10 Möglichkeiten, um dein StartUp zu finanzieren

Bootstrapping, Crowdfunding & Co.: So kommst du als Gründer an Geld, um die Finanzierung deines StartUps zu sichern.

Eine StartUp-Finanzierung ist schwer

Woran scheitern StartUps? Auf der Liste mit den 20 häufigsten Fehlern steht an Platz 2 „Geldmangel“. Das liebe Geld ist somit oft ein Knackpunkt, warum junge Unternehmen den Betrieb einstellen müssen. Auch ‘normale’ Selbstständige und traditionsreiche Firmen kennen dieses Problem, keiner ist davon ausgenommen.

Da echte StartUps mit einem innovativen, noch nie dagewesenen Produkt an den Start gehen, wissen sie nicht, was sie auf ihrer Reise erwartet. Der Markt ist neu, das Ziel ungewiss, es fehlt an Erfahrungswerten.

Dementsprechend lässt sich nur schwer abschätzen, ob dein StartUp die angedachte Zielgruppe wirklich erreichen und damit eine Marktnische besetzen kann. Ebenso ist ungewiss, ab wann dein junges, motiviertes Unternehmen erste schwarze Zahlen schreiben kann. Das alles macht die Erstellung deines Businessplans und eines Finanzplans schwer. 

Die Herausforderung, ein Wagnis einzugehen und alles auf eine Karte zu setzen, ist es, was echte Entrepreneure ausmacht. Doch genau das schreckt potentielle Unterstützer und Investoren ab. Gerade konservative Banker mögen es gar nicht, wenn unklar ist, was dein StartUp vorhat – und verweigern einen Kredit bzw. ein Darlehen. Also müssen andere Wege der Finanzierung her!

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Gängige Finanzierungsformen: So kannst du dein StartUp finanzieren

Ein StartUp benötigt in den ersten Jahren durchschnittlich ein Kapital von über drei Millionen Euro – das ergaben aktuelle Studien. Woher kannst du dieses Geld bekommen? Dazu gibt es ein paar Möglichkeiten. Viele StartUps verbinden mehrere Finanzierungsarten, um so liquide zu bleiben.

1) Bootstrapping

In der Gründerszene hört man diesen Begriff häufig. Er stammt vom Englischen „bootstrap“ ab, was „Stiefelriemen“ bedeutet. Er bezieht sich laut GründerSzene auf eine Geschichte des Barons von Münchhausen, der sich selbst aus dem Sumpf zog.

Übersetzt bedeutet das: Als Gründer versuchst du, mit eigenen Mitteln dein StartUp zu finanzieren. Hierbei greifst du auf eigene Ersparnisse und andere Formen des Eigenkapitals zurück.

2) Family, Friends & Fools

Wenn du dir Geld von Freunden, Verwandten und Bekannten leihst, spricht man von der Finanzierungsform “Friends, Friends & Fools”. Diese Leute, die hoffentlich mehr Freunde als Narren (englisch “Fools”) sind, treten als private Investoren auf. Welche Gegenleistung sie dafür erhalten, kannst du frei bestimmen oder aushandeln.

3) Kredite / Darlehen

Viele Gründer gehen zu ihrer Hausbank und bitten bei einem Bankgespräch um einen Kredit bzw. Darlehen. Dieser Weg ist hart und führt oft zu keinem Erfolg: Geld für eine verrückt klingende Idee? Ein No-Go bei Banken!

Andere Wege sind: Bitte in deinem eigenen Familien- und Bekanntenkreis um einen Privatkredit. Oder leihe dir auf Online-Plattformen wie Auxmoney oder Kapilendo die benötigten Finanzmittel. Weitere Informationen zur Unternehmensfinanzierung über Firmenkredite gibt’s zahlreich im Netz.

4) Fördermittel

Es herrscht fast unüberschaubar große Anzahl an Fördergeldern vor, die vom Bund oder der Europäischen Union an StartUps ausgezahlt werden. Bei vielen Förderprogrammen handelt es sich um Darlehen mit guten Konditionen, die teilweise oder komplett zurückgezahlt werden müssen.

Es gibt auch Fördermittel, die du als Gründer komplett behalten kannst – zum Beispiel den Gründungszuschuss und das EXIST-Gründerstipendium. Gute Informationen über die diversen Förderprogramme erhältst du beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

5) Gründerwettbewerbe

Von Start2Grow über BayStartUP bis zu den KfW Gründerchampions: Alleine in Deutschland gibt es unzählige regionale und überregionale Wettbewerbe, an denen StartUps teilnehmen können. Den Siegern winken in der Regel Preisgelder von mehreren tausend Euro.

Eine komplette Firma kannst du damit nicht finanzieren. Aber die Gewinne eigenen sich unter Umständen gut, um eine kurzfristige Zwischenfinanzierung zu stemmen.

6) Crowdfunding / Crowdinvesting

Wie es der englische Begriff schon besagt, handelt es sich beim Crowdfunding um eine Schwarmfinanzierung. Hierbei investieren in der Regel hunderte oder tausende Interessierte ihr Geld – meist eine geringe Summe – in ein Konzept. Dieses wird auf Plattformen wie Kickstarter, Indiegogo oder Startnext vorgestellt.

Verwand zum Crowdfunding ist das sogenannte Crowdinvesting. Bei diesem geben zahlreiche Menschen ihr Geld für ein Unternehmen und nicht für ein Produkt aus.

7) Business Angels

Bei den „Geschäftsengeln“ handelt es sich meist um ehemalige Manager oder StartUp-Gründer, die ihr eigenes Geld in neue, innovative Unternehmen stecken. Zudem stehen die Business Angels (BA) den StartUps, in die sie investieren, mit ihrem Fachwissen und ihrem Netzwerk zur Verfügung. Für diese wertvolle Leistung erhalten die BA nennenswerte Anteile an deiner Firma.

8) Venture Capital

Venture Capital (VC) ist die größere Form der Business Angels. Hier investieren Unternehmen oder Beteiligungsgesellschaften ihr Geld, um StartUps auf die Sprünge zu helfen. Auch sie unterstützen dich mit ihrem Know-how.

VC-Investoren sind an einem raschen Wachstum deines StartUps interessiert, da sie sich nach ein paar Jahren mit einen gewinnbringenden Exit verabschieden möchten.

9) Acceleratoren / Inkubatoren

Die Gründer-Szene in Deutschland muss gestärkt werden, um die Innovationskraft in der Bundesrepublik zu erhalten. Hierfür gibt es Acceleratoren und Inkubatoren („Brutstätten“), bei denen große Unternehmen oder Institutionen verschiedenartige Unterstützungsleistungen anbieten. Das können zum Beispiel Gründerzentren mit günstigen Mieten, kostenlose Fortbildungsprogramme oder Finanzspritzen sein.

10) Vorfinanzierung durch erste Kunden

Ein weiterer gangbarer Weg ist, vor dem richtigen Durchstarten deines StartUps bereits Kunden zu akquirieren. Diese kaufen dein Produkt, obwohl es noch gar nicht verfügbar ist. Durch dieses Pretotyping erhältst du Vorbestellungen. Und im Idealfall einen Vorschuss, den du dann für die Realisierung des Produkts einsetzen kannst.

> Tool-Tipp: Was ist die beste Finanzierungsform für dein StartUp?

Wie finanzieren deutsche StartUps ihre Unternehmen?

Kredit, Business Angels oder Fördergelder? Wie kommen junge Unternehmen an ihr dringend benötigtes Geld? Gruenderplattform.de hat dazu eine interessante Infografik:

 

Bilder: Pixabay, Gründerplattform

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