schuhe bei Zalando, seine Möbel bei Home24, seine Brille bei Mister Spex – und somit auch seine Solaranlage übers Internet.

Große Investitionen in einen attraktiven Markt

Die Photovoltaik-Branche setzt derzeit alleine in Deutschland 1,6 Milliarden Euro um. Es liegt also ordentlich Musik in der Luft. Verständlich, dass große Energieriesen, Mittelständler und StartUps sich nun die Hände reiben.

Auch Investoren freuen sich über den neuen Solar-Boom. So steckten Peter Rive (Mitgründer von Solarcity und Cousin von Elon Musk), Thomas Griesel (Gründer von Hellofresh) und weitere namhafte Personen 100 Millionen in Enpal.

Wofür das Berliner StartUp das Geld benötigt? Wie es sich im hart umkämpften Solar-Markt behaupten will? Und welche Marketing-Strategie es dazu verfolgt? Das und mehr erfährst du in dieser Podcast-Episode:

 

Bilder: Shutterstock, Solarwirtschaft.de, Handelsblatt

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