Familie Eltern Kinder Selbstständigkeit absichern (Bild: Shutterstock)

Wie können Selbstständige ihre Kinder absichern?

Welche Versicherungen sind für dich als Selbstständiger oder StartUp-Gründer sinnvoll, damit deine Kinder bestens abgesichert sind?

Vorsorge für die Familie als Selbstständiger

Wenn du dich selbstständig machst, um beispielsweise ein StartUp zu gründen, dann ist das ein Sprung ins eiskalte Wasser. Du arbeitest hart, um dein Geschäftsmodell zu etablieren. Du musst für Umsatz sorgen, um über die Runden zu kommen.

Viele frisch gebackenen Selbstständige oder Freiberufler machen gerne den Fehler, dass sie bei der Planung ihrer Tätigkeit nur an sich und ihre Unternehmung denken. Doch was ist mit den Menschen, die dir am nächsten stehen? Deiner Familie? Deinen Kindern? Die darfst trotz deines ganzen Engagements niemals vergessen!

Eine Selbstständigkeit ist immer eine wackelige Angelegenheit. “Gibt es spezielle Vorsorge- und Versicherungsmaßnahmen, die man für seine Kinder ergreifen musst?” – eine gute  Frage, die irgendwann aufkommt. Hier ein paar Tipps.

Krankenversicherung

Deine eigene Gesundheit ist für deine Selbstständigkeit wichtig. Nur wenn du fit bist, kannst du Höchstleistungen vollbringen. Und nur wenn du gesund bist, kannst du arbeiten – und somit für Umsatz sorgen.

Gesetzliche Krankenkasse oder privat versichern? Beide Versicherungsarten besitzen ihre individuellen Vor- und Nachteile. Welche das sind, erläutern wir ausführlich in unserem Beitrag “GKV oder PKV: Welche Krankenversicherung ist besser?

In der PKV erhältst du in der Regel bessere Leistungen für einen geringeren Beitrag, dafür gibt es bei der GKV den sog. “Familientarif”. Bei diesem sind die Kinder kostenlos mitversichert. Allerdings erhalten sie dann auch nur die Leistungen der Gesetzlichen Krankenkasse.

Möchtest du deine Kinder in GKV mitversichern, aber die Top-Leistungen der Privaten Krankenversicherung erhalten? Dann solltest du das Kostenerstattungsprinzip der GKV nutzen: Dein Kind wird Privatpatient, bleibt aber dabei gesetzlich versichert. Ein Prinzip, das nur wenige kennen. Wie das genau geht, erklärt dieses Video:

Was viele ebenfalls nicht wissen: Auch Selbstständige können Kinderkrankengeld erhalten. Das heißt, du kriegst von deiner Krankenversicherung einen kleinen Verdienstausfall bezahlt, wenn du nicht arbeitest, weil du auf deinen kranken Nachwuchs aufpasst. Diese Leistung bekommst du aber nur mit einem entsprechenden Tarif. “Selbstständige, die in einer gesetzlichen Krankenkasse als freiwilliges Mitglied versichert sind, haben Anspruch auf Kinderkrankengeld, sofern ihr Versichertenverhältnis einen Anspruch auf Krankengeld umfasst”, erklärt Billomat.

Lebensversicherung

Noch schlimmer als eine Krankheit ist dein Tod. Auch daran solltest du denken! Eine Lebensversicherung sorgt dafür, dass dein Partner / deine Partnerin wie auch dein Kind bzw. deine Kinder einen finanziellen Ausgleich für dein Versterben erhalten.

Kurz: Stirbst du, zahlt deine Versicherung eine Summe X an die Hinterbliebenen aus. Wie hoch der Betrag ausfällt, hängt von deiner Versicherungssumme und deinem Vertrag ab.

Man unterscheidet zwischen zwei Arten: Der Risiko-Lebensversicherung (auch Todesfallversicherung genannt) und der kapitalbildenden Lebensversicherung. Die Unterschiede liegen in der Art der Versicherung und den Beiträgen. Eine kurze Übersicht findest du hier.

Haftpflichtversicherung

Gleichgültig, ob du selbstständig oder fest angestellt bist: Eine Haftpflichtversicherung macht immer Sinn. In deinem Fall wäre das eine Familienversicherung, bei der die Eltern und Kinder zusammen versichert sind.

Warum? Wenn dein Nachwuchs etwas beschädigt – der Klassiker ist der Fußball in der Fensterscheibe des Nachbarn -, dann heißt es so schön: Eltern haften für ihre Kinder!

Manche Schäden können ziemlich teuer ausfallen. Damit dich das Bezahlen der Reparatur oder für die Beschaffung eines Ersatzes nicht in finanzielle Nöte stürzt, kommt die Haftpflichtversicherung für die Begleichung der Schäden auf. Allerdings solltest du beim Abschluss einer solchen Versicherung die Klauseln genau anschauen – es gibt teilweise viele Ausnahmen und Bedingungen.

An welche Versicherungen muss man noch denken?

Es gibt unzählige Versicherungen, die du für dich abschließen kannst, die dann indirekt deiner Familie zugute kommen. Zum Beispiel ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ratsam, ebenso eine private Altersvorsorge. Und Geld für schlechte Zeiten zurück zu legen, kann auch nie schaden.

Und du solltest schauen, wie du deine Selbstständigkeit gegen Eventualitäten absichern kannst. Beispielsweise mit speziellen Rechtsschutzversicherungen, Betriebsunterbrechungsversicherungen etc. Denn wenn es deiner Unternehmung schlecht geht, kann sich das schnell auf dein Familienleben auswirken – und damit auf deine Kinder.

Am besten informierst du dich bei ein-zwei Versicherungsberatern, wann welche Versicherung zu welchen Konditionen sinnvoll ist. Achte dabei darauf, dass du nicht überversichert bist. Denn am Ende des Tages möchtest du ja nicht dein ganzes Geld in Versicherungen stecken.

Bedenke: Das ganze Leben ist ein Risiko, erst Recht wenn du selbstständig bist. Das musst du bis zu einer gewissen Grenze hinnehmen.

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