DGUV (Bild: Pixabay)

Was bedeutet eigentlich … DGUV?

Ein StartUp ist im Kern immer noch ein ganz normales Unternehmen. Deswegen musst du dich als Gründer mit der DGUV, ihren Vorschriften und Leistungen auseinandersetzen.

Kennst du die Bedeutung der DGUV?

Wenn du ein StartUp gründest, schlägst du dich vom ersten Tag an mit unzähligen Fachbegriffen wie DSGVO, KI, ROI, CTR oder USP herum. Schwirrt dir da auch manchmal der Kopf? Kein Problem, unsere “Was bedeutet eigentlich … ?”-Rubrik erklärt dir, was hinter den oft kryptischen Abkürzungen und Akronymen steckt.

In diesem Beitrag geht es um die DGUV. Was das ist und warum du dich damit beschäftigen solltest, erläutern dir die folgenden Absätze.

Wer oder was ist die DGUV?

Die vier Buchstaben stehen für Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V., kurz DGUV. Hierbei handelt es sich um den “Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand”, so die Definition laut der DGUV-Satzung.

Was sind die Aufgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ?

Der Verband hat zahlreiche Aufgaben. An oberster Stelle steht die Interessenvertretung der Mitglieder. Das bedeutet (O-Ton): “Er vertritt die gesetzliche Unfallversicherung gegenüber Politik, Bundes-, Landes-, europäischen und sonstigen nationalen und internationalen Institutionen sowie Sozialpartnern.”

Zudem fördert der DGUV Präventionsmaßnahmen, um Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle zu vermeiden. Hierfür gibt es ein großes Regel- und Vorschriftenwerk, in dem unter anderem Richtlinien für Schutzausrüstungen oder die Gesundheit im Betrieb ausgegeben werden.

Diese Vorschriften befassen sich nicht nur oberflächlich mit den Themenbereichen, sondern gehen auch in die Tiefe. Beispielsweise mit der Empfehlung zu wiederkehrenden Prüfungen kontinuierlich arbeitender Zuckerzentrifugen oder der DGUV Unfallverhütungsvorschrift 68, welche die jährliche Inspektion von Flurförderfahrzeugen regelt.

Warum musst du dich mit der DGUV beschäftigen?

Laut dem §192 Sozialgesetzbuch VII musst du deine Unternehmensgründung innerhalb einer Woche beim zuständigen Unfallversicherungsträger (zum Beispiel einer Berufsgenossenschaft) melden. Was sich vielleicht als gesetzliche Hürde anhört, macht absolut Sinn: Trotz der anfänglichen Euphorie einer Start-up-Gründung und dem hohen Stress-Pegel darfst du auf keinen Fall die Gesundheit am Arbeitsplatz vergessen!

Über die DGUV erhältst du wichtige Informationen, mit denen du unter anderem den Arbeitsschutz für deine Mitarbeiter gewährleisten, barrierefreie Arbeitsplätze einrichten oder psychische Erkrankungen (Stichwort Burn-out) vermeiden kannst.

Arbeitsunfälle und schlimmeres kann es immer und überall geben

Noch nicht überzeugt? Die Berufsgenossenschaften, Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand und damit die DGUV beschäftigen sich nicht nur mit präventiven Maßnahmen, sondern ebenso um Schadensfälle in Unternehmen. Damit gemeint sind Arbeitsunfälle, Wegeunfälle und tödliche Unfälle.

Dass diese häufiger als gedacht passieren, zeigen folgende Zahlen:

Wie funktioniert die Meldung zur gesetzlichen Unfallversicherung?

Das ist gar nicht so schwer, wie es klingt. Die DGUV bietet auf einer speziellen Seite unter anderem ein Online-Formular und ein PDF-Formular an. Zudem erhältst du hier wichtige Hintergrundinformationen.

Fazit

Eine Idee für ein StartUp zu haben – das ist eine Sache. Daraus ein wirklich existentes und lebendiges Unternehmen zu machen, eine andere. Aspekte wie eine Absicherung gegen Arbeitsunfälle und präventive Maßnahmen zum Schutz deiner Mitarbeiter sind eminent wichtig. Deswegen solltest du den Sinn und die Aufgaben der DGUV kennen.

Bilder: Pixabay, DGUV

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