USP finden und erarbeiten - Tipps (Bild: Freepik)

Was bedeutet eigentlich … USP? Und wie finden StartUps ihren USP?

  • Letztes Update:1 Monat 
  • Lesezeit:5Minuten

Wie kann sich dein StartUp von der Konkurrenz unterscheiden? Indem es einen USP bietet! Hier erfährst du, wie das geht.

Tipps und Tricks zur USP-Findung

… erhältst du im StartUpWissen Podcast. Der Business-Coach Alexander Graf von Bullion erklärt anhand von Praxisbeispielen, wie Selbstständige, Gründer und Unternehmer ihren individuellen USP entwickeln können.

Hinweis: Die Folge kannst du auch bei Apple Podcast, Google Podcasts, Spotify, Deezer, Podigee und über Alexa bzw. Amazon Echo anhören.

USP: Definition und Bedeutung

Hinter der Abkürzung USP steckt der englische Begriff Unique Selling Proposition, oft auch als Unique Selling Point bezeichnet. Unique Selling Proposition bedeutet übersetzt ins Deutsche so viel “einzigartiges Nutzenversprechen” oder “einzigartiges Wertversprechen”.

Sind USP und Alleinstellungsmerkmal das Gleiche?

Nein – auch wenn das gerne behauptet wird und deshalb die Begriffe “USP” und “Alleinstellungsmerkmal” häufig synonym verwendet werden.

“Alleinstellungsmerkmale sind Eigenschaften von Produkten und Dienstleistungen, die sie von anderen unterscheidbar machen”, so Alexander Graf von Bullion im StartUpWissen Podcast. Das kann zum Beispiel ein Feature in einer Software sein, die kein anderes Unternehmen bietet.

“Der USP bezieht sich mehr auf den Nutzen, der mit dieser Eigenschaft verknüpft ist”, erklärt Alexander im Gespräch. Der einzigartige Nutzen macht ein Produkt attraktiver und somit auch besser unterscheidbar.

Was genau ist der USP?

Was unterscheidet das Produkt oder Dienstleistung deines StartUps von den Mitbewerbern aus der Old- und New-Economy? Und was macht es einzigartig? Darum geht es beim USP.

Arbeitest du an einem Alleinstellungsmerkmal, solltest du stets den Kundennutzen im Blick haben. Daraus lautest du ein einzigartiges Werteversprechen oder Nutzenversprechen ab – eben den USP.

Ist eine kleine Produkt-Differenzierung bereits ein USP?

Alexander dazu: “Das hängt davon ab, welchen Nutzen ein Kunde von dem Feature hat.” Wenn ein klarer Mehrwert gegeben ist und du den in der Marketing-Kommunikation in den Vordergrund stellst, wird aus einer guten Preisstrategie oder aus einem Feature ein USP.

Haben nur Produkte und Dienstleistungen einen USP?

Nein. Der Unique Selling Point muss sich nicht nur auf einzelne Produkte beziehen, sondern kann auch für ein gesamtes Unternehmen gelten. Entwickle beispielsweise einen Slogan, der das Unterscheidungsmerkmal und das Nutzenversprechen zusammenfasst. Derart entsteht ein Firmen-USP.

Ebenso steht es dir frei, eine Unique Selling Proposition für das Personalmanagement und das Recruiting zu entwickeln. Versprichst du zum Beispiel deinen Bewerbern, dass sie in deinem StartUp freier als in Unternehmen arbeiten dürfen, wird daraus ein USP.

Was macht einen USP aus?

Ein USP ergibt sich in der Regel nicht einfach so – er muss kreiert werden, vom Marketing oder Produktmanagement. Der Unique Selling Point besitzt am besten diese Eigenschaften:

  • Er liefert einen sehr wertvollen Nutzen für deine Kunden.
  • Er lässt sich glaubwürdig und leicht verstehen.
  • Er ist den Alleinstellungsmerkmalen deiner Wettbewerber weit überlegen.
  • Er kann von deiner Konkurrenz nicht so leicht kopiert werden.
  • Er sorgt für mehr Kunden, Umsatz und Gewinn.

Wie kreiert man einen USP?

Dafür gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Alexander Graf von Bullion empfiehlt im Podcast-Interview eine Sogmarketing-Strategie. Diese sieht zusammengefasst so aus:

  • Analysiere deine Wunschkunden
  • Schärfe deine Positionierung
  • Entwickle ein Angebot
  • Lege eine Pricing-Strategie fest
  • Lade deinen Kundenmagnet auf

Gruenderplattform.de rät dieses Vorgehen, welches sich in weiten Teilen mit den Sogmarketing-Vorschlägen von Alexander deckt:

  • Marktanalyse
    Untersuche deine Mitbewerber: Was sind ihre Angebote sowie ihre Stärken und Schwächen?
  • Stärkenfindung
    Blicke auf dein StartUp: Was macht dein Unternehmen oder deine Produkte besonders? Welche Vorteile und Stärken sind vorhanden?
  • Kundenprobleme
    Schaue auf die Zielgruppe: Welche Herausforderungen, Probleme, Wünsche und Ziele haben deine Wunschkunden?
  • Lösungen
    Erarbeite Alleinstellungsmerkmale: Welche Lösungen sind für deine Kunden besonders attraktiv?
  • Kommunikation
    Hebe den Mehrwert hervor: Welchen einzigartigen Nutzen haben deine Kunden von deinem Produkt?

Diese Infografik erklärt die Punkte mit kurzen Beispielen:

USP Infografik (Bild: Gründerplattform)

Welche Vorteile hat ein USP?

Hast du einen Unique Selling Point gefunden, kannst du deinen Kunden besser vermitteln, was deine Produkte oder Dienstleistungen ausmacht – und womit sie sich von den Mitbewerbern unterscheiden. Gleiches gilt für eine Firmen-USP im Bereich HR: Bewerber verstehen schnell, warum dein StartUp attraktiv ist.

Hast du einen USP gefunden, gibt das eine Richtung und somit eine Positionierung vor. Das stärkt sicherlich dein Selbstbewusstsein. Nutze das zum Beispiel, um deine Preise anzupassen.

Wenn deine Kunden verstehen, welches Nutzenversprechen dein StartUp hat, greifen sie gerne “blind” zu deinen Produkten und bleiben treue Kunden. Sofern du das Versprechen auch wirklich einhältst und es nicht nur eine Marketing-Floskel ist.

Ein USP gepaart mit zufriedenen Kunden steigert deinen Umsatz, was das Überleben in einem Business-Haifischbecken einfacher macht. Das gilt besonders für StartUps, welche die Old Economy mit innovativen Ideen und Disruptionen herausfordern.

Benötigt jedes StartUp eine Unique Selling Proposition?

“Als echtes StartUp solltest du auf jeden Fall so schnell wie möglich deinen USP finden. Als Selbstständiger oder Unternehmen mit einem klassischen Geschäftsmodell geht es zuerst ohne”.

Warum? Mit einem klassischen Geschäftsmodell kannst du in einem großen Markt anfangs mit dem Strom schwimmen. Willst du dich dagegen in einer Marktnische etablieren und von dort aus dein Business skalieren, solltest du Alleinstellungsmerkmale und somit einen USP erarbeiten.

StartUps, die Neuland betreten, müssen Ihre Innovation deutlich kommunizieren können. Das geht einfacher mit einem klaren, verständlichen Nutzenversprechen – also einer Unique Selling Proposition.

Ist ein USP für immer in Stein gemeißelt?

Nein! Dein Unternehmen verändert sich, ebenso verändern sich der Markt und die Kundenwünsche. Dementsprechend musst du fortwährend an den Alleinstellungsmerkmalen und an dem USP feilen.

Fazit: Darum brauchst du ein Nutzenversprechen

Einen USP zu finden und weiterzuentwickeln, ist nicht leicht. Aber es lohnt sich, daran zu arbeiten. Denn ein einzigartiges Nutzenversprechen macht dein StartUp und seine Produkte zu etwas Besonderem. Das lockt Kunden an und bringt Geld. Genau darum geht es im Business.

Was bietet der StartUpWissen Podcast?

Unser Podcast richtet sich wie StartUpWissen.biz an Selbstständige, Gründer, Unternehmer und StartUp-Mitarbeiter. In kurzen Episoden von rund 30 Minuten Länge beleuchtet unser Chefredakteur Jürgen Kroder zusammen mit jeweils einem Gast verschiedene Aspekte des Unternehmertums.

Sie reden über ungewöhnliche Geschäftsmodelle und über die vielen, vielen Herausforderungen der Selbstständigkeit. Das Ziel jeder Folge ist es, deinen Horizont zu erweitern, dir neue Inspirationen zu geben und zugleich wichtige Tipps zu vermitteln.

Alle Folgen des StartUpWissen Podcast findest du unter www.startupwissen.biz/podcast

 

Bilder: Pixabay, Gründerplattform

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